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Physik ist Glücksache 3

Nächster Vortrag, wieder Düsseldorf, 12. April 1909 und diesmal, in trauter Schlummerstimmung, »abends«.


»Als viertes Element wurde das Feuer angesehen. Die heutige Wissenschaft, die sich der physikalischen Grundbegriffe erinnern, sieht im Feuer kein Ding, das man vergleichen kann mit Erde oder Luft oder Wasser, sondern die heutige Physik sieht darinnen nur einen Bewegungszustand.«

Rudolph Steiner, »Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt«, S. 30, Absatz 2

Soweit ich mich der physikalischen Grundbegriffe erinnere – und das fällt mir doch noch recht leicht – ist das Feuer kein Bewegungszustand – auch wenn es einem Mystiker nur recht und billig scheint, alles was flackert, Bewegung zu nennen –, sondern eine Ernergieform. Genaugenommen exotherm aber das sei nur aus Gründen der Profilierung erwähnt.
Steiner konnte sich, wie es scheint, auf seine schlafenden Zuhörer verlassen, denn sonst wäre denen mindestens aufgefallen das erstens ein Ding noch nie ein Betrachtungsgegenstand der modernen Physik war. Denn was bitte soll »ein Ding« sein? Über die Stofflichkeit sagt das Wort nichts aus, ebensowenig über seinen Aggregatszustand, auch wenn »solid« angenommen werden kann und zweitens, dass das mit der Vergleichbarkeit eine Frage der Vergleichsachse ist. Licht ist Teilchen, das auch in Wellenform in Erscheinung tritt, Feuer eine exotherme Energiequelle, Wasser eine Verbindung von Wasserstoff- und Sauerstoffbrücken und »Luft« geht schon als Begriff gar nicht durch, denn er sagt noch nicht einmal in der Tendenz über die Beschaffenheit dieser »Luft« etwas aus. Eines gilt aber: erhöhte Luftzufuhr, wie es populär heißt und chemisch gesprochen Sauerstoff, 0₂ beflügelt die Gehirnaktivität. Warum nur öffnete niemand – damals in Düsseldorf – den sicher stickigen Raum?

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Erziehung – wozu? 7

Mein Verhältnis zur Erziehung hat sich über die Jahre bizarr gewandelt. War ich in meiner Jugendzeit, sofern ich sie für abgeschlossen halte, erklärter Gegner jeder Erziehungspraxis, auch jener, die sich antiautoritär nennt, so ist mir an diesem Punkt heute die Gesinnungsethik fremd. Meine Gedanken und Betrachtungen fanden lange Zeit exterritorial zur Kritischen Theorie statt, da sie mir zwar Handwerkszeug aber wenig konkrete Theorie bot. Von wenigen Einwürfen in »Minima Moralia« oder »Die Dialektik der Aufklärung«, dem populären Aufsatz »Erziehung nach Auschwitz« und einigen Betrachtungen Walter Benjamins einmal abgesehen. Umso schöner, dass es mir nun vergönnt ist, hier Betrachtungen zu verbinden, die bisher haltlos waren. Der Abschluss der Lektüre der Vortrags- und Interview-Sammlung »Erziehung zur Mündigkeit«, die zugleich auch den vorläufigen Endpunkt meines jahrelangen Ringens mit dem adorno’schen Werk setzt, ermöglicht dies. Nicht nur der mir wohlbekannte Aufsatz »Erziehung nach Auschwitz«, dessen erneute Rezeption ich diesmal unterließ, ist dort veröffentlicht, sondern auch »Was bdeutet: Aufarbeitung der Vergangengheit«, »Philosophie und Lehrer«, »Fernsehen und Bildung«, »Tabus über dem Lehrberuf«, »Erziehung zur Mündigkeit«, »Erziehung – wozu?« und »Erziehung zur Entbarbarisierung«. Die beiden letzten sind erstaunlich deckungsgleich mit meinen bisherigen Überlegungen. Die grundsätzlichen Paradigmen wären so zu zeichnen: Erziehung hat den Zweck der Mündigmachung; nur mündige Erwachsene können dies leisten; Erziehung gilt der Entbarbarisierung und Zivilisierung und hat – wie jede Handlung – darum Sorge zu tragen, dass Auschwitz sich nicht wiederhole. Einige wichtige Aussagen zu den unterschiedlichen Themengebieten seien hier kurz angemerkt.


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Die alten Griechen als Chefmystiker 0

»Nein, nicht einmal die alten Griechen haben, wenn sie von dem Merkur gesprochen haben, diesen physischen Körper gemeint, sondern die Gesamtheit der geistigen Wesenheiten dieses Körpers. Geistige Welten, geistige Wesenheiten waren es, wovon man sprach, wenn man in den Stätten der Erkenntnis, sagen wir, das Wort Merkur aussprach. Es waren die Worte aus: Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn, und indem sie in den verschiedenen Sprachen solche Worte aussprachen, bezeichneten sie eine Stufenfolge von geistigen Wesenheiten.«
Rudolf Steiner, »Geistige Hierarchien und ihre Widerspieglung in der physischen Welt«

Offenbar hat Steiner eine ganz besondere Abneigung gegen Archimedes. Jedenfalls schickt er sich in der Ungezogenheit des rotznasigen Bengels an, ihn und die Kollegen seiner Zeit zu esoterischen Spinnern herabzuwürdigen. Jenseits dessen, dass die moderne Physik Archimedes selbstredend längst um Längen verbessert hat, so bleiben seine Leistungen davon unbenommen.

Offenbar wird hier das verquere Geschichtsbild Steiners und seine Anhängerschaft für den verbrämten Mystizismus. Nacherzählen ließe sich das folgendermaßen: Es gibt Menscheitsgeschichte vor und nach Atlantis; die mystische Wissenschaft und das Wissen um Geisterwesen, Energien und was da sonst noch so herumfahren soll und Geschichte nach Atlantis; der angeblich kalte Materialismus, der nichts weiter betrachtet als die Materie. Nicht dass Steiner hier zum Positivismuskritiker würde, nein, er wird zum Mystiker, der keine Kategorie für Erkenntnis mehr kennt, außer das muntere Raten.
Man könnte ebenso anmerken, dass es, mit Verlaub, keinerlei Hinweise auf ein historisches Atlantis jenseits der Sagenwelt gibt und dass an diesem Punkt die gesamte Wahnphantasie zu brechen beginnt. Aber wer will denn schon so pendantisch sein.


Nur eins noch: Da nach Steiner die direkten Nachfahren der Atlantiker die Germanen sind, die jenes Bewusstsein von den höheren Wesen in sich schlummern haben, müssen sich diese zwangsweise gegen den »kalten Materialismus« und seine Einrichtung der Welt – die Moderne – zu Wehr setzen. Was sie bekanntlich ja auch taten.

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Fußballbegeisterung pur 4

Mein Kommentar zur Fußball-WM wird sich auch in den nächsten Wochen höchstwahrscheinlich auf die Verlinkung dieser Seite beschränken. Das T-Shirt wird ein zeitloser Klassiker werden, soviel ist sicher. Modebewusst wie ich bin, ist das Ding längst bestellt.

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Wagners doofe Töchter 5

Die bekannte Brünnhilde aus dem Nibelungenlied bekommt nun zeitgenössische Ergänzung und auch Grane ist wieder mit von der Partie: Selbstmordattentate deutscher Konvertiten mit Baby-Accessoire nun als Exportschlager. Vielleicht ein Umschwung in der deutschen Nahost-Politik. War man bisher – vielleicht viel zu sehr – auf Waffen, Atomtechnologie und die Finanzierung antisemitischer Kinderbücher aus, so werden nun Bombengürteltussies zum neuen Pfrund, mit dem es sich wirtschaftspolitisch wuchern lässt. Eines steht allerdings fest: Konvertiten warten offensichtlich mit einer Art religiösem Penisneid auf. Jedenfalls müssen sie ständig beweisen, dass sie den Längsten haben.

Der Spiegel: Mit dem Kleinkind in den Dschihad

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Altkanzlerbeschäftigungen 1

»Dabei wurde der Numov schon vor 70 Jahren gegründet, 1936, zu einer Zeit als die deutsch-arabischen Beziehungen schon gepflegt wurden aber noch nicht auf dem Höhepunkt angelangt waren: Erst 1941 floh der Mufti von Jerusalem, Hadsch Amin el Husseini, nach Berlin, um dem damaligen deutschen Kanzler, Adolf Hitler, seine Hilfe im Kampf gegen Briten und Juden anzubieten.«

Formvollendet Altbundeskanzler ärgern: Henryk M. Broder im Spiegel.

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Buddha, Jesus und der ganze Rest 4

Zum Zwecke der Belustigung und weiterem Gewühle im Steiner-Schlamm »Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt« besorgt. Die angebrachte Häme gegen den Begründer der Anthroposophie und ihre heutigen Apologeten wird hier in Form von Zitaten und Erleuterungen zu finden sein. Normalerweise entfällt zweiteres, der Unsinn ist so offensichtlich, dass die einzig reife Leistung beim Lesen nicht ist, den Inhalt zu begreifen, sondern genau dies nicht zu tun.
Gleich zur Anfang, erstes Kapitel, Transkription eines Vortrags am 12. April 1909 in Düsseldorf, wie die Abschrift bemerkt: »nachmittags«. Lang, -weilig und bräsig schleppt sich Steiner von These zu These, die, wie so üblich in religiösen Büchern, keines Belegs bedürfen und führt dies nach einigen Seiten in folgender Hauptthese zusammen, die eigentlich nur als Stilblüte zu begreifen ist:

(...)»Oh, in den Höhen des Daseins, wo wir sie aufsuchen müssen, die Sphären der geistigen Hierarchien, da heißt es nicht: Buddhismus gegen Christentum, Christentum gegen Buddhismus, da reicht Buddha dem Christus und der Christus dem Buddha die Hand.(...)«
Ob der Handschlag folgenlos blieb oder ob Christus und Buddha welthistorisch als dicke Freunde zu betrachten sind und wie sich das mit der leichten Nichtparallelität ihrer Lebenszeiten verträgt, beantwortet Steiner nicht.

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Hübsch 1

via Gerd:

»Was würde die Erde uns sagen, wenn sie einen Mund von Moskau bis Lissabon hätte? Nichts, denn sie hat Hegel nicht gelesen.«
Ernst Bloch

Mit der Quellenlage ist es so eine Sache, bisher wissen wir nicht, ob es nur zugeschrieben ist, oder wirklich irgendwo so steht. Schön ist es aber trotzdem.

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Ein bisschen Ausländer anzünden 2

Attraktive Deutsche mit besonderem Stilbewusstsein
Derzeitig rauscht eine skurrile Debatte durch die Gazetten: wieviel darf einer, dem fehlende Volkszugehörigkeit attestiert wurde, brennen, bevor man davon abraten sollte, den Ort des Anzündens zu besuchen. Es ist keine Neuigkeit, dass deutsche Nazis zahlreich ihrer Mordbrennerei fröhnen und dabei alles mögliche geschehen kann, bevor ihr Komplize im Geist, der Herr Meier von nebenan, sich darüber mockiert. Einzig Ruhestörung wäre ein akzeptabler Grund, das Treiben zu unterbrechen – mit dem Hinweis etwas leiser zu sein.
Nichtdeutschen zu raten, lieber nicht ostdeutsche Nazikäffer zu besuchen, es zu unterlassen, in Berlin manche Stadtteile zu besuchen, Köln Merkenich bei eventuellem WM-Besuch eher auszusparen um dem zornigen Volksmob zu entgehen, der hinter jedem, der etwas ausgiebig dem Solarium fröhnte, einen »Zigeuner« zu entdecken weiß, ist ein Rat über den es nichts zu diskutieren gibt. Auf Logik und Einsicht zu hoffen, wo sich das Treiben schon dieser entzieht, ist naiv und nur der Ansatz des Sozialpädagogen, der mit vierzig nicht mehr umhin kommt, vor lauter Verblödung Nazi-Chique als halb so schlimm zu titulieren. Einzig die Einreihung des normalen Stiefelnazis hinter dem Standortgedanken könnte Linderung verschaffen: denn alles lässt er sich sagen, aber nicht dass er dem Vaterland schade.
Wer davon schwafelt, es sei alles halb so schlimm, der ist entweder furchtbar dumm oder hält es ähnlich mit dem Biodeutschtum und seiner Durchsetzung. Aber im Hause des Henkers ist nicht vom Strick zu reden – sonst hat man Ressentiments.

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Veranstaltungsreihe der Georg Weerth Gesellschaft Köln: Gegen Gott und Vaterland 6

»Es ist gut, dass ich kein deutscher Lyriker bin, sonst hätte ich Anwartschaft auf die Hölle«
Satire, Empathie und Persönliches von Georg Weerth.
Mittwoch, 14. Juni, 19:00, Probebühne.

»Der Gegenwart zur Lust, der Nachwelt zu unauslöschlichem Gelächter«
Warum Georg Weerths Satire so gerne ignoriert wird.
Montag, 19. Juni, 19:30, Probebühne.

»An Revolutionen in Deutschland glaube ich nun einmal nicht«
Georg Weerth und die 1848er Revolution.
Donnerstag, 29. Juni, 19:30, Studiobühne.

»Kein Heilmittel für dieses grausame Übel«
Georg Weerths Rede auf dem Freihandelskongress 1847.
Montag, 3. Juli, 19:30, Probebühne.

Jeweils veranstaltet von der Georg-Weerth-Gesellschaft Köln

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Werbeeinblendung 2

Gleich doppelt Interessantes nächste Woche. Am Mittwoch, 24. 5. geht es mit Thomas Ebermann, Rainer Trampert im Buchladen Le Sabot mit ihrem aktuellen Programm »Zu Gast bei Freunden« los. Am Donnerstag, 25.5. dann Daniel Kulla im Rahmen des Open Chaos beim Kölner Chaos Computer Club mit dem Vortrag »Entschwörungstheorie«.

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Leichenfledderei 8

Heute ist nun jener ominöse 150. Geburtstag Sigmund Freuds, mit dem kleinen Abstrich, dass er schon nicht mehr lebt. So komisch schon der Geburtstag im Konjunktiv klingt (»… wäre heute 150 Jahre als geworden«), so auch die Reaktionen. Anfang der Woche begann der Spiegel mit einem Titelthema und entdeckt die Wiedereinführung Freuds über die Neurologie, ein ähnlich seriöses Fach wie die Völkerkunde oder die Diplom-Psychologie. Zugleich bringt Spiegel Online einen deutlich anders konotierten Artikel, in dem man Freud vollkommene Bedeutungslosigkeit zuspricht. Grund dafür: er insistiere auf individueller Erfahrung, Psychologie sei aber Empirie. Die Salzburger Nachrichten sind sogar dumm genug, C. G. Jung gegen Freud ins Feld zu führen, jenen Hitler-Fan und Entdecker des »kollektiven Unterbewussten«, einer Art von höherem Wesen, dass jedem Volk innewohne. Bis heute ist er eine sichere Quelle für Esoteriker wie Bhagwan. Die FAZ verwendet ihn als Kronzeuge für konservative Kulturkritik, was immer dann möglich ist, wenn die Projektion die Feder führt.
Freud heute zu lesen hieße aber, seine Theorema so zu lesen, wie es ihm als radikalem aber bürgerlichen Denker pässlich ist: als Betrachtung der spezifischen Konsititution und -bedingungen des Subjekts und seiner Werdung. Die Widersprüchlichkeit Freuds löst sich deswegen nicht auf, eine angepasste Lesart wäre aber sowohl der Kontrapunkt zum Reflex gegen Freud als auch zur unsachgemäßen Vereinnamung.
Ähnlich wie es heute mit Freud geschieht, hat sich der kulturindustrielle Umgang mit Marx etabliert, seine Werke heute als Lehrbuch für bildungsferne BWL-Studenten zu vernutzen. Vergleichbar auch mit der Filletierung Adornos, vorrangig zu seinem 100. Geburtstag 2003 betrieben. Das übliche Verfahren: man zerlege einen Kritiker in seine Disziplinen und mache sie nutzbar für den Wissenschaftsbetrieb. Man nehme ihnen ihre Schärfe und mache sie eins mit dem Objekt ihrer Kritik. Freud widerfährt dies auch. Die Anbeter der Ontologie, die Damen und Herren Hirnforscher, gieren danach, Seit an Seit mit Freud jene biologischen Dispositionen zu attestieren, die den Kinderschänder zu einem solchen werden lassen.

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Ein Körnchen Wahrheit 1

Die meisten ominösen Preisverleihungen sind entweder belanglos oder abgekartet oder beides oder schlichtweg unsinnig. Manchmal bieten sie aber mehr, als ihr Rahmen normalerweise vergönnt. Der Beifall von der falschen Seite, die dann doch die richtige zu sein scheint, ist dabei das häufigste Unglück, dass den Geehrten ereilt. Der Förderverein Ökologische Steuerreform e.V., ungefähr so wichtig wie der Köln-Merheimer Kleingartenverein oder die katholische Kirche, verleiht den Adam-Smith-Preis an Jürgen Trittin, »einen der besten und mutigsten Umweltminister, den Deutschland je hatte«, so die schleimige Laudatio. Und weiter: »Kein Minister vor ihm hat die marktwirtschaftlichen Instrumente zum Umweltschutz so erfolgreich ausgebaut, wie er.« Als würde das jemand bestreiten wollen. In der Selbstbeschreibung des Preises heißt es dann: »Mit dem Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik würdigt der FÖS jährlich be­sondere Verdienste für die Entwicklung oder Umsetzung marktorientierter Umweltinstrumente«. Das sind schöne Zeiten, in denen ein Linker bei den Grünen den Preis nach dem Vordenker des liberalen Unfugs verliehen bekommt, erleichtert es doch die Argumentation und falls Jürgen Tritten jemals auf die Idee käme, eine Buch mit dem Namen »Mein Herz schlägt auch links« zu verfassen, so würde man vielleicht schneller merken, dass das nur rein biologisch gemeint sein kann.
Adam Smith ist übrigens jener unangepasste Denker, der mit schlauen Sätzen wie »Mensch: ein Tier, das Geschäfte macht; kein anderes Tier tut dies – kein Hund tauscht Knochen mit einem anderen« eine eher zweifelhafte Disziplin einführte: das Malen nach Zahlen.
Dass ich die komische Sperrfrist des Karnickelzuchtvereins Ökologischer Steuersandkasten e.V. missachtete, tut mir furchtbar leid. Glauben die ernsthaft, das Ding habe, jenseits seiner Komik, Nachrichtenwert?

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Ausreichend 3

Zur aktuellen Wiederentdeckung bzw. von-der-Leyisierung der Lebensform Familie reicht es, Karl Kraus zu rekapitulieren:

»Das Familienleben ist ein Eingriff in das Privatleben.«
Oder auch:
»Das Wort ›Familienbande‹ hat einen Beigeschmack von Wahrheit.«

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WASG watching 1

Ach ja, es gibt mal wieder was zum Schmunzeln: Ein Vorstand der WASG »kommt zu sich«.

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