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Germany my love 0

Was schrieben die notorischen Schlaumeier dieser Republik noch für Elogen auf ihr Vaterland während der Fußball-WM: Traktate mit den Überschriften »Deutschland einig Fußballland«, »Klinsis Jungs machen uns stolz«, »Schwarz-rot-geil«. Jenseits grammatikalischer Schwächen gab es also so etwas wie die positive Liebe zu ihrem Land, gestiftet aus dem Erfolg der jungen Herrenfußballnationalmannschaft.


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Filed on 15-04-2007, 14:02 under , , , , , & no comments & no trackbacks

Die Revolte der Geläuterten 0

Flennen im Kollektiv: wenn Deutsche sich selbst betrauern

Zwei Dinge sind überraschend an der vergangenen Herrenfußball-Weltmeisterschaft: Einerseits, dass die befürchteten polizeilichen Repressalien deutlich weniger massiv, als im Voraus vermutet, ausfielen und andererseits, wie wenig schlecht Frisierte heuer anzutreffen waren¹.


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Filed on 10-07-2006, 11:11 under , , , , , , , , , & no comments & no trackbacks

»I'm proud to be an American« 2

»Es gibt eine Kontinuität des amerikanischen Staates und seiner Prinzipien seit 1776, sodass der Referenzgegenstand des ›Proud to be an American‹ ein anderer ist als etwa in Deutschland, wo eine solch lange Kontinuität eben nicht existiert.«

Wenn Deutsche sich national gebärden verweisen sie dabei meist auf die Vereinigten Staaten, um ihre Frühlingsgefühle für‘s Vaterland zu rechtfertigen – meist ohne dass man sie nach einer Rechtfertigung fragte. Eine weitere Lieblingsentschuldigung ist Frankreich. Dann, doch noch gefragt, welcher republikanischen Tradition oder Aufstand gegen den Klerus sie sich als Deutsche denn verbunden fühlten, als dass dies einen modernen Nationalstolz zuließe, wissen die schlaueren unter ihnen dann ausweichend zu antworten, dass dies auch in der Liebe zur Nation der Amerikaner und Franzosen nicht stilbildend sei. Auf Telepolis ist ein durchaus interessantes Gespräch mit Sepp Gumbrecht zu lesen. Er antwortet erfrischend auf die eher pädagogisch intendierten Fragen Rudolph Mareschs. Dass er im Leadtext mit Sloterdijk und Habermas verglichen wird, eine Frechheit.

Filed on 28-03-2006, 10:10 under , , , , , & two comments & no trackbacks

Volk, Heimat, Staat, Nation 1

Via Herr Kulla: Die PDS hat begriffen, dass Standort (für die Füllung des Bauchs) und Heimat (was für’s Herz) zusammengehören und wirbt in der Zone mit folgendem eingängigen Slogan:

»Wirtschaft braucht Standort, Menschen brauchen Heimat«

Und das nächste mal: »Volk braucht Lebensraum«.

Filed on 11-03-2006, 15:03 under , , , , , & one comment & no trackbacks

Kritikerkollektiv 20

Diesmal sind die Damen und Herren Blogger also ausnahmsweise nicht Deutschland. Kann man normalerweise von Normalisierung und Geschichtsvergessenheit gar nicht genug haben und freut man sich sonst über jede noch so dämliche Prise Patriotismus, so ist man diesmal partout nicht Deutschland.


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Filed on 23-01-2006, 16:04 under , , , , & 20 comments & no trackbacks