Die da sind ganz schön gut.
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Für mehr Kundenbindung und weil ich unentschlossen bin. Welche Alben sollen hier demnächst besprochen werden?
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Nun gut, kündigte ich kürzlich noch an, ich würde mich entspannen, so ist das nun endgültig vorbei. Es geht nicht, es ist zu schlimm, diese Band ist fürchterlich. Sie ist der optimale Vertreter des neuen Deutschlands, das ach so aufgeklärt, der Welt seine Ideen »nahebringt«. Eine Band, die es nötig hat, in vollkommener Verschmelzung mit ihren Kollektiv, sich darauf zu freuen, dass man »nach Berlin fahre«, ist vollkommen indiskutabel. Dass sie außerdem live noch langweiliger ist als wenn die Tracks wenigstens nachbearbeitet wurden, spricht Bände. Da ist einfach nichts. Man nehme fünf Sozialpädagogen mit Redehemmungen und abgebrochenem Studium, komischem Kleidungsstil und genug Ferne von jeder Ästhetik, gebe ihnen Instrumente in die Hand, die sie nicht spielen können, und nenne sie »Wir sind Helden«. Dann lasse man sie noch darüber singen, dass »wir« – gefälligst – »nur zu wollen haben«.
Wirkliche Helden abmelden wird diese Band nicht. Sie ist für all jene, die sich dafür schämen, Pur zu mögen, weil ihre Eltern das eben auch schon taten. Ist die Musik schon aus der Konserve eher bräsig, aber wenigstens noch erträglich, so verwandelt sich der Joschka Fischer-Habitus, dass Leid der Welt in den Stücken zu tragen und die Zuhörer gefälligst mitleiden zu lassen, live in eine einzige groteske Posse. Zwischen dem schwer erträglichen Sermon nuschelt Judith Holofernes, bisher eher durch ihre naiv-dümmliche Art beim Aufenthalt in Upperclass-Plapperrunden aufgefallen, irgendwas von ihrer guten Laune ins Mikrofon, freut sich über ihre Fans, Deutschland oder gleich die ganze Welt und grinst gar debil. Eines ist sicher: wenn jemand Deutschland ist, dann Judith Holofernes.
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Bisher fiel mir Adam Green vor allem durch eines auf: mir schon immer skurril erscheinende Waldorfschüler fanden ihn großartig, wiesen mich immer wieder darauf hin, ihn doch unbedingt zu hören, er sei so überaus genial und – wie könnte es anders sein – witzig. Ich fand ihn vor allem konventionell. Eine Mischung aus hippiesker Flowerpower-Ästhetik und seinem Nimbus als junger, leicht entrückter Songwriter. Irgendwo zwischen George Harrisson und Jack Johnson, weniger Strand, mehr Melancholie, weniger Rock‘n Roll, mehr Pop. Auch er war auf dem Southside-Festival vertreten. Und jenseits der Bestätigung des Eindrucks, er sei vor allem unspannend, blitzte immer wieder sein Talent hervor. Sobald er die ausgetretenen Pfade des Rokoko-Hippietums verlässt, wird es interessant. Dann nämlich, wenn er sich an einen 5/4-Takt wagt, wenn er seinen normalen Stil mit Klezmer-Anleihen versieht oder wenn die Melodie der Tracks sich nicht nach den ersten zwei Akkorden erschließt. Dies gelingt ihm leider viel zu selten. Aber dass es ihm gelingt, lässt darauf hoffen, dass er in Zukunft einige gute Platten veröffentlicht. Vielleicht dann, wenn er die Anbiederung an die verspäteten Hippies materiell nicht mehr nötig hat. Solange allerdings, wird er vor allem durch seine Po-Ritze überzeugen, die zur Freude des Publikums immer wieder hervorlugt. Das ist eine Symbolik, die es versteht.
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Vor ein paar Wochen noch kannte ich die Band The Gossip nur dem Namen nach. Bei seinem Besuch in Köln, hinterließ Daniel einige feine Tracks. Darunter »Standing in the way of control« von – eben – The Gossip. Nach einem erneuten Blick auf das Programm des Southside-Festivals stellte ich fest, dass dort The Gossip auch vertreten sein würden. Als Bericht genügt, dass es großartig war. Diese Band rockt schwer. Wie man bei sengender Hitze in einem Zirkuszelt bei gefühlten vierzig Grad eine solch phantastische Show abliefern kann, bleibt mir vollkommen unbegreiflich. So gut sogar, dass man den Durst, den in Strömen fließenden Schweiß, der nun wirklich nicht nach Vanille oder gar Zimt riecht, vollkommen vergisst. Auch wenn die Wikipedia meint, man könnte die Musikrichtung als Post-Punk bezeichnen, so wird es The Gossip nicht gerecht. Viel zu spürbar sind Blues-Einflüsse, die mit harten Gitarrenriffs, der überwältigenden Stimme von Beth Ditto und deutlichen Remeniszenzen an Punk-Einflüsse The Gossip musikalisch zu dem machen, was sie aktuell sind: eine großartige Band.
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»Auf dem Hurricane-Festival hatten wir am Freitag eine Autogrammstunde um 16:00h gegeben, da war schon alles voller Schlamm und die Leute sehr betrunken. Dagegen wirkt das hier wie eine Versammlung von Spiegel-Lesern. In meiner Welt sind Spiegel-Leser ja was Gutes. Man muss schließlich wissen, was der Feind schreibt.«Ich beginne kurz von vorne, um dann mit dem letzten Ereignis zu schließen: von Freitag Nachmittag bis Sonntag Abend war ich in Neuhausen ob Eck, einem vollkommen wohlfeil zu ignorierendem Kaff auf der schwäbischen Alb. Das Einzige, das den Aufenthalt dort rechtfertigt, ist das jährlich stattfindende Southside-Festival. Leider endete das Festival gestern Abend nicht programmgemäß, sondern musste aufgrund heftiger Sturmböen unterbrechen werden – und das am Anfang des Auftritts von Tomte. Erst einige Stunden später wurde es dann fortgesetzt – allerdings ohne mein Beisein, ich hatte auf eine Absage angesichts des Wetterumschwungs spekuliert und war inzwischen gegangen.
Thees Uhlmann, Tomte
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Vor einiger Zeit konnte mir diese Band Schaum auf den Mund zaubern. Ich begann vor Wut und Verachtung zu schnauben: musikalisch niveaulos, politisch … lassen wir das. Inzwischen ist das ok. Ja, ich erwische mich gerade dabei, wie ich ernsthaft die ersten drei Tracks herunterlade. Aber es ist wirklich zu unangenehm, um es zu erzählen.
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Glücklicherweise gehöre ich zu den exklusiven Besitzern einer Karte für’s Southside. (Tue ich doch, Stefan?). Außerdem steht das Programm und die Kollisionen sind akzeptabel.
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![]() | (Music) Artist: Christian Kjellvander Manufacturer: V2 Records (rough trade) Released: 27. Januar 2006 |
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Vorfreude: Adam Green, Apocalyptica, Arctic Monkeys, Backyard Babies, Death Cab For Cutie, Element Of Crime, Fettes Brot, Live, Mad Caddies, Mando Diao, Maximo Park, Seeed, The Hives, The Strokes, Tomte. Und das Beste ist: ich habe eine Karte.
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Darauf freue ich mich ja schon riesig. Karten werden morgen bestellt, also wer noch mitmöchte ganz schnell melden.
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Das letzte habe ich ja wohlfeil ignoriert, diesem Stöckchen kann ich mich allerdings nicht entziehen.
Ein Lied …
… aus deiner frühesten Kindheit:
The Rolling Stones – »Satisfaction«. Ja, Papa ist schuld. An evtl. Eltern: das schadet euren Kindern sicher nicht.
… das du mit deiner (ersten) großen Liebe assoziierst:
Greenday – Basket Case
… das dich an einen Urlaub erinnert:
No Doubt – Don’t Speak
… von dem du in der Öffentlichkeit eigentlich nicht so gerne zugeben möchtest, dass du es eigentlich ganz gerne magst:
Chris de Burgh – A Spaceman Came Travelling. Ja, ist wirklich sehr furchtbar. Ich weiß. Fresse.
… das dich – geplagt von Liebeskummer – begleitet hat:
Thomas D – Liebeslied
… das du in deinem Leben vermutlich am häufigsten gehört hast:
Guns ’n Roses – Paradise City. Über Jahre, jeden Mittwoch, ständig. Ich wette das wird Herr Hannes auch so sehen.
… das dein liebstes Instrumentalstück ist:
Verklärte Nacht – Arnold Schönberg
… das eine deiner liebsten Bands repräsentiert:
Led Zeppelin – Whole Lotta Love
… in dem du dich selbst wiederfindest oder in dem du dich auf eine gewisse Art und Weise verstanden fühlst:
Bob Dylan – Tangled Up In Blue
… das dich an eine spezielle Begebenheit erinnert (und welche das ist):
Unter den letzten zehn in der Lieblingsdisko, kannte den DJ, konnte mir noch nen Stück wünschen. Freundin war entnervt, wollte gehen. Ich nicht. Nötigte sie, dazubleiben. Wählte Sting – Moon Over The Bourbon Street. Sie fand sowohl das Stück doof, als auch, dass ich es unbedingt hören wollte. Ab da ging’s bergab. Richtig so. Wer das nicht mag …
… das für eine richtig gute Zeit in deinem Leben steht:
Michael Andrews – Mad World
… das momentan dein Lieblingslied ist:
David Gray – Babylon. Geht aber langsam schon wieder verüber.
… das du (d)einem besten Freund widmen würdest: System Of A Down – Sad Statue
… bei dem du das Gefühl hast, dass es außer dir niemand gerne hört:
Phil Collins – Another Day In Paradise. Wurde deswegen schon heftig verlacht. Ist ja auch gruselig, mag es aber trotzdem.
… das du vor allem aufgrund seines Textes magst:
Wie Fabian auch Anett Louisan, allerdings »Eve«
… das weder deutsch- noch englischsprachig ist und dir sehr gefällt:
Florence – 60 Minutes
… bei dem du dich bestens abreagieren kannst:
Pearl Jam – Hail, Hail
… das auf deiner Beerdigung gespielt werden sollte:
Pink – Missundaztood
… das du zu den Besten aller Zeiten rechnen würdest:
Alben, keine Tracks. Radiohead – Fake Plastic Trees, Led Zeppelin – Physical Graffiti, Blur – 13
Reiche weiter an Stefan, Hannes und Herrn Kulla.
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Mitte März kommt die neue Scheibe von Placebo in die Läden: Meds. Die Vorfreude lässt sich aber schon jetzt stillen.
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Auch wenn Nico sich dem CD-Kauf verweigert, ich nicht. Ich habe aber – soweit ich weiß – auch keine kleine Tochter. Deswegen: letztes Weihnachtsgeld im dicken Saturn am Hansaring (»Größte Ansammlung von CDs der Welt«, laut Selbstbeschreibung) auf den Kopf gehauen und CDs erworben.
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