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Urlaub 1

Von Mittwoch Abend an letzter Woche war ich bei Hannes, einem Schulfreund, zu Besuch. Jenseits dessen, dass Hamburg eine zwar geographisch verwirrende aber trotzdem sehr schöne Stadt ist, tat mir dieser Urlaub ausgesprochen gut. Ein paar Tage ausspannen, die Füße hoch legen, am Abend viel zu viel trinken, über alte Zeiten quatschen, sich skurrile Anekdoten erzählen und anhören, Musik hören, Filme gucken.
Seitdem er in Hamburg wohnt und ich in Köln, sieht man sich nicht mehr so oft. Trotzdem dauerte es gerade mal zehn Minuten nach Ankunft und ich bemerkte, dass noch so viel geblieben ist. Es ist schön, dass von früher einige Freunde bleiben, die keine Freunde von früher, sondern Freunde von heute und für morgen sind. Und es ist angenehm zu wissen, dass ein Mensch einem vertraut bleibt, wenn er es nur einmal wirklich war. Dass er meine eitlen Macken kennt und über sie lachen kann, dass mich seine Verpeilermentalität wahnsinnig macht. Vor allem weil er mir da so ähnlich ist.
Verblüfft darüber, dass mir drei wunderschöne Tage das geben konnten, was ich lange vermisst habe und von dem ich nicht wusste, was es war. Und verblüfft darüber, dass ich sogar anfange, seinen Liebste leiden zu können. Ein kleines bisschen jedenfalls.
Von Samstag bis Sonntag dann noch bei den Großeltern in Brunsbüttel vorbeigeschaut, des Großvaters neueste abgefahrene Handwerkprojekte bestaunt und sich darüber gefreut, dass er seine Zeit so nutzt. Zudem noch ein riesiges Windrad (ich glaube, das heißt irgendwie anders) gesehen, mehrmals mit der Fähre über den Nordostsee-Kanal gegondelt und festgestellt, dass Dörfer mich beklemmen. Die Vorstellung, dort mehr als Urlaub zu machen, löst in mir Panik aus. Nun gut erholt wieder in Köln und morgen geht es wieder ins Büro. Dort erwartet mich der Job, den ich immer schon machen wollte, tolle Kollegen und ein Haufen Arbeit. Und jetzt Richard Ashcroft: Break the night with color.

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Bands, auf die die Welt wartet 4

©binarymuseum.net

Ich bekam kürzlich über mein Last.fm-Profil den Tipp, mir doch einmal Museum anzuhören. Eine Hamburger Band, die sich musikalisch zwischen Radiohead, Placebo und dieser komischen Stilrichtung, die man ab und an irgendwie Lo-Fi nennt. Einzig der funny german accent lenkt einen davon ab, dass man hier nicht Thom Yorke und Brian Molko vor sich hat, sondern vier Hamburger, die einfach nur verdammt gute Musik machen. Die Tracks sind mit einer solchen Liebe zum Details komponiert, eingespielt und nachbearbeitet, Melodielinien, die vor sich hinfließen um dann umso schmerzhafter zu brechen, Effekte mit sicherer Eleganz gewählt, krachende Gitarren, brüchige Stimmen, synkopische Eile, flirrende Ruhe und »Stücke für Bass, Gitarre und Vocals«. Das ist die Spannweite dieser Band. Zum Teufel, so etwas Feines habe ich seit Jahren nicht gehört.

Anpieltipps

Update:

Wir hosten nun auch die Tracks von Museum.

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