Daniel hat mir am Rande seines Vortrages in Bonn kürzlich ein Exemplar von Entschwörungstheorie. Niemand regiert die Welt überlassen. Ich hatte seinerzeit schon die selbstverlegte Variante gelesen, die ich zwar inhaltlich gut aber stilistisch ein wenig konfus und unredigiert fand. Das ist jetzt deutlich besser geworden, weshalb ich jedem nur empfehlen kann, es auch zu lesen.
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Zum Zwecke der Wertschöpfung sollt ihr alle dieses Buch kaufen, ihr Arschlöcher!*
* Wegen Warenform und Freundschaften: Auf das mir niemand meiner Freunde sagt, ich würde nur mit ihm/ihr wegen Büchern usw.
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Gleich doppelt Interessantes nächste Woche. Am Mittwoch, 24. 5. geht es mit Thomas Ebermann, Rainer Trampert im Buchladen Le Sabot mit ihrem aktuellen Programm »Zu Gast bei Freunden« los. Am Donnerstag, 25.5. dann Daniel Kulla im Rahmen des Open Chaos beim Kölner Chaos Computer Club mit dem Vortrag »Entschwörungstheorie«.
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Daniel Kulla hat seine Broschüre »Wortkritischer Kommunismus« jetzt online. Solange Gesellschaft noch herrschaftsförmig funktioniert, verhänge ich eine Lesepflicht!
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Gestern eher nen flauschigen Tag hingelegt. Um 12:00h den Tag mit Podiumsdiskussion »Sicherheit vs. Überwachung – Videoüberwachung am Beispiel des Congressgebäudes« angefangen.
Dann der Vortrag auf den alle gewartet haben: »Fnord Jahresrückblick«. Angekündigt als »The underreported stories of the year, sorted by bizarreness« und ausgebaut als »was man beim aufmerksamen ›Spiegel Online‹-Lesen auch erfährt«, brillierten die beiden Halbgötter: man ätzt herum, schafft wohlbekannte Bilder und überlässt die implizite Deutung – die eigentlich keine ist – dem Publikum. Es war zu widerlich …
Nicht ungewollt dem entgegengesetzt folgte danach Daniel Kulla mit »Entschwörungstheorie«; einer gut gemachten Analyse verschwörungstheoretischem Unfugs, der ja nur allzu sehr in der Phase zuvor – Stichwort »Fnord« – zu Nachte trat. Kulla ist erfrischend witzig und prägnant. Zwar für mich nicht sonderlich viel Neues aber eben sehr offensichtlich wichtig. Das »wichtigste deutschsprachige Weblog™«, Spiegel Online, konnte sich auch nicht verkneifen über den Vortrag zu berichten. Dass der Schreiberling dabei die Hälfte nicht verstanden hat, ist dabei nicht verwunderlich: das gehört bei diesem Blog™ ja dazu.
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Mit komfortablem Nachtzug angereist, gutes Hotel gewählt, Hanno berichtete. Heute einige nette und einige weniger nette Vorträge genossen. Nett war Piratbyrån, eine schwedische Organisation die offensiv für die Handlung des Kopierens beliebiger Inhalte eintritt. Einige Zuhörer waren zu spießig, sowas »kann man« – in Deutschland – »nicht fordern«. Julian findet das natürlich auch, Hanno nicht. Joi Ito habe ich leider verpasst. Spannend auch der Votrag von Bert Bos zur Weiterentwicklung der Webstandards v.a. mit Fokus auf mobilen Endgeräten. Geile CSS-Hackereien kommen da auf einen zu, u.a. die Neuerfindung der Tabelle als Layoutelement. Nur diesmal »in sinnvoll«. Mehr wird nicht verraten, ihr wisst schon, Akkumulation von kulturellem Kapital und so. Langweiliger Vortrag von Attac (genauer: Oliver Moldenhauer, Julian Phinn), typisches WTO-Einführungsdingsda. Substanz– und folgenlos.
Richtig ätzender Talk zu »We lost the war«: angelegt als Realitätsabgleich für Hacker, ausgebaut als Wettbewerb der Vollidioten, deren politisches Verständnis den Begriff Verständnis veräppelt. Ich bin geneigt zu sagen: »Hacker bleib’ bei deinen Rechnern«. Aber dazu gleich mehr.
Ansonsten wichtig: Daniel Kulla live und in Farbe kennen gelernt. Aufklärerischer Fixpunkt zum regelmäßigen Lästern.
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