When it comes to reading I’m coming from a different corner: I read a lot of philosophical books from philosophers like Adorno, Marcuse, Marx before I really started reading tech books. These books are hard to read, especially the works of the Frankfurt School are notorious for their specific language which is sometimes hard to decipher. Tech books are exactly the opposite: while there are entertaining technical writers with a good style a lot use a pretty common and dry vocabulary – which is a good thing. The thing is, you don’t really need to read tech books.
Novels, philosophical – and more general humanistic – works are much harder. They often transport semantics in metaphors you don’t get when just reading. You have to read a sentence more than once to get it. But when you read a book about Design Patterns, your favourite book on PHP or something similar non-algorithm related you can just scan the book for news, read and understand the code samples and go on, page per page. Scan through the page, take notes but just note what’s new to you. If it is a reference, mark the important parts with stickers. Ignore the rest, remember, don’t read, just scan.
Additionally technical books tend to have a foreword and a foreword for the second edition and a forward for the third edition and a lot of testimonials attesting how good this book is (hey, I already purchased it, don’t sell it to me again). So the real content starts at page 40. Excluding white pages the book that was 400 pages long might shrink to 300 pages. If you need 30 seconds per page that means you can read the book in two and a half hours. And 30 seconds per page a a pessimistic estimation. With this technique it is possible to read a technical book in a day without stress and totally relaxed in a week. That means you could read 52 tech books a year. I’m lame, I just read scanned around 20 last year.
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Wie unauffällig angekündigt habe ich mich entschieden, mich nicht länger dem Trend des Podcastings zu verschließen.
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Wieder zum ersten mal seit einigen Jahren, vermutlich so um die fünf herum, lese ich wieder einmal »normale« Bücher. Und es ist – unglaublich. Ich genieße es. Wer mich kennt weiß, wie sehr ich das – von mir immer als sinnfrei bezeichnete – erkenntnislose Lesen verabscheue. Gerade verschlinge ich förmlich Kriminalromane von Henning Mankell. Erstmalig wieder dieses Genre seit »TKKG«, »Drei Fragezeichen« oder »Pizzabande«. Sie sind deswegen angenehm zu lesen, weil sie auch dem anspruchsvollen Leser keine sprachlichen Bösartigkeiten zumuten, sie sich nicht in der Schlichtheit ihres Genres suhlen, sondern vielmehr selbiges zu sprengen gesuchen. Sie sind Sozialreportage, Naturbeschreibung und – ganz nebenbei – auch noch extrem spannende Kriminalroman.
Trotz meiner Affinität zu den literarischen und musikalischen Entwicklungen im Wien der frühen 20er Jahre des letzten Jahrhunderts, bin ich mit den Künstlern, die sich lieber mit Pinsel und Farbe betätigten nie warm geworden. Diese Abstraktion von Kunst, blieb meinem kleinen Verstand immer verschlossen. Ich finde sie ästhetisch faszinierend aber niemals erregend schön. Ich stehe auf realistische Malerei, nicht kitschig, aber realistisch. Ich mag jene Künstler, die den Schmutz der Straße in ihre Bilder aufnehmen, die Straße aber erkennbar lassen. So ähnlich geht es mir mit den Wallander-Krimis, sie sind realistisch, sprachlich nicht unterbelichtet aber bieder und sehr angenehm.
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»Etwa zur selben Zeit, da der WDR sich anschickte, den Nahostkonflikt zu lösen, hielt der ehemalige französiche Ministerpräsident Michel Rocard, ein Sozialist, eine Rede in der Alexandrina-Bibliothek in Alexandria, in der er die Grtündung eines jüdischen Staates eimen ›historischen Fehler‹ nannte.« Henryk M. Broder: »Der ewige Antisemit – Über Sinn und Funktion eines ständigen Gefühls«
[via »Störgeräusche im Supermarkt«, .Chrdop und besserezeiten ]
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»Ein Volk wartet auf seinen Untergang«, so titelt die Seite zum Film der Untergang. Der Führer in seinem Bunker, seine Sekräterin Traudl Junge, Frau Goebbels, der SS-Arz Schenk und Speer, Architekt der architektonischen Monstranz sind die Plotfiguren. Im web-cam Stil werden die letzten Tage im »Führerbunker« auf die heimische Mattscheibe bzw. die Kinoleinwände gebannt. Man sieht einen Onkel Adolf, der weint, eine Traudl Junge, die symbolisch für das unschuldige, das unbefleckte Deutschland steht und einen Albert Speer, der ebenso als Mann des Zweifels, Mann des Gewissens und Mann der großen Taten historisiert wird. Also ein wunderschöner Plot um den Deutschen, die ja angeblich so munter alles verrabeitet haben und heute mit Vorliebe Vergangenheitsbewältigung als Exportschlager präsentieren, ihren Führer mal »ganz anders« nahe zu bringen. Pädagogenkino par excellence.
Das Feuilleton stritt sich v.a. ob man dies dürfe: darf man deutsche Geschichte schon so zeigen oder ist es vielmehr angebracht, sich den alten, belehrend-pädagogischen – und zugleich nicht weniger revisionistschen – Stil beizubehalten, um seine Zuschauer nicht abzuschrecken. Eines sei vorweg genommen: das Experiment ist geglückt. Der Untergang zählt zu einem der meistbesuchten Filme und dient als Beweis deutscher Läuterung im Ausland.
Das es mit dieser Läuterung nun nicht ganz so weit her ist, dass versuchen verschiedene Autoren in dem Buch »Filmri:ss« herauszuarbeiten. Der Film wird unter künstlerischen, gesellschaftlichen und geschichtspolitischen Gesichtspunkten auseinandergenommen. Thomas Nöske analysiert den Film als künstlerisches Werk und attestiert der deutschen Befangenheit, die Kontemplation, die Schoppenhauer als signifikantestes Charakteristikum eines Kunstobjekts ausmacht, nicht herstellen zu können. Der Film ist, so Nöske weiter, für eine Dokumentation zu seicht und für einen Kunstfilm zu befangen. Jan Weyand geht im Kapitel »So war es!« der Frage nach, in wieweit dieser Film der derzeitig immer üblicher werdenden Umdeutung deutscher Geschichte als Geschichte der deutschen Opfer in die Hände spielt. Alexander Ruoff hingegen betrachtet das Bernd-Eichinger-Machwerk in der popkulturellen Traditionslinie und analysiert zugehörige Diskurse. Birgit Schmidt lässt das Verquere mit der Betrachtung der Nazi-Frauen als willenloses, emotional geleitetes Subjekt beginnen und deutet diesen cineastische Untergang als eingebetteten Versuch, über den Umweg der »symphatischen Nazi-Frau«, Unpopuläres in das Bedürfnis nach nationaler Identität einzubinden.
Dieses wirklich bunte Sammelsurium an Meinungen, Betrachtungsweisen und auch unterschiedlichen Schlüssen macht das Buch, das mehr einer Textsammlung gleicht, so spannend zu lesen. In jedem Kapitel überraschen den Leser wieder andere Gesichts- und Schwerpunkte.
Den insgesamt positiven Eindruck trüben die vielen Tippfehler, eine weitere Korrektur hätte sicherlich gut getan. Ebenso wirkt Buch teilweise mehr wie ein Plot denn ein fertiges Buch. Zu viele Gedankengänge sind scheinbar nur angelegt und unvollendet. Wer dennoch einmal Geistreiches über diesen Film lesen möchte, sollte zugreifen.
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<img src=”/img/victor_klemperer-tagebuecher.png” alt=”“ align=“right” />Victor Klemperer – Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten
Die Bundeszentrale für politische Bildung bietet seit dem 14.3.2005 alle Tagebücher Victor Klemperers in gedruckter Fassung an. Gegen eine Schutzgebühr von 6€ + einer Versandgebühr von 4,60€ sind die als Taschenbuch vorliegenden Exemplare zu haben.
Die Tagebücher sind ein imposantes Zeitzeugnis und exemplarisieren die Frage des Deutschtums an eben Victor Klemperer. Als deutscher Jude, assimiliert bis zur Selbstvergessenheit, verliert er nach und nach all sein Hab und Gut, seine Freunde und dann schlussendlich auch noch das was ihm als rettender Gedanken bleibt: sein Glaube, dass “das” nicht deutsch sein könne.
<img src=”/img/corinne_maier-die_entdeckung_der_faulheit.png” alt=”“ align=“left” />Corinne Maier – Die Entdeckung der Faulheit
Nun geht es etwas leichter beschwingt weiter: eine Politologin in den Diensten der EdF ruft zum Hochverrat an den Ideen des modernen Kapitalismus auf. Flexibilisierung ist Terror, Firmenkultur ein Oxymoron, -ethik ebenso. Sie ruft zur aktiven Distanzierung von der täglichen Schinderei ein. Ein oberflächliches Buch, dass aber durch sein Nichtbeharren auf theoretischer Analyse möglicherweise weite Verbreitung finden könnte.
<img src=”/img/theodor_adorno-dialektik_der aufklaerung.png” alt=”“ align=“right” />Theodor Wiesengrund Adorno, Max Horkheimer – Dialektik der Aufklärung
Dieses Buch ist ein Standardwerk der kritischen Theorie. Ein Konglomerat von Notizen, Anmerkungen und Zwischenbemerkungen: ein philosophisches Fragmentarium. Begriffsbestimmung, bürgerliche Traditionen in der griechischen Mythologie, Kritik der Kulturindustrie und nicht zu letzt der noch heute wegweisende Aufsatz Elemente des Antisemitismus. Unbedingt lesen!
“Aber es gibt keine Antisemiten mehr… Sie reagieren nicht sowohl ursprünglich gegen die Juden, als daß sie eine Triebrichtung ausgebildet haben, die erst durch das Ticket das adäquate Objekt der Verfolgung empfängt… Nicht erst das antisemitische Ticket ist antisemitisch, sondern die Ticketmentalität überhaupt. Jene Wut auf die Differenz, die ihr teleologisch innewohnt, steht als Ressentiment der beherrschten Subjekte der Naturbeherrschung auf dem Sprung gegen die natürliche Minderheit, auch wo sie fürs erste die soziale bedrohen.”<img src=”/img/sarah_diehl-brueste_kriegen.png” alt=”“ align=“left” />Sarah Diehl (Hg.) – Brüste kriegen
Theodor Wiesengrund Adorno, Max Horkheimer – Dialektik der Aufklärung
<img src=”/img/niemand_kann_seinem_schicksal_entgehen.png” alt=”“ align=“right” />Studentischer Sprecherrat der Uni München – “Niemand kann seinem Schicksal entgehen”
“Kritik an Weltbild und Methode des Bert Hellinger” heißt das Buch im Untertitel und damit ist eigentlich auch schon alles gesagt. Bert Hellinger, das ist dieser Psychopapst, der am liebsten Familien aufstellt – aber auch nicht vor ganzen Nationen, Völkern, etc. zurückschreckt – um sie ihrer natürlichen Ordnung wieder zuzuführen. Dass in dieser Ordnung die Männer über den Frauen stehen, die Erst- über den Zweitgeborenen usw. ist sicherlich auch ein praktisches Nebenprodukt seines Stuss’. Als aufrechter Katholik allemal. Zudem sind für ihne die angeblichen Aggressionen Israels gegen die Palästinenser “verinnerlichter Naziduktus”.
Wissenschaftlich fundiert schildert dieses Buch Hellingers Wahnsinn aus verschiedenen Perspektiven: ideologisch, substantiell und materiell wird seine Lehre zerpflückt bis nichts mehr übrig bleibt als das was Hellinger ist: ein gewöhnlich Rassist, Antisemit mit ganz gewöhnlichen Vorurteilen und Ressentiments.
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Er ist’sIch weiß das Mörike ein bisschen kitschig ist aber irgendwie mag ich das Gedicht noch immer sehr gerne. Und nein, mit “Frühlingsgefühlen” ist hier nicht gemeint, dass ich verliebt bin, sondern vielmehr diese phänomenal gute Laune die sich gerade bei mir breit macht. Grund: Ferien, wundervolles Wetter und wundervolle Musik (mal wieder R.E.M.)…Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!
Eduard Mörike
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Vor einigen Tagen habe ich gemeinsam mit Hanno Böck den Film Route 66 – ein amerikanischer Alptraum angesehen. Dem Blogartikel ist nichts hinzuzufügen.
Viel interessanter dann heute der Film CH7, der wirklich erste Film unter einer freien Lizenz (naja, in jedem Fall so ein bisschen frei). Der Film manifestiert die adornitische Erkenntnis
“…in dem lückenlosen Gefüge der Verdoppelung der Realität durch die technische Apparatur des Films wird jede Intention, und wäre es selbst die Wahrheit, zur Lüge.”in der doppelt absurden Form der cineastischen Reinkarnation. Also die Kritk vermittelt sich durch das Kritisierte.
Minima Moralia
Story:
Der Film beginnt mit einer Szene in der zwei Bewerber einer Schauspielschule innerhalb des konkurrierenden Prozesses unterliege, sprich: nicht angenommen werden. Die weibliche Protagonistin tritt hieraufhin eine Stelle als Mädchen für alles bei einem Fernsehsender, CH7, an. Frustriert über die Verfasstheit der Medienwelt und ihrem Job hierin, beschließt sie, gemeinsam mit dem anderen “Durchgefallenen” einen Film zu drehen. Hinzu kommt einer ihrer Freunde, notorisch pleite und mit strafrechtlich eher gräulicher Weste bekleidet, welcher das Trio komplettiert. Aufgrund der fehlenden Finanzmittel und eines missglückten Versuchs, dieses Problem durch einen Besuch an der Quelle, einen Banküberfall, zu lösen, stiehlt die Hauptdarstellerin (Tina, gespielt von Denise Meilli) eine Kamera des sie beschäftigenden Senders CH7. Damit beginnen die drei ihr krudes Filmprojekt. Nun beginnt der weiter unten genauer ausgeführte Film im Film. In Ermangelung eigenen Personals werden die Darsteller des Film jeweils, Szene für Szene, rekrutiert. Und dies mit Teils obskuren Mitteln. So wird ein nicht genauer spezifizierter Besuchers einer zur medialen Selbstbeweiräucherung angelegten Veranstaltung unfreiwillig der filmischer Mörder der Leaderin einer klassisch-nervigen Girlieband. Die Antizipation des Endes würde dem Film sein Geheimnis und somit sogleich auch seine Intention rauben. Schaut ihn euch doch einfach selber an.
Der Film, dessen erweiterter und formulierter Kontext die Frage des Widerspruchs zwischen Kreativität und Konsum ist löst diese Frage gleich doppelt absurd auf. Darsteller des Film sind zugleich Vermittler und Ziel der eigenen, in sich vermittelnden Kritik. Das cineastische Werk erlaubt sich hierbei viele hübsch verwendete Anleihen an Goethes Faust (Film im Film, vgl. Szene Walpurgisnacht, Faust I, Theater im Theater) und dem klassischen
“Habe ach nun hier Juristerei und MedizinDies macht den Film sehr reizvoll. Hinzu kommt die politische Intention der Macher des Films, welchen damit eine Intervention in die Debatte um Copyrights, Patente u.ä. gelingen wollte.
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!”
Johann Wolfgang v. Goethe, Faust I, Szene Nacht
Macht weiter so!
Schließen möchte ich, wie so oft, mit den Worten meines Hausgotts Adorno, welche ich recht passend finde und dem Film anhein stellen möchte:
“Der totale Zusammenhang der Kulturindustrie, der nichts ausläßt, ist eins mit der totalen gesellschaftlichen Verblendung. Darum hat er mit den Gegenargumenten so leichtes Spiel.”
Theodor Wiesengrund Adorno, Minima Moralia, S. 275
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<a href=“http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3518287826/lblogmenostro-21”><img src=”/img/adorno-studien_zum_autoritaeren_charakter.png” alt=“Booklet: Theodor W. Adorno – Studien zum autoritären Charakter” align=“left” /></a>Ein nettes Weihnachtsgeschenk war das hier zu sehende Buch. Ich hatte dieses vor ca. 2 Jahren schon mehrmals gelesen und fand es nun notwendig, es auch fürs eigene Bücherregal zu besitzen. Da ich es nicht leiden kann, Bücher ungelesen wegzulegen, lese ich nun das Buch zum wiederholten Male. Es ist weiterhin extrem spannend zu lesen, eine der besten soziologischen Studien dich ich kenne. Interessant eben, dass man immer neues entdeckt, was einem beim zuvorigen Lesen nicht auffiel. Sätze wie die Definition des Begriffs der Ideologie sind so unglaublich klug und punktgenau, das sie mich immer wieder vor der Genialität eines Adorno erzittern lassen:
“…der Terminus der Ideologie steht für ein System von Meinungen, Attitüden und Wertvorstellungen – für eine Denkweise über Mensch und Gesellschaft…” Theodor Wiesengrund Adorno
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