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Suizidal 0

Die GWUP, die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Erforschung von Parawissenschaften, plant kommenden Samstag massenweißes Homöopathie-Pillen-Geschlucke. In München wird auch geschluckt.

(via Kristian Köhntopp)

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Die alten Griechen als Chefmystiker 0

»Nein, nicht einmal die alten Griechen haben, wenn sie von dem Merkur gesprochen haben, diesen physischen Körper gemeint, sondern die Gesamtheit der geistigen Wesenheiten dieses Körpers. Geistige Welten, geistige Wesenheiten waren es, wovon man sprach, wenn man in den Stätten der Erkenntnis, sagen wir, das Wort Merkur aussprach. Es waren die Worte aus: Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn, und indem sie in den verschiedenen Sprachen solche Worte aussprachen, bezeichneten sie eine Stufenfolge von geistigen Wesenheiten.«
Rudolf Steiner, »Geistige Hierarchien und ihre Widerspieglung in der physischen Welt«

Offenbar hat Steiner eine ganz besondere Abneigung gegen Archimedes. Jedenfalls schickt er sich in der Ungezogenheit des rotznasigen Bengels an, ihn und die Kollegen seiner Zeit zu esoterischen Spinnern herabzuwürdigen. Jenseits dessen, dass die moderne Physik Archimedes selbstredend längst um Längen verbessert hat, so bleiben seine Leistungen davon unbenommen.

Offenbar wird hier das verquere Geschichtsbild Steiners und seine Anhängerschaft für den verbrämten Mystizismus. Nacherzählen ließe sich das folgendermaßen: Es gibt Menscheitsgeschichte vor und nach Atlantis; die mystische Wissenschaft und das Wissen um Geisterwesen, Energien und was da sonst noch so herumfahren soll und Geschichte nach Atlantis; der angeblich kalte Materialismus, der nichts weiter betrachtet als die Materie. Nicht dass Steiner hier zum Positivismuskritiker würde, nein, er wird zum Mystiker, der keine Kategorie für Erkenntnis mehr kennt, außer das muntere Raten.
Man könnte ebenso anmerken, dass es, mit Verlaub, keinerlei Hinweise auf ein historisches Atlantis jenseits der Sagenwelt gibt und dass an diesem Punkt die gesamte Wahnphantasie zu brechen beginnt. Aber wer will denn schon so pendantisch sein.


Nur eins noch: Da nach Steiner die direkten Nachfahren der Atlantiker die Germanen sind, die jenes Bewusstsein von den höheren Wesen in sich schlummern haben, müssen sich diese zwangsweise gegen den »kalten Materialismus« und seine Einrichtung der Welt – die Moderne – zu Wehr setzen. Was sie bekanntlich ja auch taten.

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Buddha, Jesus und der ganze Rest 4

Zum Zwecke der Belustigung und weiterem Gewühle im Steiner-Schlamm »Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt« besorgt. Die angebrachte Häme gegen den Begründer der Anthroposophie und ihre heutigen Apologeten wird hier in Form von Zitaten und Erleuterungen zu finden sein. Normalerweise entfällt zweiteres, der Unsinn ist so offensichtlich, dass die einzig reife Leistung beim Lesen nicht ist, den Inhalt zu begreifen, sondern genau dies nicht zu tun.
Gleich zur Anfang, erstes Kapitel, Transkription eines Vortrags am 12. April 1909 in Düsseldorf, wie die Abschrift bemerkt: »nachmittags«. Lang, -weilig und bräsig schleppt sich Steiner von These zu These, die, wie so üblich in religiösen Büchern, keines Belegs bedürfen und führt dies nach einigen Seiten in folgender Hauptthese zusammen, die eigentlich nur als Stilblüte zu begreifen ist:

(...)»Oh, in den Höhen des Daseins, wo wir sie aufsuchen müssen, die Sphären der geistigen Hierarchien, da heißt es nicht: Buddhismus gegen Christentum, Christentum gegen Buddhismus, da reicht Buddha dem Christus und der Christus dem Buddha die Hand.(...)«
Ob der Handschlag folgenlos blieb oder ob Christus und Buddha welthistorisch als dicke Freunde zu betrachten sind und wie sich das mit der leichten Nichtparallelität ihrer Lebenszeiten verträgt, beantwortet Steiner nicht.

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Dreizehn Jahre Waldorfschule - Ein Resumé 104

Update: Ich kann aus Zeitgründen nicht auf alle Kommentare eingehen, die hier eintreffen, stelle aber gerne das Forum für eine rege Diskussion. Grundformen der Höflichkeit bitte ich zu beachten, das Web ist schließlich keine Toilette, ebenso wie wenigstens der Versuch unternommen werden darf, eine kohärente Argumentation zu verfolgen. Kommentare jener Autoren, denen diese Fähigkeiten vollständig abgehen, werden – nunja – nicht freigeschaltet. This’ my turf.

Nun sind sie also vorbei, die dreizehn Jahre, in denen ich eine Schule besuchte, deren geistigen Vater ich verachte, seit ich das Denken lernte und deren politische und weltanschauliche Implikationen ich seit diesem Zeitpunkt kritisiere.


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