Gestern eher nen flauschigen Tag hingelegt. Um 12:00h den Tag mit Podiumsdiskussion »Sicherheit vs. Überwachung – Videoüberwachung am Beispiel des Congressgebäudes« angefangen.
Dann der Vortrag auf den alle gewartet haben: »Fnord Jahresrückblick«. Angekündigt als »The underreported stories of the year, sorted by bizarreness« und ausgebaut als »was man beim aufmerksamen ›Spiegel Online‹-Lesen auch erfährt«, brillierten die beiden Halbgötter: man ätzt herum, schafft wohlbekannte Bilder und überlässt die implizite Deutung – die eigentlich keine ist – dem Publikum. Es war zu widerlich …
Nicht ungewollt dem entgegengesetzt folgte danach Daniel Kulla mit »Entschwörungstheorie«; einer gut gemachten Analyse verschwörungstheoretischem Unfugs, der ja nur allzu sehr in der Phase zuvor – Stichwort »Fnord« – zu Nachte trat. Kulla ist erfrischend witzig und prägnant. Zwar für mich nicht sonderlich viel Neues aber eben sehr offensichtlich wichtig. Das »wichtigste deutschsprachige Weblog™«, Spiegel Online, konnte sich auch nicht verkneifen über den Vortrag zu berichten. Dass der Schreiberling dabei die Hälfte nicht verstanden hat, ist dabei nicht verwunderlich: das gehört bei diesem Blog™ ja dazu.
Mehr dazu:
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Gerade in »Collateral Damage« gewesen, spannend waren die Ausführungen Peter Eisentrauts zu SPF (»Don’t use it«). Bin allerdings vorzeitig gegangen, weil ich noch einen Rest von Fuzzy Democracy mitbekommen wollte. Das war mal wieder ganz großes Kino, zwei Damen haben auch mal was von direkter Demokratie gehört und sich dann gleich mal an die technische Umsetzung gemacht. Alles schön und gut, aber: Form und Inhalt gehören zusammen. Auch in einer direkten Demokratie können Entscheidungen falsch ausfallen. Dass sie sich ansonsten zu Verantwortlichkeit für Entscheidungen und der Einbeziehung von Leuten wenig Gedanken gemacht haben ist schade, fällt es doch sogar hinter meine anarchistischen Bekannten, deren Thesen ich eigentlich immer seltener Teile, zurück.
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Mit komfortablem Nachtzug angereist, gutes Hotel gewählt, Hanno berichtete. Heute einige nette und einige weniger nette Vorträge genossen. Nett war Piratbyrån, eine schwedische Organisation die offensiv für die Handlung des Kopierens beliebiger Inhalte eintritt. Einige Zuhörer waren zu spießig, sowas »kann man« – in Deutschland – »nicht fordern«. Julian findet das natürlich auch, Hanno nicht. Joi Ito habe ich leider verpasst. Spannend auch der Votrag von Bert Bos zur Weiterentwicklung der Webstandards v.a. mit Fokus auf mobilen Endgeräten. Geile CSS-Hackereien kommen da auf einen zu, u.a. die Neuerfindung der Tabelle als Layoutelement. Nur diesmal »in sinnvoll«. Mehr wird nicht verraten, ihr wisst schon, Akkumulation von kulturellem Kapital und so. Langweiliger Vortrag von Attac (genauer: Oliver Moldenhauer, Julian Phinn), typisches WTO-Einführungsdingsda. Substanz– und folgenlos.
Richtig ätzender Talk zu »We lost the war«: angelegt als Realitätsabgleich für Hacker, ausgebaut als Wettbewerb der Vollidioten, deren politisches Verständnis den Begriff Verständnis veräppelt. Ich bin geneigt zu sagen: »Hacker bleib’ bei deinen Rechnern«. Aber dazu gleich mehr.
Ansonsten wichtig: Daniel Kulla live und in Farbe kennen gelernt. Aufklärerischer Fixpunkt zum regelmäßigen Lästern.
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Who of my appreciated readers will stay on the 22C3 in Berlin this year. Please post a way to contact you. Maybe we can find a moment to meet one another.
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