Travis ist ja klassische Fahrstuhlmusik. Läuft so runter, kann man hören, muss man aber nicht. Eben Phil Collins für Leute mit Geschmacksdünkel. Ganz in dem Stil ist auch das neue Album »The Boy With No Name« gehalten. Es läuft so runter, ist süffig, ohne große Überraschungen. Ein Gin Tonic eben. Schmeckt überall gleich mittelmäßig, kann man aber gut trinken und sich darauf verlassen, dass er – nunja – wie immer schmeckt. Travis würde zur Kohl-Ära und seinem »Keine Experimente«-Diktum passen. Nun ist die aber vorbei, Travis hingegen machen weiter Musik. »The Boy With No Name« ist eine langweilige und irrelevante Platte, die ich trotzdem gut hören kann. Sie ist komplett frei von Überraschungen, ein Track wie der andere. Es gibt keine Perlen und keine Enttäuschungen. Gitarre, Vocals, Bass und Drums mischen einen schönen Brei der so klingt, als habe man ihn schon immer gehört. Es gibt – selten genug – kein Stück, dass man empfehlen kann.
Anspruchsvoll ist das nicht, unglaublich schlecht aber auch nicht. Eine der wenigen Platten, bei denen es vollkommen gleichgültig ist, ob man sie hört oder nicht. Innovativ ist aber durchaus anders. Naja, hört sie euch an – oder auch nicht.
[ Disclaimer: mp3.de hat gerade ja die Republik mit Werbeplakaten für das Album zugeklebt. mp3.de ist unsere Partner-Company. Ich schreibe aber über das Album weil es mir gefällt. ]
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