Es ist nicht wirklich einfach, typographisch korrekte Inhalte zu erzeugen und den Prozess des Schreibens nicht allzu kompliziert zu gestalten. Im Folgenden möchte ich einige übliche Fehler vorstellen und wie sie am besten zu vermeiden sind.
Zu Anfang: das Sonderzeichen-Applet
Immer wieder erwähne ich im Folgenden das Sonderzeichen-Applet. Es lässt sich auf üblichen Wege (Rechtsklick auf dem GNOME-Panel, »Zum Panel hinzufügen« anklicken und das Sonderzeichen-Applet auswählen) zum GNOME-Panel hinzufügen. Ein Rechtsklick auf das Applet ermöglicht die Bearbeitung der Einstellungen. Einfach »Hinzufügen« auswählen um eine eigene Serie von Sonderzeichen anzulegen.
Falsche Anführungszeichen
Das Zeichen, dass mit der Tastenkombination Shift+2 generiert werden kann, ist alles mögliche, aber niemals ein korrektes Anführungszeichen. Korrekte deutsche Anführungszeichen beginnen unten und enden oben – wie eine geschrumpfte 96 (danke, Fabian – so die einfache Faustregel. Sie sind mit dem Standardtastaturlayout leider nicht zu erzeugen, nur korrekte englische (AltGr+v und AltGr+b). Eine Möglichkeit ist nun, umgekehrte französische Guillemets zu verwenden. Diese sind per Tastatur zu erzeugen: AltGr+x (öffnend) AltGr+y (schließend). Eine andere Variante, doch noch die konventionellen zu benützen, ist das Zeichenpaletten-Applet im GNOME-Panel. Damit lassen sich beliebige Sonderzeichen per Knopfdruck in die Zwischenablage befördern und sind von dort aus dann komfortabel via Einfügen bzw. der Tastenkombination für selbiges – Strg+v – zu verwenden. Einfache Anführungszeichen sind ein doppeltes Problem, weder in der konventionellen noch in der »französichen Variante« lassen sie sich via Tastatur erzeugen: hier hilft nur das Applet.
Striche: lang, kurz
Einfache Faustregel: der mittellange Strich ist der Gedankenstrich. Außerdem verwendet man in für Mengenangaben u.ä. Details findet man im wunderbar informativen Essay von Gerrit van Aaken, »Typographie im Web – Ein Sonderzeichen setzen«.
Der mittellange Strich kann leider ebensowenig mit der Tastatur erzeugt werden, hier hilft nur das Sonderzeichen-Applet. Der Trennstrich hingegen ist einfachst zu erreichen, einfach die Hyphen-Taste klicken.
Ellipsen und weiter Sonderzeichen …
Eine Ellipse ist eine Satz- oder Wortverkürzung, die durch drei hintereinanderfolgende Punkte dargestellt wird. Diese Punkte sind nun leider keine einfachen Punkte, sondern ein echtes Sonderzeichen. Dieses ist ebensowenig mit der Tastatur zu erzeugen. Zum wiederholten Mal verweise ich auf das Sonderzeichen-Applet.
Ebenso verhält es sich mit dem Multiplikations-Symbol, das auch kein gewöhnliches x (sprich: ix), sondern ein ausgewachsenes Zeichen: ×. Es ist mit Shift+AltGr+, zu erzeugen.
Bessere Ideen
Nun ist das alles nur sehr halbgar, es macht nicht wirklich Spaß, immer wieder das Tippen zu unterbrechen, um ein Sonderzeichen in die Zwischenablage zu kopieren aber derzeitig ist es der einfachste Weg. Eleganter wäre ein angepasstes Tastaturlayout, hierzu einige Ideen.
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xvlun answers:
published on December 12th 2005, 01:25:58 pmwie wäre es wenn du dir einfach eine Xmodmap anlegst in der du deine zeichen deklarierst wie gewünscht. Ich habe mir z.b. weil cih sie oft brauche die greichischen zeichen auf die dritt- und viertbelegung der tastatur gelegt.
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Lars Strojny states:
published on December 12th 2005, 02:25:36 pmJo, an so etwas dachte ich.
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Martin Wegner returns:
published on December 13th 2005, 08:52:56 pmDa du ja jetzt Serendipity hast, gibt es vielleicht was ganz feines (ungetestet bis jetzt): Plug-In Spartacus installieren und dann "Textformatierung: Typografische Anführungszeichen" oder "Sonderzeichen/Erweiterte Buttons für Non-WYSIWYG" – könnten (teilweise) deine Anforderungen erfüllen.
- Martin
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Lars Strojny means:
published on December 13th 2005, 09:00:54 pmNein, leider nicht. Das ist das totale Nonsens-Plugin, braucht niemand und kann nix. Aber trotzdem danke für den Tipp.
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Anonymous says:
published on December 15th 2005, 07:04:59 pmEinfach ein paar Zahlen merken:
[ctrl][shift]2013 –
[ctrl][shift]201a ‚
[ctrl][shift]2018 ‘
[ctrl][shift]2019 ’
[ctrl][shift]201e „
[ctrl][shift]201c “
[ctrl][shift]2026 …
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Lars Strojny responses:
published on December 15th 2005, 07:26:49 pmOh, praktischer Hinweis. Danke!
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mawa replys:
published on December 16th 2005, 07:36:29 pmSchön, dass du dich hier wieder mehr mit Sinnvollem beschäftigst :)
Ich möchte noch anmerken, dass die Ellipse im Fließtext etwas anderes ist als die mathematische Ellipse (die in TeX als \ldots geschrieben wird). Bei letzterer stehen die Punkte etwas weiter, und dazu scheint auch das Ellipsen-Sonderzeichen gedacht zu sein. Ob Textellipsen auch mit weiterer Spationierung zu setzen sind, ist anscheinend umstritten. Galileo meinen z.B., dass nicht, und haben mich dazu angehalten, im Text " ... " statt "\ldots{}" zu setzen.
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Lars Strojny states:
published on December 16th 2005, 07:43:53 pmSoweit ich weiß, stimme ich mit den Göttern der Detailtypographie überein, wenn ich sage »…« statt »...« zu verwenden sei.
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