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Deutsche Ausflüsse 2

»Merkenich bleibt deutsch«, so könnte die Botschaft lauten, unter der sich gerade die Merkenicher Bürger versammeln. Es geht gemeinsam gegen ein Übergangsheim für Flüchlinge. Gemeinsam heißt in diesem Falle: die Nazis von Pro Köln und der Merkenicher Bürgermob. Jenes Übergangsheim ist hoffnungslos überbelegt und birgt sozialen wie ethnischen Konfliktstoff. Arbeitslosigkeit und Prekarisierung sind an der Tagesordnung. Die Bevölkerung fühlt sich in ihrer ruhig-spießigen Vorortsiedlung gestört und kennt eine Lösung: weg damit! Wenn der tumbe Dorfbürger ruft, steht ihm »Pro Köln« gerne zur Seite.
Anstatt sich dafür einzusetzen, dass die Lage in diesen – geschenkterweise grausamen – Heimen verbessert wird, agiert der Mob lieber nach dem Motto »aus den Augen aus dem Sinn« und entblödet sich nicht, mit rechtsextremen Instant-Nazis auf deutsche Bruderschaft anzustoßen.

Links:

  1. Manfred Rouhs, Franktionsgeschäftsführer von »Pro Köln« (IDGR)
  2. Selbiger Grenzdebile bei Wikipedia

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Comments

  1. S. means:
    published on October 4th 2005, 01:08:56 am *

    Ist ja nicht so, als ob ganz Köln das stillschweigend hinnehmen würde.. hängen doch an vielen Stellen Infoplakate und Aufrufe zu Protesten gegen den "BürgerInnenmob", zum Beispiel im Bauwagenplatz "Wem gehört die Welt".

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  2. Lars Strojny responses:
    published on October 4th 2005, 01:50:30 am *

    Würde ich niemals behaupten. Nur ist der Bauwagenplatz soziokulturell nicht wirklich mein Metier, zudem lassen sich papierne Aushänge so schlecht verlinken.

    Reply

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