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Kirchhof schreibt man auch mit K 0

Das ist aber auch schon die einzige Affinität zur Kompetenz, deren Existenz sich Frau Merkel doch ach so sicher ist. Alle schwärmen von seiner Vorschlag zur Steuerreform, längst vergessen der Merz’sche Bierdeckel, jetzt kommt das Kirchhof’sche Fass: alles wird einfach, transparent, bürgernah. Der Traum jedes Mitglieds des Bundes der Steuerzahler.
Die Einkommensteuer soll nicht mehr nach Höhe des Einkommens bestimmt, sondern fix ein Viertel betragen, der Spitzensteuersatz soll auf 25% gesenkt werden, die Ausnahmeregelungen sollen fallen. Eine neoklassische Idee, unternehmer- und – dank des konservativen Kirchhof – familienfreundlich. Auch diese unsoziale Idee soll sozial sein, wie es derzeitig ideologisch in ist. Siehe »PDS.Die Linke« oder auch die Propaganda der SPD, die ihre Wähler links von der Mitte zu mobilisieren versucht.

Die Einkommenssteuer soll also nicht länger als Lenkungs- und Umverteilungssteuer dienen, sondern ganz gleich auf welche Einkommensart erhoben werden. So schön das klingt, ist es eben in der Realität nicht anwendbar. Zusätzlich eben das unerträgliche, typisch konservative Gefasele des Herrn Kirchhof: warum sollen bitte Familien gerade steuerlich begünstigt werden? Warum nicht »Menschen, die mit Kindern zusammen leben«? Das ein steuerfreies Kindergeld »zu erwägen« sei, ehrt Herrn Kirchhof ungemein. Das ein solches in Zeiten knapper Kassen erwägt wird, ist ungemein unwahrscheinlich. Frau Merkel, wenn sie das nächste Mal einen »Experten« suchen, dann achten Sie doch bitte nicht ausschließlich auf eine Dopplung des Anfangskonsonanten. Denn das ist nun wahrlich kein Signum politischer Fähigkeit.

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