The following film review will be in german language, because I’m sure it will bring more linguistic elegance ;)
Zitat von Bernd Wurst nachdem er I, Robot gesehen hatte:
“Es ist zwar Hollywood-mäßig überdreht und Science-fiction-mäßig dargestellt, aber wenn man das mal ausblendet, hast du das, was wir in ein paar Jahen mit TCPA haben”
Nun, gut, dachte ich. Auch wenn ich sonst solcherlei Filme eher links liegen lasse (oder rechts?), den werd ich mir nicht entgehen lassen. Montag ist “Spardägle” im Union-Kino in Ludwigsburg. D.h. relativ wenig Geld für viel Kino oder wenn der Film schlecht ist, ists auch egal, das Kino war nicht teuer. Der erste Schock am Eingang: “Raubkopierer sind Verbrecher”, die unsägliche Kampagne der Filmindustrie. Nun gut, Schock mit einem feinen Bacardi Breezer Lemon (Vorsicht: Flash und erst ab 18 gg) verdaut und dann mutig zur Kasse geschritten. Einen netten Platz ausgesucht und dann rein ins Kino. Da ich glücklicherweise schon zu spät dran war, kaum noch Werbung sondern nur den letzten Spot vor Filmbeginn. Der allerdings war abermals ekelig (“Aber meiner hat den knackigeren Arsch”). Btw: Warum gibt es im Kino eigentlich kein Bacardi??
Der Film beginnt, New York im Jahre 2024. Ein durchtrainierter Will Smith mit offensichtlich größeren Schulterproblemen räkelt sich müde auf der Leinwand und zum ersten mal fällt auf: das Kino hat keinen guten Sound. Auch wenn hier wieder ein Bacardi angebracht gewesen wäre, gab es das selbstredend wieder nicht. Der Film nimmt seinen üblichen Lauf, Will Smith als anachronistischer Cop, der sowieso schon alles vorher wusste, entdeckt das Böse ressentimenthaft in der Technik die den Menschen behilflich ist, Roboter die menschenunwürdige Aufgaben übernehmen und weitere Nettigkeiten. Dann stirbt der Professor, der ihm kürzlich einen neuen Arm schenkte und der Verdacht kommt auf, dass ein Roboter dahintersteckt. Smith enttarnt daraufhin, dass ein Zentralcomputer die Kontrolle über die neue Robotergeneration übernommen hat. Nach einigen kleineren Irrungen steuert er zielsicher auf die Rettung der Welt vor der bösen Technik zu. Das ist dann auch der komplette Inhalt des Filmes und man geht mit dem sicheren Gefühl nach Hause: dieser Film lohnt sich nichtmal am “Spardägle”. Als Aesthetik-Fan ärgert man sich auch über die unterste Qualität der Spezialeffekte. Eine Szene: W. Smith wandelt durch einen Containerwald. Hinter ihm die Ruinen der Golden Gate Bridge. Die Landschaft und mit ihr die Brücke wirken eher wie einen Lucky-Luke-Zeichentrick Kulisse als wie eine gut gemachte Landschaft.
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