Das Appeasement kein richtig sinnvolles politisches Konzept ist, sollte historisch (eigentlich) erwiesen sein. Aber gerade in Deutschland scheint es sich noch nicht herumgesprochen zu haben, dass die Samthandschudiplomatie gegenüber totalitären Staaten eher gar nicht wirkt. Bestes aktuelles Beispiel der Iran. Die EU macht einen Kompromissvorschlag nach dem anderen und der Iran einfach so weiter wie gehabt.
- In einer Woche:
Die EU schlägt vor, dem Iran den zivilen Einsatz von Atomenergie und die Produktion von waffenfähigem Plutonium zu gestatten, beharrt aber darauf, dass das produzierte Plutonium nicht eingesetzt wird. Der Iran lehnt ab.
- In drei Wochen:
Die EU schlägt vor, dem Iran den Besitz von Atomwaffen zu gestatten, will aber gleichzeitig Hauptlieferant der Technik sein. Der Iran lehnt ab.
- In einundeinhalb Monaten:
Der Iran gewinnt mehr und mehr waffenfähiges Plutonium. Die EU fordert, die Atomwaffen nur gegen Israel und die USA einzusetzen, da diese ja wirklich böse seien. Der Iran lehnt ab.
- In drei Monaten:
Die EU schlägt vor, den Iran einfach machen zu lassen, was er will. Der Iran stimmt zu. Auf Europas Straßen feiern die Menschen den Sieg der Diplomatie und wissen einmal mehr: »Wir haben aus unseren Fehlern gelernt, die USA nicht«
[s]So wäre das Szenario[/s]Noch weicher wäre das Szenario, wenn es nach der Linkspartei ginge. Diese macht in ihrer heutigen Presseerklärung deutlich, dass ihnen der Kurs der EU noch viel zu hart ist und dass es – Zitat Presseeklärung – gar nicht darum geht, wie man das Regime im Iran findet. Um was bitte dann?
[ Weiteres: »Welch Geist man rief…« ]
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