/usr/portage

Dreizehn Jahre Waldorfschule - Ein Resumé 124

Update: Ich kann aus Zeitgründen nicht auf alle Kommentare eingehen, die hier eintreffen, stelle aber gerne das Forum für eine rege Diskussion. Grundformen der Höflichkeit bitte ich zu beachten, das Web ist schließlich keine Toilette, ebenso wie wenigstens der Versuch unternommen werden darf, eine kohärente Argumentation zu verfolgen. Kommentare jener Autoren, denen diese Fähigkeiten vollständig abgehen, werden – nunja – nicht freigeschaltet. This’ my turf.

Nun sind sie also vorbei, die dreizehn Jahre, in denen ich eine Schule besuchte, deren geistigen Vater ich verachte, seit ich das Denken lernte und deren politische und weltanschauliche Implikationen ich seit diesem Zeitpunkt kritisiere.

Ich habe zwei Waldorfschulen erlebt, in beiden bot sich ein ähnliches Bild. Beidesmal war die Situation verfahren und – zwar mit unterschiedlichen Schwerpunkten – ähnlich. Mein Artikel wird v.a. die Waldorfschule in Ludwigsburg behandeln, da ich dort zwölf Jahre lang Schüler war. Falls diese irgendwann Rechtsanwälte auf mich losschicken möchten: meine Adresse sollten ihnen ja bekannt sein oder einfach einen whois-Abfrage starten. Das sollten sie ja hinkriegen. Zudem finde ich mich normalerweise im Telefonbuch, also viel Spaß.

Die ersten Jahre…
Die ersten acht Jahre sind sehr, sehr gemütlich. In der ersten Klasse eingeschult, beginnt man zwar sofort Englisch und die zweite Fremdsprache – in meinem Falle Russisch – zu lernen. Von Lernen im eigentlichen Sinne, kann dort keine Rede sein. Man lernt Gedichte und beginnt einfach ein Gefühl für die jeweilige Sprache zu entwickeln. Jeder Tag beginnt mit dem s.g. Hauptunterricht. Die ersten zwei Stunden von 8:00 Uhr bis 9:30h werden acht Jahre lang von ein und derselben Person ausgefüllt. Der s.g. Klassenlehrer. Vorteil hiervon: man hat eine Bezugsperson, einen dezidierten Rhythmus. Der Klassenlehrer unterrichtet in vier- bis sechswöchigen Epochen »Mathematik« (eher: Rechnen), »Deutsch« (eher: irgendwas Schreiben), pseudo-Geographie und »Geschichte« (eher: Märchenstunde). Nachteile dieses Konzepts werden v.a. ca. ab Klasse sechs spürbar. Die Lehrerperson kann inhaltlich nichts mehr bieten, sie ist überfordert und verliert zusehends an Autorität. Der Unterricht wird chaotisch. Meines Erachtens viel zu spät werden naturwissenschaftliche Fächer eingeführt (Chemie in Klasse sieben, Physik in Klasse acht). In Klasse acht beendet das s.g. Klassenspiel, ein von der gesammten Klasse aufgeführtes Theaterstück, die achtjährige Klassenlehrerzeit.
In der ganzen Zeit gibt es keinen Aufklärungsunterricht, Sexualität wird verschwiegen und behindert. Lehrer gehen peinlich-bemüht mit diesem Thema um.

Eurythmie – ein Anachronismus als Charakteristikum
Ein weiterer stetiger Begleiter wird auch in Klasse 1 angelegt: Eurythmie. Beschrieben als in Bewegung transformierte Musik, ist es doch nicht mehr als ein Kotau vor dem großen Gründer Steiner und seiner Wahnwelt. Zudem gibt es noch Heileurythmie: für Schüler, die Probleme haben oder denen Probleme angehängt wurden, gibt es dies. Zwanzig Minuten ist der Schüler dem Heileurythmisten ausgeliefert. Hat Angstzustände, wehrt sich, hat Alpträume etc. Nichts hilft: man muss täglich hin. Heileurythmie wird auch als Druckmittel verwand: wer nicht spurt muss dort hin.

Inhaltliches
Die unterrichteten Fächer sind lächerlich. Die Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung nach diesen acht Jahren sind dürftig, ebenso verhält es sich in den Fächern Mathematik, Geschichte und Geographie. Wer die vier Grundrechenarten und ein bisschen Bruchrechnen beherrscht, hat schon gewonnen (hey, damals war ich richtig gut in »Mathematik«).
Geschichte war zum Davonlaufen: man erzählt von Atlantis, von germanischen Götter- und Heldensagen. Allerdings wird dies nicht als Märchen bzw. Sage vermittelt, sondern als ex-existente Realität.

Money, Money, Money…
Da die Waldorfschule immerzu in Geldnöten steckt, nimmt sie jeden: wer von der Sonderschule fliegt, wer auf der Hauptschule keine Chance mehr hat. Dieser »wir-sind-der-Müllhaufen-für-jeden-Versager«-Habitus senkt das Niveau weiter und setzt die Schüler teilweise völlig durchgeknallten Spackos aus. Dies ist kein Plädoyer für eine Eliteschule aber ein bisschen kann man ja schon darauf achten, welches Schaf man sich ins Boot holt. Ab und an fliegt einer, eine Begründung oder offizielle Stellungnahme erhält man nie. Man erfährt es irgendwie hinten herum.

Die Oberstufe
Ab Klasse 9 wird’s nun ein bisschen seriöser: die Schüler sollen all das können, was sie nie gelernt haben. Das Niveau zieht unverhältnismäßig an. Das Aussortieren, das die Waldorfschule nach Selbstbeschreibung ja gar nicht betreibt, beginnt. Die Klasse trennt sich in Hauptschul-, Real- und Abiturszug. Praktischerweise sind in der neunten Klasse die Schüler ja vierzehn bzw. fünfzehn Jahre. Ein Alter also, in dem Lernen und für die Schule büffeln seeeehr beliebt ist.
In den Naturwissenschaften »nothing new«: Chemie und Physik werden v.a. als visuelles Vergnügungsfach gehandhabt und haben mehr Event- als Lerncharakter. Mathematik zieht deutlich an, verschärft den Selektionsdruck. In Deutsch wird erstmalig so etwas wir Literaturarbeit betrieben. In meinem Spezialfall aber nicht ernsthaft, sondern ebenso oberflächlich. Einziger Lichtblick: Geschichte. Hängt aber mit der Lehrerperson zusammen, die zwar persönlich ein Armleuchter ist aber inhaltlich einiges zu bieten hat. Ein weiteres Problem sind die Mathematiklehrer: in meinem Falle von Klasse 9-11 einen Lehrer, der zwar inhaltlich sehr gut war aber die deutsche Sprache sehr mangelhaft beherrschte. Faktisches Resultat: zwei Jahre kein Mathematik- und Physikunterricht. Oft fragte ich mich, wie eigentlich Lehrer eingestellt werden, also welchem Prüfverfahren ihre Einstellung unterliegt. Wir hatten alles: eine prügelnde Musiklehrerin, einen genialen aber alkoholkranken Dirigenten, eine unfähige Deutschlehrerin, die nichts konnte außer Erörterungen schreiben zu lassen, einen unfairen Geschichtslehrer, der seine Symphatien für Islamisten und seinen antiamerikanischen Vernichtungswahn nur schwer hinter dem Berg halten konnte, ebenso wie seine Unsymphatien für Schüler, die über jeden noch so schlechten Witz das Lachen verweigerten.

Wir sind ja sooo menschlich – Individualität als Heilsversprechen
Die Lehrer gehen ganz individuell auf die Schüler ein. Sie geben individuell Noten, sprich: wer am meisten schleimt gewinnt. Wer das nicht kann – oder nicht will – hat verschissen. Kleine Anekdote: Ich hatte in meiner alten Schule bis Klasse 12 regelmäßig Dreier und Vierer in Geschichte und Deutsch. Fühlte mich dort immer unterbewertet, wechselte die Schule und: tatatata, in beiden Fächern eine Eins im Abschlusszeugnis. Ohne Mehraufwand, denn Mehraufwand ist nicht mein Ding. Ganz großartig geht der individuelle Umgang auch bei der Größe der Klassen. Bis zu vierzig Schüler hocken in einem versifften Unterrichtsraum und genießen die – individuelle – Massenberieselung. Frontalunterricht ist Standard, neuere Konzepte kommen nicht vor. Was man hat, kennt man und was man kennt, hat man.

Quo vadis, Waldorfschule?
Für die Trennung von Schule und Steiner: Ein unverbrähmter Rassist, der sich in seinem Ressentiment suhlt, wie das Schwein im Mist, lässt sich nicht vom Kopf auf die Füße stellen. Steiner und seine Ideologie sind nicht reformierbar.
Um realpolitische Vorschläge zu liefern und als unbezahlter Politikberater zu fungieren: Klassen verkleinern, Eurythmie einstellen (meinetwegen in Verbindung mit einem Sozialabkommen für arbeitslose Eurythmielehrer, denn eines ist klar: eine neue Anstellung finden die nicht). Zudem: Naturwissenschaften ab Klasse 6, ernsthaft und wissenschaftlich. Umwandlung der – teilweise coolen – künstlerischen Gimmicks in Projektunterricht, der im Zeugnis angerechnet wird. Einführung eines verbindlichen Lehrplans (es gibt eine Empfehlung, mehr aber auch nicht) der zu erfüllen ist. Prämien für Lehrer, die in einer Klasse einen außergewöhnlich guten Durchschnitt erzielen. Mehr Transparenz: welches Gremium entscheidet was, wer kungelt mit wem, etc. Noten ab Klasse 1: Zusätzlich zu den mündlichen Beurteilungen, muss es Noten geben. Denn: was für eine Note ist »hat teilgenommen«; oder »hat sich bemüht«?

Danke, schlichtweg
Über die ganzen Jahre, gab es v.a. einen Lichtblick: meine Englischlehrerin. Auffallend »unwaldörflich«, gut gekleidet, Autoritätsperson, ernsthaft und direkt aber immer fair und fördernd. Ihr habe ich meine Englischkenntnisse zu verdanken und ebenso, dass ich den Bartel nicht irgendwann hinschmiss. Sie hielt, trotzdem ich von Klasse 9-11 sicher unerträglich war, immer zu mir. Komischerweise. Zwei weiteren Lehrern sei ebenso gedankt: Herrn Valet und Herrn Dr. Ostertag. Beide schafften es, meine Demotivation durch jahrelange Abstumpfung in den Fächern Geschichte und Deutsch zu durchbrechen. Beide Fächer schloss ich mit Bestnoten ab.

Filed on 17-06-2005, 09:09 under , , , , , , & 124 comments & one trackback

Trackbacks

Trackback specific URI for this entry

  1. Trackback from WEBLOG (/usr/portage)
    posted on December 2nd 2005, 10:12:17 pm SWR-Anfrage wegen Waldorfschulen

    Bezugnehmend auf meine Tiraden über 13 Jahre Waldorfschulzeit hat sich gestern ein netter Herr vom SWR (vorsicht, Reimgefahr) gemeldet und will mich für eine Sendung zum schönen Schein der Waldorfschulen verhören. Gut das die mal jemanden fragen, der

Comments

  1. Max Hansen opines:
    published on September 8th 2005, 03:37:23 pm *

    Hallo lieber Verfasser/liebe Verfasserin

    Es war sehr interesant deine Kommentare von 13 Jahre Walldorfschule zu lesen. Ich habe auch 13 jahre Wladi auf dem Rücken,aber in Finnland.
    Du schreibst von Sachen die auch für mich passiert ist. Der Quatch mit heil-eurythmie und alle diese Weltverbesser-lehrer/innen. Glücklicherweise gab es auch Lehrer wie deine Englisch-lehrer.

    Aber der Story von heil-eurythmie finde ich besonders treffend. Erst mahl nur 20 minuten, aber dann öfter und mehr, weil das vorwärtskommemn nicht gut genig ist…

    Habt ihr andere auch diese Erfahrungen?

    Reply

  2. Magreb responses:
    published on August 11th 2005, 07:39:46 am *

    Was sind sie nur für ein Verräter. Da bemüht man sich dreizehn Jahre um sie, damit anschließend so etwas dabei rauskommt. Pfuii!

    Reply

  3. Dave supposes:
    published on June 19th 2005, 02:19:10 am *

    Hmmm. Ich glaube, dir ist nicht so ganz bewusst, dass der Alltag an einem stinknormalen staatlichen Scheißgymnasium (bzw. Grundschule) nicht besser ist. Ich denke, dass die Waldorfschule viele Vorteile gegenüber der "herkömmlichen" Schule hat. Ich bin kein Waldorfschüler, kenne aber aus der Jungen Waldorfphilharmonie Süddeutschland (ein Projekt des Landesschülerrats der freien Waldorfschulen Baden-Württemberg) sehr viele Waldorfschüler.

    Um mit der Grundschul"bildung" anzufangen: Natürlich lernt man nicht "im eigentlichen Sinne" Fremdsprachen. Das ist auch überhaupt nicht möglich. Das Erlernen von Sprachen setzt einen geistigen Entwicklungsstand voraus, den Grundschüler eben noch nicht haben. Lieber englische und russische Gedichte als irgendwelche seltsamen Versuche, die Zweitklässler englische Aufsätze schreiben zu lassen (kein Witz)!

    Und in welcher verdammten Schule sind Lehrer der Klassen 5-9 bitte Respektspersonen? Nicht nur in der Waldorfschule ist der Unterricht in dieser Zeit chaotisch. Wenn alle brav dasitzen und lernen würden, wäre irgendwas ganz gewaltig faul. Auch wir haben in den Klassenzimmern Feuerwerksraketen gezündet, Tische vollgereihert, Lehrerinnen als dumme Schlampen beschimpft und unsere Entschuldigungen selber unterschrieben. Ich hatte außerdem Chemie erst ab Klasse 9!

    Schlechte Lehrer gibts auch überall. Wir hatten einen prügelnden Musik_lehrer_ und jede Menge andere unfähige Penner. In der Waldorfschule wirds ab Klasse 9 schwer? Bei uns sind in der 9. Klasse einer, in der 10. drei und dieses Jahr nochmal einer gegangen (worden), weil sie’s nicht mehr gerafft haben.

    Wer schleimt, gewinnt – nicht nur in der Waldorfschule. "Sie können nicht Klavier spielen, Frau [Musikleherin]" -> 4 im Zeugnis. Und von großen Klassen kann ich auch ein paar Lieder, Remixes und Medleys singen. Was anderes als Frontalunterricht gabs sowieso fast nicht – was anderes hat aber auch nicht funktioniert! Gruppenarbeit? Gleichbedeutend mit Freistunde!

    Noten ab der ersten Klasse sind meiner Meinung nach auch nicht besonders sinnvoll. Was fängt denn ein kleiner Erstklässler mit einer 4 an, bitteschön? Der realisiert gar nicht, was das überhaupt bedeutet. Seine Eltern sind sauer auf ihn und fordern mehr Leistung – und er hat keinen Plan, worum es überhaupt geht.

    Meiner Meinung nach hat die Waldorfschule (bis auf dieses pseudoreligiöse Sektenzeug – WTF is Heileurythmie ?????? o.O) der normalen Schule einiges voraus.

    Man sollte mal in beide Arten von Schule erlebt haben… Eigentlich ist ein objektives Urteil sonst gar nicht möglich. Es ist irgendwie doch natürlich, dass jeder Jugendliche Schule scheiße findet. Und vor allem seine eigene. .

    David

    Reply

  4. Lars Strojny supposes:
    published on June 19th 2005, 12:14:50 pm *

    Nein, nein, der Vergleich fehlt mir durchaus nicht. Ich kene einige "Nicht-Waldorfschüler".
    Was ich kritisiere ist, dass die Waldorfschule als Privatschule nirgends über das von den Regelschulen gemachte Angebot (positiv!) hinausreicht. Die Eltern berappen einen Haufen Kohle, in der guten Annahme, den eigenen Kindern was schönes zu bieten. Nur: so unterschiedlich ist’s gar nicht.

    Du argumentierst den ganzen Kommentar lang, dies sei dort auch nicht besser usw. Glaub ich dir ja aber dann frage ich mich ,wie du zu deinem positiven Resumee kommst…

    Reply

  5. Dave replys:
    published on June 19th 2005, 02:10:44 pm *

    Na ja, ich fand Sachen wie Vermessungspraktikum, Instrumentenbau und das ganze handwerkliche Zeug (was ja auf dem normalen Gymnasium komplett fehlt) eigentlich cool. Ein ganzheitlicherer Ansatz wäre mir auf den staatlichen Schulen schon lieber; diese pseudo-elitär-wissenschaftliche "Wissens"vermittlung geht mir ziemlich auf die Nerven. Ob jetzt eine Aminosäure, die basisch reagiert, eine, zwei oder siebzehn NH2-Gruppen hat, interessiert mich eigentlich überhaupt nicht :)

    Aber das ist natürlich auch individuell verschieden. Es gibt wahrscheinlich auch gute und schlechte Waldorfschulen, und mancher Waldorfschüler findet 2 Wochen Vermessen in Polen doch scheisse und will lieber Chemieunterricht ^^

    Auf jeden Fall ist der große Vorteil der Waldorfschulen das neunjährige Gymnasium. Wenn man sich nicht so vollständig mit dieser seltsamen Steiner-Philosophie identifizieren müsste, wären meine Geschwister auch auf der Waldorfschule. G8 ist die dümmste Erfindung seit dem A20-Gate.

    David

    Reply

  6. Lars Strojny responses:
    published on June 20th 2005, 04:57:57 pm *

    Wissensvermittlung ist IMHO genau das, was den Waldorfschulen fehlt. Sie vermitteln kein Wissen, sondern max. Halbwissen.

    Vermessungspraktikum: viel bei uns glücklicherweise aus. Hätte auch weniger ein Problem mit sowas wenn a) dadurch anderer Unterricht nicht wegfallen würde und b) mehr Wert auf die Verknüpfung mit dem "Kopf"-Fach – in diesem Falle eben Mathe – gelegt werden würde.

    Reply

  7. miriam returns:
    published on July 16th 2006, 07:58:54 pm *

    hallo lars,
    ich war selber bis zur 10ten auf der Waldorfschule in Ottersberg (ldk.niedersachsen)Seit 5 Monaten bin ich auf eine Real-Schule gewechselt! Das war eine sehr gute Entscheidung. Zwar ist das alles sehr schwer, vorallem in Mathematik, Deutsch Physik und Chemie.Ich bin sehr sauer auf die W.Schule, weil ich einfach viel zu wenig kann. In Chemie und Physik ist mir so gut wie alles unbekannt und mMthematik kann ich erst recht nicht. Ich finde das sehr problematisch. Klar hätte ich mehr lernen können von mir aus, aber wie hätte ich merken sollen das mir so viel fehlt? ich denke die Waldorfschule hat dann nur einen sinn wenn man bis zur 12 oder 13 bleibt. ein wechsel ist gerade zu unmöglich, es seiden man lässt dies schon im 5 schuljahr geschehen.Im übrigen sehe ich keinen Pädagogischen sinn in der W.schule wie sie ja immer vorgibt! diese schule ist oberflächlich und hat garnichts mit dem inneren zu tun. die lehrer kümmert es einen dreck wie es in dem Inneren der lieben kinderlein aussieht! ich finde das alles sehr falsch. da sind die lehrer in der Staatlichen Schule um einiges besser. Ich sprech da ja von erfahrungen! ich habe beide schulen erlebt und kann deshalb auch gerechtfertigt urteilen^^. ich kann nur ausdrücklich warnen die meißten lehrer haben noch nicht einmal eine schulische reife die ein lehrer braucht das heißt eigtl. könnte jeder unterrichten. bei uns waren meißtens nur die letzten spinner auf der schule als lehrer eingestellt.Auch waren mir die vorurteile sehr unangenehm zb. das W.schulen rassistisch sind oder man ein bonze ist, oder ein hippi,und alle nur kiffen oder zu vergleichen mit sonder-und hauptschulen. da ich eigtl. garnicht in das W.schulen chema passe (äußerlich und innerlich) bin ich froh das ich weg bin! eins noch: im Großen und Ganzen würde ich die W. schulen ganz einfach in zwei worten beschreiben: weltfremd! man solle sich mal vorstellen eine strenge musliemin würde in eine schulklasse dort kommen oder ein anderer ausländer, keiner der kinder würde damit klar kommen! man kennt es einfach nur in wolle gewickelt zu werden. ich finde das schlimm.Natürlich haben vielleicht auch Waldorfschulen für manche schüler vorteile aber ich sehe keine! und mein halber Freundeskreis war auch auf einer W. schule und klagen über das gleiche. ich finde das unglaublich das diese schulen existieren dürfen wenn sie lehrer mit hauptschuleabschluss einstellen. Für mich unvorstellbar. aber diese seite ist super:-D würde mich auf rückmeldung freuen lg miriam

    Reply

  8. katy supposes:
    published on November 10th 2009, 07:43:17 pm *

    hallo.ich bin froh auf diese seite gestoßen zu sein.ich bin grad am recherchieren über die w-schule,da ich mein kind umschulen möchte.er kommt auf grund des großen drucks in der 1.klasse immer nervlich fertig nach hause.er ist ein guter schüler(soweit man das nach 3,5mon.sagen kann),es fällt ihm nicht schwer,er braucht auch nicht üben.aber nachdem was ich von euch gelesen habe,werde ich die wschule aus meinem gedächtnis streichen.vielen dank.
    lg katy

    Reply

  9. Anette reckons:
    published on April 6th 2011, 02:22:51 pm *

    Hey, mir geht’s ähnlich. Würde meinen Sohn gern in eine andere Schule geben, da er sich dort(1.Klasse)sehr unwohl fühlt, und oft die Teilnahme am Unterricht verweigert, schulisch lt Lehrerin aber zu den Besten gehört. Aber nach diesen comments von Insidern bin ich davon ab. DANKE

    Reply

  10. Sonny returns:
    published on September 4th 2010, 02:30:24 am *

    Hallo zusammen,
    vielen lieben Dank für all die detaillierten Beschreibungen… vor allem aus Sicht der Schüler. Es hilft mir sehr bei meiner Entscheidung meinen 3 Jahre alten Sohn doch nicht in den Waldorfkindergarten nach Ottersberg zu schicken.
    Ich bin zwar nicht zufrieden, wo er jetzt ist, aber ich denke, dass ich mich dort noch schwerer tun würde.

    Tolle Seite… denke auch wichtig für Euch als emealige Schüler, dass es nicht nur einem, sondern mehreren von Euch so ging.
    Lieben Gruss und noch mal herzlichen Dank.

    Reply

  11. worker means:
    published on January 28th 2009, 10:40:20 pm *

    Hallo Lars,
    ich darf,zur Zeit, in einer Waldorfschule als ein Eineinhalbeurojobber,meine Zeit verbringen.
    Sowas dient nicht unbedingt dem Gemeinwohl.
    Was hätte Steiner wohl dazu gesagt?
    Vielleicht könntest du in kurzen Worten zusammenfassen,worin, beziehungsweise,woraus seine Idee bestand oder bestehen soll.
    Satzzeichen sind nicht ganz so mein Ding.
    Grüße an Alle!
    Danke für eine Antwort vorab

    Reply

  12. carmen replys:
    published on May 18th 2010, 09:30:37 am *

    Hallo Lars,

    ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen. Ich habe einen Sohn, der die erste Klasse an der Waldorfschule besucht hat. Warum Waldorfschule? Ich wollte ihm einen besseren Start in seine Schullaufbahn ermöglichen. Die Lehrer etc. waren super Nett und das Angebot hatte mir gefallen.

    Es hatte allerdings keine 2 Wochen gedauert, da wurde mir angetragen, mein Sohn sollte sich bitte unnauffälliger kleiden. Er hatte einen Pullover mit Meister Joda an und die anderen Kinder könnten nun vor Angst nicht mehr schlafen! Hääää? Selbst mein Sohn hat sich dann nicht mehr getraut sich das anzuziehen was er gerne wollte, denn er bekommt sonst Ärger!

    Anfangs war er auch total motiviert und hat sich gefreut etwas zu lernen. Aber wie du ja auch sagst, hier wird nicht gelernt. So,er wird immer unkonzentrierter und hat bald keine Lust mehr auf Schule. Dann werden die 1. Klässler von den 9. Klässlern teilweise bedroht und geschlagen. So etwas wie eine Aufsicht gibt es hier nämlich nicht!

    Zu guter letzt wurde mir zwei Wochen vor dem Halbjahr mitgeteilt, dass mein Sohn die Probezeit nicht bestanden hat. Er passt nicht ins Konzept. Ich soll mir also in zwei Wochen eine neue Schule suchen, natürlich mit Hort???

    Nachdem ich das so nicht auf mir sitzen lassen wollte, habe ich mich an den Vorstand gewandt. Ich selber habe 50 Mitarbeiter zu leiten und arbeite in einer Firma mit 1000 Mitarbeitern. In meiner ganzen Laufbahn, habe ich noch nie erlebt, dass jemand gehen muss, ohne dass auch nur ein Gespräch statt gefunden hätte.
    Also kam letztendlich raus, dass ihnen auch nicht gepasst hat, dass ich auf dem Basar nicht mitgeholfen habe.
    Leider war ich fast ein halbes Jahr krank und die Klasslehrerin hatte das auch gewußt. Daraufhin wurde sich entschuldigt und mein Sohn konnte da bleiben.
    Bedingung war er soll doch jetzt mal Heileurythmie machen!
    Er redet nämlich auch des öfteren von einem Fernseher und so etwas wie eine Musikanlage gibt es bei uns zu Hause auch.
    Pfui!! Das müssen wir mal aus ihm rauskriegen! hÄÄÄ??

    So jetzt vor ein paar Wochen, hatten wir wieder ein Gespräch und nun wurde mir mitgeteilt, mein Sohn passt nicht in die Schule und ich habe knapp drei Wochen Zeit etwas neues zu finden.

    Für mich war hier auch klar. Eigentlich kann ich nur froh sein, dass die Entscheidung auch von meiner Seite klar ist.
    Diese Schule hat nichts, aber auch gar nichts mit individueller Förderung zu tun. Ist ein Kind anders und eben nicht weltfremd, wird es einfach ausgeschlossen.
    Und mal ganz ehrlich jeden Tag tanzen und Märchen erzählen, hat nichts mit Schule zu tun. Wir hatten jetzt auch eine Klassenlehrerin die eigentlich Hausfrau war und lediglich Englisch unterrichten sollte.
    Die eigenltiche Klassenlehrerin haben sie auch einfach rausgeschmissen, weil sie neue Ideen hatte und einiges anders gemacht hat, als das was eben nie überdacht wurde.
    Hey Leute ganz ehrlich, ich sehe es genauso, Mißsstände gibt es an jeder Schule.
    Aber ich zahle für diese Waldorfschule ein haufen Geld und erwarte dafür, dass mein Kind eine bessere Förderung bekommt als anderswo. Aber ganz ehrlich, ich rate jedem tut das euren Kindern nicht an.

    Ich habe auch mit den Lehrern gesprochen, dass es für mich echt schwierig wird, jetzt mitten im Jahr einen Platz mit Hort zu finden. Ich bin allein erziehende Mutter und voll berufstätig. Aber was bekomme ich als Antwort? Ich kann meinen Sohn doch zu Hause betreuuen?? Wäre ja nicht ihr Problem. Mal ganz ehrlich, da sind Kinder in der ersten Klasse, die die anderen mit Stühlen an den Kopf schlagen, Eigentum zerstören etc. Die sind noch da! Aber warum? Die Eltern sitzen den halben Tag in der Schule um in der Bücherstube was zu verkaufen, oder bringen sich im Basarkreis ein. Juhu die bleiben.

    Ich habe jetzt eine andere Privatschule gefunden, die aber nach dem Lehrplan lehrt und mein Sohn blüht wieder richtig auf. Er hat Erfolgserlebnisse die er auf der Waldorfschule gar nicht mehr kannte. Wow ich lerne endlich was.
    Natürlich durfte ich mit ihm jetzt erst mal richtig pauken. Die anderen Kinder können mitlerweile schreiben und lesen.
    Mein Sohn kannte paar Buchstaben und mit Wachskreinden konnte er umgehen.

    Wie gesagt mein Resümee aus der Zeit ist:
    Die Waldorfschule hält nicht das was sie verspricht.
    Die Lehrer haben kaum qualifikationen und sind schlicht überfordert.
    Diese Schule und deren Lehrer ist einfach nur weltfremd.
    Passt man nicht rein fliegt man. Ich habe eine Bekannte die hat Ihren Fernseher verkauft, damit sie mit Ihrem Kind bleiben kann?? Ihr spinnt doch wohl!

    Da kann ich nur sagen! pfui

    Reply

  13. Angelika Hagedorn supposes:
    published on July 23rd 2005, 09:11:02 pm *

    Fragt der Lehrer in der Waldorfschule einen seiner Schüler:
    "Wie viel ist 5+3?"
    Da antwortet der Schüler:
    "Ich weiß es nicht, aber ich möchte jetzt auch viel lieber tanzen!"

    Reply

  14. Michael Treier reckons:
    published on October 27th 2005, 11:22:59 pm *

    Du Armer Wicht! Warst 13 Jahre an einer Waldorfschule und hast nichts kapiert. Das nenn ich scheitern!
    Hast ja hier richtig Zeit investiert um von deinem Trauma zu berichten. Wusste garnicht, dass es solche unreflektierten Spakos wie dich auch an Waldorfschulen gibt. Warum bist du nicht einfach abgegangen? Es hätte dir besser getan und deine Eltern hätten dir von dem gesparten Geld einen netten PC kaufen können, an dem du den ganzen Lernstoff für’s Gymnasium hättest pauken können.
    Übrigens fangen Naturwissenschaften an der Waldorfschule in Klasse 6 an mit Physik und es gibt tatsächlich einen gedruckten Lehrplan, für jedermann zugänglich.

    Also noch viel Spaß beim Selbstmitleid!!!

    Reply

  15. Lars Strojny means:
    published on October 28th 2005, 10:17:15 am *

    Ich würde dir Lesen lernen empfehlen. Manchmal soll das helfen. Wenn du das dann kannst, dann lese doch einfach noch einmal meinen Rant. Vielleicht kommst du dann darauf, dass es gar nicht um Selbstmitleid geht. Vielleicht aber auch nicht.
    Ansonsten: wenn du dich so gut auskennst, dann weißt du ja sicherlich, aus welcher Zeit der »Le(e)hrplan« stammt, oder?

    Reply

  16. dodo supposes:
    published on August 24th 2011, 01:11:36 pm *

    Lerne sprechen, der Imperativ von "lesen" lautet "lies" !

    Reply

  17. Großvater states:
    published on January 21st 2012, 10:29:13 am *

    danke..
    Tochter liebäugelt für Enkelkind mit dieser Schule…
    Nein..lieber Grund- dann Gimmi und zwar Stattliche..
    Danke Danke

    Reply

  18. Oliver answers:
    published on March 11th 2006, 08:42:58 pm *

    Ich habe selber keine Erfahrung in einer Waldorfschule gemacht, sondern bin den "klassischen" Weg gegangen: Grundschule, Gymnasium, Uni, Arbeit. Dennoch, ich habe den Eindruck, aus Dir ist ein kritikfähiger, mündiger Bürger geworden, der sich (offensichtlich) kein X für ein U vormachen läßt. Welcher Teil aus Deinem sozialen Umfeld auch dafür gesorgt hat, Deine Schule konnte es auf jeden Fall nicht verhindern ;) Das nenne ich schon einen Erfolg! Es gibt andere, denen es nicht so ergeht.

    Reply

  19. Lars Strojny replys:
    published on March 11th 2006, 08:50:29 pm *

    »Mündiger Bürger« ist IMHO ein lächerlicher Ausdruck, solange die zweite Natur, die Gesellschaftlichkeit, so unbewusst von statten geht und nebulös bleibt, ist »Erwachsen sein« ein heeres Ideal, mehr nicht.

    Reply

  20. Lars Strojny answers:
    published on March 13th 2006, 08:33:21 am *

    Eine entscheidende Verbesserung in der bürgerlichen Gesellschaft im Vergleich zum Feudalismus ist die Transformation des Körperlichen in einen bewussten Zustand. Der Mensch ist sich als bürgerliches Subjekt seiner Körperlichkeit bewusst, kann sie relativ vollständig überblicken. Der Mensch ist also zum Herrscher über seine erste Natur geworden. Was zuvor im Nebel lag, ist heute vermessbar, quantifizierbar, erforschbar, erkennbar, etc. Nun, mit der Gesellschaftlichkeit verhält es sich anders: diese ist weiterhin ein unbewusster Prozess. Form und Zweck der Vergesellschaftung erscheinem dem bürgerlichen Subjekt als ganz natürlich, er macht sie zur ersten Natur, wo sie doch bewusst bestimmbar wären.

    Reply

  21. Oliver states:
    published on March 13th 2006, 07:28:06 am *

    "Mündiger Bürger" ist zunächst mal ein Term, der mit Werten interpretiert wird. Für mich war "mündiger Bürger" in diesem Falle ein Ausdruck für einen gewissen Grad an "Aufgeklärtheit" im philosophischen Sinne und beschrieb insofern den Eindruck, den Deine Postings bei mir hinterließen.

    Was ich sagen wollte: Du wärest kaum in der Lage gewesen, so kritisch mit Deinem Umfeld umzugehen, wenn Deine Schule in diesem Feld Deiner geistigen Ausbildung versagt hätte. Ich kenne einige Leute, die nach einer gymnasialen Ausbildung nicht zu sowas in der Lage waren.

    Aber was meinst Du mit der Gesellschaftlichkeit, "die unbewusst vonstatten geht"?

    Reply

  22. Hans Vastag says:
    published on March 16th 2006, 01:12:48 pm *

    Hallo Lars,
    schön von Ihnen zu hören, pardon zu lesen, auch wenn es nichts Schönes ist, was Sie da von sich geben. Sie scheinen ja in Ludwigsburg echt frustriert gewesen zu sein, dass Sie so giftig schreiben. Vaihingen kommt noch recht gut davon… Leider haben Sie sich aber nicht gut informiert, auch wenn Sie das meinen und behaupten. Die Lehrpläne der Waldorfschule gibt es wiklich und die letzte Ausgabe ist 2004 erschienen. Sie können diese über Amazon bestellen falls Sie Lust dazu haben. Der Autor ist Tobias Richter, nicht Rudolf Steiner… Schade dass Sie den neuen Ansatz der Eurythmie in der Vaihinger Schule verpassst haben, ich wette es würde Ihnen gefallen…Ihr Lob an die Kollegen Valet und Dr. Ostertag gebe ich weiter, die freuen sich sicher. Trotzdem seien Sie etwas gelassener und nicht so hitzig und polemisch, auch wenn es zu Ihnen passt. Aber das werden Sie ja noch im Laufe des Lebens lernen und zu schätzen wissen, und auch was Sie an der Waldorfschule hatten…
    Gruß
    Hans Vastag

    Reply

  23. Lars Strojny reckons:
    published on March 16th 2006, 10:03:12 pm *

    Sicher werden Sie den Amazon-Link zu den Lehrplänen nachliefern können. Ich will »das mit dem Internet« nicht zur Gänze erläutern, nur soviel: es ist u.a. deswegen eine so brauchbare Struktur, weil es die Möglichkeit der Referenzierung, der Verlinkung gibt. Wenn sie den nachliefern, habe ich selbstverständlich keine Schwierigkeiten, den Irrtum einzugestehen, ich bin nicht unfehlbar. Nur: über eine einfache Suche konnte ich ihn nicht finden.
    Hitzig und polemisch: ich gendenke zu vermeiden, alles aus dem Blickwinkel, des Hammers zu betrachten, denn dann ist alles ein Nagel. Vielmehr ist dort auch sprachliche Schärfe angebracht, wo es zum Thema passt. Die Anthroposophie wurde lang genug mit Engelszungen besungen. Da schadet etwas kernige Sprache nicht. Aber das wissen sie als gelernter Germanist (ich hoffe ich unterstelle ihnen nichts furchtbares, aber ich rate das einfach mal als ihren Ausbildungsgang) sicher.
    Ihr Heilsversprechen für die Zukunft in allen Ehren, nur behagt mir derartiges gar wenig. Weder freue ich mich auf 10+x Jungfrauen, noch warte ich auf’s Paradies. Transzendenz ich hör dich trappsen. Aber doch nur, wenn sie einlösbar erscheint.
    Zu Ihrer PR für »den neuen Ansatz« in der Eurythmie. Erzählen Sie das, wem Sie wollen. Leider locken Sie mich damit nicht hinter dem Ofen vor. Um mich selbst zu zitieren: »Ein unverbrähmter Rassist, der sich in seinem Ressentiment suhlt, wie das Schwein im Mist, lässt sich nicht vom Kopf auf die Füße stellen«.
    Zum Schluss sei angemerkt, dass es mitnichten um Vergangenheitsbewältigung geht. Der Zweck der Auseinandersetzung mit der Anthroposophie ist Ideologiekritik und Kritik an esoterischem Wahn insgesamt, der immer dann Zuspruch bekommt, wenn das Irdische in der Attraktivität sinkt. Meine eigene Schulzeit, die ich frei von Blessuren überlebte, ist dabei nur Aufhänger. Ich dresche mit größter Lust und Vergnügen auf alles ein, was so tut, als wäre da etwas jenseits des Beweisbaren. Ob das dem Wahn zu Grunde liegende Buch nun Koran, Bibel oder Akascha-Chronik heißt. Jenes infantile Grinsen, dass der Erleuchtete aufsetzt, wenn er von seiner Erleuchtung schwafelt, ist mir zu wider.
    Die Gretchenfrage bei Anthroposophen lautet, um bei beliebtem, ehemaligem Unterrichtsdiskurs zu bleiben, »wie halten Sie’s denn mit Steiner«. Und, wie halten Sie es?

    Reply

  24. Christian Kintner returns:
    published on March 17th 2006, 09:20:22 pm *

    Lieber Herr Vastag,

    Ist es wirklich wichtig, welche Schule wie gut »davon« kommt? Ich lese aus diesem Resume eher eine verallgemeinerbare (und IMHO teilweise berechtigte) Kritik heraus.

    Gerade lese ich, dass die Lehrpläne keine im eigentlichen Sinne des Wortes sind, sondern lediglich Empfehlungen. Über Amazon konnte ich lediglich eine nicht verfügbare Version finden, die allerdings auch neuer ist.

    Ich selbst kann keinen neuen Ansatz in der Eurythmie erkennen – zumindest keinen Ganzheitlichen. Natürlich, wir haben eine neue Lehrerin, die ich auch für durchaus innovativ und kompetet halte – soll dies das neue Konzept sein?
    Was ist mit Mittel- und Unterstufe? Wenn da ebenfalls ein neues Konzept angewendet wird, scheint mir das jedenfalls in keinster Weise an das von Frau K.-K. angepasst! (Natürlich ist das meine ganz subjektive Meinung und basiert lediglich auf dem, was ich durch Vorspiele und durch Proben erlebt habe.)

    Mich hätte es gefreut, wenn dieser Artikel als konstruktive Kritik (was der Artikel teilweise ist) und nicht als Angriff gewertet würde. Auch wenn unsere Schule »relativ gut davon gekommen ist«. Ich denke, dass genau diese Polemik nötig, damit sich sowohl Schüler kritisch mit der Waldorfschule beschäftigen als auch Lehrer eine Schülerstimme hören.

    Viele Grüße Christian Kintner

    Reply

  25. Hans answers:
    published on August 11th 2008, 09:39:27 pm *

    Gut, dass ich dieses Forum hier entdeckt habe. Ich werde mein Kind nun doch nicht auf eine W.Schule schicken!

    Reply

  26. Christian Kintner reckons:
    published on August 13th 2008, 03:35:31 pm *

    Zwei Jahre später … You made my day.

    Reply

  27. Lars Strojny states:
    published on August 13th 2008, 03:49:49 pm *

    Das alles mag irgendwie hieran liegen: http://www.google.de/search?q=waldorfschule

    Reply

  28. Jessi reckons:
    published on March 12th 2010, 12:55:02 am *

    Hallo,

    Reply

  29. istanbul is calling answers:
    published on November 1st 2010, 11:44:25 pm *

    Ich suche nach allem, was mit Waldorf und Steiner zu tun hat! warum? meine Tochter verdient das beste, darum. Die Kinder meines Bruders gehen auf die Waldorf schule in Karlsruhe. Mein Bruder beschwert sich, dass er da putzen muss und dafür auch noch zahlt! das nur zum Scherz…Er ist begeistert von der Schule.
    Nun zu mir: Ich lebe in Istanbul und möchte meiner Tochter die bestmögliche Erziehung geben. Sie ist noch nicht mal 3 Jahre alt und ich mache mir schon jetzt Sorgen um die Schulausbildung! Es gibt (noch) keine Waldorf Schulen in der Türkei. Das soll sich bald aendern. Einige Familien haben sich zusammengesetzt und wir haben nun beschlossen, eine KiTa zu gründen nach R.Steiner Modell. Wir bekommen Hilfe von einer Waldorf Organisation aus Deutschland. Die KiTa Betreuer haben nicht nur eine Paedagogische Ausbildung, sondern bekommen noch zusaetzlich eine 3 Jaehrige extra Ausbildung als Waldorf Kindergartenbetreuer.
    Die Eltern gründen ihren eigenen Kindergarten. Wenn die Kinder dann langsam heranwachsen wird daraus eine Grundschule usw. Waldorf schulen überall in der Welt wurden aus Initiativen gegründet(deshalb auch Privat). Das heisst, je mehr die Eltern ihre Energie(nicht nur Monetaer) in die Schule geben, desto bessere Voraussetzungen haben die kids für das spaetere Leben. Ich will nicht, dass meine Tochter mit 8 Jahren Prüfungsstress erleidet, ich will, dass sie Selbstbewusst ihr Leben in Angriff nimmt.( Lars Strojny ist ja auch sehr Selbstbewusst, oder?). Warum hat die Waldorf schule mehr Abiturienten als ander Schulen?
    Ich bin der Meinung, dass nicht alle WS gleich sind. Der Lehrer entscheidet in vielen Dingen.
    Es liegt alles in unserer Hand. Wir werden uns schon die besten Lehrer aussuchen, damit unsere Kleinen keine Dumpfbacken ohne Bezug zum wahren Leben als Le(e)hrkörper taeglich ins Gesicht schauen müssen.
    Ich hatte eine schwere Zeit im Gymnasium und möchte das meinen Kindern ersparen. Eltern sollten nicht vergessen, dass die Erziehung nicht mit dem Einschulen vorbei ist.

    Ich werde mehr Informationen sammeln und hoffe, zusammen mit den anderen Eltern, eine bessere Schule aufzubauen als die Schule, die der Verfasser des Blogs besucht hat.

    Reply

  30. Claudia Hamilton supposes:
    published on October 17th 2008, 11:39:32 am *

    Mich würde interessieren, wie Sie sich letztendlich entschieden haben und warum gerade dafür.

    Auch ich bin auf der Suche nach der richtigen Schule
    für meine Zwillinge und dieses Forum macht mir Angst einen Fehler zu begehen. Die Waldorfschule bereits als mögl. Schule anvisiert, bin ich jetzt relativ verunsichert. Was haben die staatlichen Schulen im Vergleich zu bieten? Welches ist das "größere Übel"? Viel. war ich naiv zu glauben, in der Waldorfschule die ersehnte "heile Welt" zu finden, in der meine Kinder als das gesehen werden was sie sind: Kinder mit zahlreichen Fähigkeiten und viel Potential. Die staatl. Schulen haben weder Platz für Kreativität, noch für Individualisten. Wirklich gute, ambitionierte Lehrer sind dort genau so rar wie sonst wo. Was also tun?

    Reply

  31. ruth responses:
    published on February 19th 2009, 08:42:27 am *

    hallo,
    ich möchte auch noch den dritten teil derer, die die ws zu dem machen was sie ist erwähnen: die eltern.

    ich bin w-mutter und habe zu berichten, dass die entscheidung von eltern ihre kinder auf die ws zu geben von allem möglichen geprägt ist nur nicht von einem soliden basiswissen was waldorfpädagogik ist. die einen finden es schick ihr kind auf eine privatschule zu geben, die anderen "glauben" es wäre irgendwie kreativ dort, manche meinen rudolf-steiner wäre der namensgeber der schule – sowie leopold, oder pestalozzi. allen gemeinsam ist das peinlich berührt sein wenn das wort anthroposophie fällt – in welchen zusammenhang auch immer.
    auf elternabenden kann man dann erleben, wie eine gruppe von alternativ liberalen, zumeist aus der privilegierten bildungebürgermittelschicht stammenden eltern, zu einer gemeinde von staunenden gläubigen wird, wenn sie den waldorflehrer berichten aus dem fach- oder hauptunterricht andächtig lauschen ohne auch nur im ansatz verstehen zu wollen, was da gerade vorgestellt wird – wenn z.b. aus dem handarbeitsunterricht erklärt wird, das die handarbeit zur transformation von physischem vermögen zu geistigen kräften beiträgt.

    von der ersten klasse an habe ich von eltern nie fragen gehört, die das verständniss dessen was die lehrer da eigentlich beabsichtigen verbessern, bestenfalls permanete verbesserungsvorschläge wie: warum schreiben die kinder eigentlich in rechenkästchen und auf linienpapier, das machen doch alle schulen so und ist deshalb ist das sicher besser, ob man das nicht für die ws auch mal machen könnte.

    kurz und gut: wenn die eltern von ws-schülern das ws-konzept nicht bei vollem bewusstsein mittragen können, dann wundert es mich wenig, das es zu problemen kommt, die letztendlich die schüler ausbaden müssen.

    beste grüße ruth

    Reply

  32. simone reckons:
    published on May 21st 2009, 06:18:45 pm *

    Finde es grundsätzlich gut, dass ein ehemaliger Waldorfschüler über seine Erfahrungen berichtet. Bin aber der Meinung, dass jede Schule nur so gut ist wie die Lehrer die dort unterrichten. Von einer Waldorfschule auf alle anderen zu schließen, finde ich schlicht unfair. Viele meiner Bekannten haben die Waldorfschule durchlaufen und anschließend studiert. Aus denen ist alle etwas "Ordentliches" geworden. Mit der Waldorfschule ist es, wie mit anderen Dingen auch, es gibt eine positive und eine negative Seite… Mein Sohn besucht seit einiger Zeit eine Waldorfschule. Bis jetzt kann ich nur Positives berichten. Eltern können sich außerdem heute nicht mehr darauf verlassen, dass die Regelschule, dass alles so richten wird. Aufmerksamkeit und ggf. Kritik von ist absolut nötig – das gilt für alle Schulen bzw. Schultypen!

    Reply

  33. ein einfacher papa means:
    published on December 9th 2008, 09:29:13 am *

    Hallo,
    grundsätzlich sollte keiner Angst haben jedoch eine gesunde Skepsis wallten lassen. Hören sie auf ihr Herz und was der Verstand ihnen sagt. Und treffen sie ihre persönliche Entscheidung: JA oder NEIN ! Danach belassen sie es dabei und denken nicht mehr nach. Loben sie nicht die ein oder andere Schule in den Himmel und machen sie aber auch nicht das Gegenteil in Form von Missachtung.

    Reply

  34. ruth states:
    published on February 19th 2009, 09:08:00 am *

    hallo einfacher papa,

    ich denke, dass der ratschlag von ihnen einfach nicht mehr nachzudenken suboptimal ist. nachdenken war doch immer schon sehr nützlich, etwa um entscheidungen zu treffen, oder etwas zu verstehen was man noch nicht kapiert hat. zudem steht man doch täglich – ich jedenfalls – vor neuen fragen. meine erfahrung ist die, denken hilft.

    herzlich ruth

    Reply

  35. Lena answers:
    published on January 23rd 2009, 05:45:25 pm *

    Hallo :-),
    Vor gut einem halben Jahr habe ich meine Schullaufbahn mit dem Abitur abgeschlossen. Ich war selber 13 Jahre lang Schülerin einer Waldorfschule und finde es dementsprend nicht uninteressant, welchen Blick auf Waldorfschulen die Leute geboten bekommen, die diese Schulform nicht persönlich kennen.
    Ersteinmal und ganz grunsätzlich bin ich der Meinung, dass man weder alle Staats-, noch alle Waldorf- oder sonstwie Schulen in jeweils einen Topf werfen kann. Ich denke sie werden mir zustimmen, dass es auch bei staatlichen Schulen himmelschreiende Unterschiede gibt.
    Ebenso verhält es sich meiner Meinung nach mit Waldorfschulen, allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass man eine Privatschule selbstverständlich schneller in Frage stellt als eine staatliche Schule.
    Vor allem aber steigt die Qualität einer Schule proportional zur Qualität iher Lehrer.
    Die Waldorfschule vermittelt sicherlich auch Inhalt oder arbeitet mit Methoden, über die man streiten kann. Z.B so genannte "Fördermaßnahmen" wie Heileurythmie oder der sehr anschaulich (aber wenig inhaltlich) gestaltete naturwissenschaftliche Unterricht.
    Auch die acht Jahre andauernde Klassenlehrerzeit halte ich persönlich für zu lang und schließe mich der Aussage an, dass die Lehrer für die Klassen 7+8 nicht ausreichend qualifiziert sind. In diesem Alter fühlte ich mich meinem Lehrer oft überlegen (zumal diesem z.B. im Mathematikunterricht oft Fehler unterliefen) und habe mich generell ab der 9. Klasse viel wohler gefühlt, da das Niveau merkbar stieg und wir von Lehrern unterrichtet wurden, die von ihrem Fach "wirklich Ahnung" hatten.
    Da ich eine Schule in Hessen besucht habe, bin ich auch in der Lage das Ergebnis in etwa mit Staatsschulen zu vergleichen, da wir 2007 Landesabitur haben.
    Das Ergebnis unserer Schule war dabei wirklich gut, woraus man schließen kann, dass uns die entsprechenden Inhalte vermittelt wurden.
    Allgemein würde ich Eltern die darüber nachdenken ihr(e) Kind(er) auf eine Waldorfschule zu schicken empfehlen, die örtliche Schule einfach ganau unter die Lupe zu nehmen.
    Besonders achten würde ich darauf, ob es möglich ist an der entsprechenden Schule ein sehr gute Abitur zu machen.
    Ansonsten hängt es sehr vom Charakter des Kindes ab, ob eine Waldorfschule das Richtige ist. Vorallem Kinder mit einem ausgprägten naturwisschenschaftlichem Interesse, bzw. einem starken Hang zum logischen/analytischen Denken (und ja, man kann das auch bei kleinen Kindern oft schon erkennen….) würde ich eher auf eine staatl. Schule schicken. Schüchterne Kinder sind in einer Waldorfschule hingegen ganz gut aufgehoben.
    Bei irgendwelchen Fragen, ich antworte gerne :-)

    Reply

  36. Chris answers:
    published on December 8th 2009, 07:46:19 pm *

    Hallo Lena, wir stehen vor der Entscheidung – Wechsel vom staatlichen Gymnasium 5.Klasse auf die Waldorfschuel – Frankfurt. Kannst du mir darüber etwas berichten, uns in der Entscheidungsfindung helfen? c-

    Reply

  37. kati says:
    published on February 27th 2010, 12:06:31 pm *

    hallo lena,

    ich muß dir recht geben, durch das zentralen abschlußprüfungen müssen die w-schulen naürlich ihren unterrichtsstoff anpassen. hab aber noch eine frage,
    mein sohn ist jetzt in klasse 7 realschule, wo es sehr kaotisch zugeht. nun wollen wir auf die nahegelegende w-schule wechseln. nach einem gespräch stand auch fest das mein sohn dort drauf könnte. er gehört zu den eher ruhigeren schüler und du hast geschrieben das diese auf eine w-schule gut aufgehoben wären. wieso??? mein sohn soll eine woche dort den unterricht mitmachen um zu sehen ob es ihm zusagt, finde ich ganz toll.
    aber die unsicherheit das falsche zu tun ist halt da.
    gruß kati

    Reply

  38. eine mama reckons:
    published on October 19th 2010, 09:44:11 pm *

    Hallo, mich würde interessieren, wie du als Kind mit den Märchen, die ja so vorinterpretiert werden und mit den ebenfalls vorgemalten Bildern zurecht gekommen bist. Und wie stark war denn die Vermittlung der Anthroposophie. Habt ihr über Karma und Wiedergeburt und Determination geredet? Wäre dankbar für eine Antwort!

    Reply

  39. Nadine responses:
    published on January 24th 2009, 11:33:48 pm *

    Hallo,
    tja,Waldorfschule,ja oder nein? Wie kann ich herausfindne,ob dort ein gutes Abitur gemacht wird?Oder ob genug gelernt wird? Es steht und fällt doch alles mit dem Lehrer,hier wie dort.Wir haben mehrere Kinder,unser Ältester ist auf einem Gymnasium mit ganz fürchterlichen Lehrern,also ist der Jüngste jetzt im Waldorfkindergarten.Schüchtern sind sie alle,aber auch sehr schlau,logisch denkend.Nur zeigen sie es überhaupt gar nicht und kommen somit über eine 3 nicht hinaus.Auf Heileurythmie-Zwangsmaßnahmen jdoch kann ich sehr gut verzichten.Was mich interessiert:Wie kann man die Kinder alle individuell fördern,wenn sie alle das Selbe tun müssen? Und keine Abweichungen erlaubt sind,z.B. beim Malen,Laterne basteln etc.? Ist es also eher eine Massenberieselung,aber nicht individuell?
    LG
    NAdine

    Reply

  40. Chris says:
    published on January 29th 2009, 10:23:08 pm *

    Hallo Nadine, die Schule vermittelt Wissen, Talente werden (sollten eigentlich immer noch) von den Eltern gefördert werden.

    Ihr überlegt hin und her was die Schule aus meinem Kind macht. Es gibt gute und schlechte Schulen der schlimmste Fehler allerdings ist der den Eltern heute gerne machen: zu glauben ab dem 6. Lebensjahr sei die Schule für das Kind verantwortlich. Eltern sein ist harte Arbeit, die als Belohnung aber viel viel Freude und Erfüllung sein kann.

    Es gibt auch staatliche gute Schulen, interessant sind jene, die Methoden der Montessori integrieren.

    Es ist interessant, dass ich kaum Waldorfschüler kenne, die ihren Eltern dankbar für die "tolle" Vorbereitung aufs echte Leben sind.

    Reply

  41. Michael returns:
    published on February 9th 2009, 01:00:35 am *

    doch ich!

    Reply

  42. sowhat replys:
    published on April 3rd 2011, 09:44:32 am *

    ich auch!

    Reply

  43. lisa returns:
    published on January 31st 2009, 05:04:46 pm *

    Auch ich bin auf der schwierigen suche nach der richtigen Schule für meinen Sohn und war bis vor kurzem (fast) bereit, auf Grund meiner Vorbehalte gegenüber der staatlichen Schule in unserem Einzugsbereich (in Berlin-ost), meine Zweifel am System-Waldorf zu vergessen. Wie gerne hätte ich das getan!
    Aus meinen Erfahrungen und Beobachtungen in Familie und Nachbarschaft möchte ich allen Eltern, die die gleiche Entscheidung zu treffen haben wie ich, dringlichst anraten, sich intensiv und ausführlich mit der Anthroposophie-und Waldorfkritik auseinanderzusetzen. Insbesondere die Erfahrungsberichte im net von angehenden WaldorflehreInnen in Ihrer Ausbildung haben mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Meiner Meinung nach hat eine Reformbewegung, die Ihr Lehrpersonal auf diese Weise "ausbildet", sich bereits selbst diskreditiert…

    Reply

  44. hanz responses:
    published on February 1st 2009, 01:21:20 pm *

    Ich denke was zählt und worauf man sich bei so einem Thema verlassen kann sind die Fakten und die sprechen eindeutig für die Waldorfschule, sonst wäre sie doch nicht eine der Schulen mit den meißten Abitour abgängern und kaum Hauptschülern. Jedoch ist die Pädagogik und Antroposophie für manche schwer zu verstehen und somit entstehen die wildesten Gerüchte.
    Mein Tipp: wikipedia ;-)
    Ach übrigends erkundigt euch mal über den Chef von einem der führenden drogeriemärkte Götz Werner ;-)

    Reply

  45. anna means:
    published on April 5th 2010, 07:11:34 pm *

    "meißten" + "Abítour" – selten so schöne Rechtschreibfehler gelesen.
    Danke, Waldorfschüler!

    Reply

  46. Karin answers:
    published on February 4th 2009, 10:51:06 am *

    Hallo,
    also meine zwei jüngeren Kinder gehen in die Waldorfschule und ich bin so zufrieden mit der Schule und dem enormen Wissen das dort vermittelt wird.
    Der Kleine (11 Jahre) ist schon seit der ersten Klasse dort und entwickelt sich so wunderbar. Ich bin sowas von froh, dass wir uns für die Waldorfschule entschieden haben. Vom Wissensstand ist die Klasse staatlichen Schulen weit voraus. Vor kurzem bekamen sie eine neue Schülerin, die nun viel Stoff aufholen muss, den sie noch gar nicht kann.
    Das Wichtigste aber ist mir, dass mein Sohn mit Freude in die Schule geht. Ich merke auch, dass er die meisten Dinge aus freiem Willen lernt, selbständig recherchiert und Themen erarbeitet. Seine Lieblingsfächer sind Geschichte, Geographie und die Naturwissenschaften. Dort blüht er besonders auf, es ist einfach klasse das zu beobachten. Ich bin oft verblüfft über sein Wissen. Die Schule motiviert die Kinder zu selbständigem Arbeiten. Sie schreiben natürlich auch Arbeiten, doch wenn man ihm nach ein paar Monaten die Fragen stellt, weiß er die Antworten in der Regel immer noch. Und was interessiert schon eine Note? Wenn er im Diktat 6 Fehler hat, dann weiß er und wir, dass es besser hätte sein können.
    Sport würde er an der Schule gerne intensiver treiben machen, aber dafür hat er im Ort seinen Sportverein, in den er fest integriert ist. Er ist auch im örtlichen Musikverein und lernt dort ein Intrument. Das war mir auch wichtig, damit der Kontakt zu den Leuten aus dem Ort nicht zu kurz kommt. Wir wohnen auf dem Land in einer kleinen Gemeinde mit 1800 Menschen und er soll auch Teil der Dorfgemeinschaft sein. Übrigens sind seine ehemaligen Kameraden aus dem Kindergarten nun auch auf verschiedene Schulen verteilt und quasi auseinandergerissen.
    Ferien sind für ihn zwar toll, aber er freut sich immer wieder riesig auf die Schule.

    Meine Tochter (jetzt 17 Jahre) wechselte erst in der achten Klasse in die Waldorfschule, nachdem sie an der alten Schule den Unterricht regelrecht verweigert hatte. Gut, die Pubertät hatte bestimmt auch ihren Teil daran. Allerdings empfand ich den Großteil der Lehrer schlicht als unfähig.
    Einmal hatte sie in den Herbstferien ein Projekt für Biologie erarbeitet. Südamerika war vorgegeben und sie arbeitete über die ganzen Herbstferien an "Kaffee und Avokado". Sie wühlte Bücher, schrieb auf, durchkämmte die Cafes, um unterschiedliche Kaffeebohnen zu sammeln. Am Ende hatte sie einen ganzen Ordner gestaltet und war mächtig stolz. Wieder in der Schule wollte sie der Lehrerin den Ordner geben. Was war die Antwort? "Da steht der Mülleimer. Kannst die Sachen gleich reinwerfen" Meine Tochter war total geschockt. Auf meine Nachfrage hin erhielt ich die Antwort, dass es ja möglich gewesen wäre, dass ich ihr in den Ferien an dem Projekt geholfen hätte. Kann man sich vorstellen, wie es in meiner Tochter aussah? Also mich wundert ihre Arbeitsverweigerung nicht.
    Es kamen noch ähnliche Dinge vor, doch die glaubt einem sowieso kaum einer. Das Schulamt unternimmt bei Beschwerden nichts. Außerdem bekommen die Kinder dann erst recht Druck, weil man an der Schule als "Verräter" gilt, wenn man sich in der Verzweiflung an das Schulamt wendet (nachdem sich die Vertrauenslehrerin nach viermaligem Anfragen nicht einmal meldet) (Der Mathematiklehrer hatte mich im Elterngespräch in einem Abstand von 20 cm mit irrem Blick angebrüllt, nachdem ich ihn ruhig gebeten hatte, dass er mich doch bitte zu Ende reden lassen sollte, nachdem er mich drei Mal unterbrochen hatte). Einmal wurde meine Tochter von Lehrerin X beschimpft, weil sie uns am Wochenende Inliner fahren sah. Das hätte sie nicht verdient, dass ich so tolle Dinge mit ihr unternehme. Ich sollte gar nichts mit ihr Tun hirnlang. Ja gehts noch?
    Selbige Lehrerin X bat mich einmal zum Elterngespräch in eine 6. Stunde. Okay, ich kam, wartete 10 Minuten, nur die Lehrerin war nicht da. Ich sah eine Klasse, guckte rein und sah, dass kein Lehrer da war. Auf meine Frage, erklärten mir die damals 4.Klässler, dass sie bei Frau X Unterricht hätten, aber nicht wüssten wo sie sei. Hallo? Wieso bestellt mich Frau X zum Elterngespräch, wenn sie Unterricht hat? Nun ja, ich wartete weitere 20 Minuten vor dem Schulhaus. Hatte mir gedacht, dass sie evt etwas kopierte, wie auch immer. Selten hab ich solche Bauklötze gestaunt, wie an diesem Tag, als Frau X mit ihrem Auto vor die Schule angefahren kam. Ich stehe wartend da zum Elterngespräch, eine verwaiste vierte Klasse hockt seit mindestens einer halben Stunde im Schulraum, eine Vertretung, die nach der Klasse schaut, war nicht beauftragt worden – und Frau X kommt mit dem Auto um die Ecke. ??? Meine Begrüßung, so aus dem Bauch heraus, war (Ich werde dieses Gespräch wortwörtlich nie vergessen. "Guten Tag Frau X. Ist das normal, dass sie Unterricht haben und währenddessen mit dem Auto spazieren fahren?" Anwtort: Was ich mich unterstehe. In welchem Ton ich mit ihr zu reden wage. "Ich hatte mein Auto in der Werkstatt. Ich habe den ganzen Tag Unterricht, von morgens um 7.30 bis mittags. Wann denn sonst soll ich solche privaten Dinge erledigen?" Häää? Hab ich was an den Ohren? Ich dachte, es setzt mich gleich. Ich stand da, zwischen Lachen und schlichter Fassungslosigkeit. Ich sags allen, ich werde diese Szene in meinem Leben nicht mehr vergessen.
    Naja, das ist jetzt Schnee von gestern und ich bin froh drüber. Wie gesagt, meine Tochter besucht jetzt die Waldorfschule und ist seither wie eine umgedrehte Socke. Sie lernt selbständig, hat Zukunftsperspektiven und setzt sich im Unterricht ein. Also ich kann nur sagen, dass ich mit ihrer Entwicklung sehr zufrieden bin. Auch zu Hause kehrt endlich Ruhe ein und das ewige Theater mit der Schule hat ein Ende gefunden. Sie lernt freiwillig, ihre Arbeiten werden anerkannt und nicht mit abwertenden Worten in den Müll geworfen.
    Natürlich gibt es auch an der Waldorfschule Lehrer, die vielleicht etwas über dem Boden schweben. Oder schwebten, die die ich meine ist nicht mehr an der Schule. Aber das wissen die Kinder gut zu unterscheiden und es ist im Großen und Ganzen okay für sie. Nennt mir eine Schule an der es nicht einen Lehrer gibt, der etwas ausgeflippt ist. Jedenfalls habe ich bisher an der Waldorfschule solches grob fahrlässiges Verhalten von Staatsschul-Lehrern, was eigentlich eine Vergewaltigung und Verkrüppelung der Kinderseelen ist, bisher nie erlebt.
    Eurythmie: Meine Tochter findet es nicht so riesig. Mein Sohn fand es lange doof und ist jetzt ganz begeistert davon. Ich vermute, weil eine neue Lehrerin kam. Eurythmie schadet bestimmt keinem von beiden. Der Kleine bekam eine Zeit lang Heileurythmie, damit er sich besser konzentrieren konnte. Das ist jetzt wesentlich besser und er hat keine Heileurythmie mehr. Ich verstehe nicht warum man die Heileurythmie fast verteufelt. Manche machen Yoga zur Entspannung oder Kinesiologie oder meditieren oder nutzen die Homöopathie. Wenn es den Menschen hilft, dann ist es doch okay.
    LG Karin

    Reply

  47. Hannes Maier replys:
    published on February 5th 2009, 09:10:24 pm *

    Hallo,
    war selber 8 Jahre auf einer Waldorfschule und bin dann auf ein Gym. geweckselt! Selbstverständlich war dies nur möglich, indem ich die 8 Klasse wiederholte!
    Leider merkte ich schon nach kurzer Zeit, dass das Gym. unerfüllbare Anforderungen an mich stellte obwohl ich in der Waldorfschule einer der BESTEN Schüler war!!
    Zu aller Ironie bleibt mir nichts anderes übrig als wieder auf die Waldorfschule zu weckseln um dort dann durch selbstständiges lernen mein Abitur zu machen! ( Dritter Bildungsweg, Nein Danke!)
    Ich hoffe dieser Beitrag kann etwas über die Füllen an Stoff aussagen, welcher in der Waldorfschule vermittelt wird!
    mfg. Hannes

    Reply

  48. Kiefer-Volkert Gertrud opines:
    published on October 30th 2009, 11:09:15 pm *

    Ganz schön schlimm, was Sie als Schüler erleben mussten: Waldorfschulen sind nicht auf andere Schulen abgestimmt, weder in Lehrplänen, noch in Methoden, noch in Büchern oder Unterrichtsmaterialien.
    Öffentliche Schulen untereinander sind durchlässig gestaltet, d.h. die Unterrichtskonzepte "vertragen" sich.
    Waldorfschüler machen sehr unterschiedliche Erfahrungen, es gibt keine einheitlichen Bildungsstandards, keine verbindlichen Lernziele usw.
    Wenns gut geht, ist es gut, wenn nicht: Fehlanzeige, ziemlich unbefriedigend.

    Reply

  49. Marie responses:
    published on July 11th 2011, 10:05:08 am *

    Auch wenn die Diskussion schon kalter Kaffee ist, möchte ich noch ganz gerne etwas dazu sagen: zu behaupten zwischen staatlichen Schulen gäbe es so etwas wie Abstimmung der Lehrpläne oder Vergleichbarkeit ist tatsächlich weltfremd.
    Umzug Hessen – Baden-Württemberg: erstmal schon prophylaktisch eine Klasse runtergestuft. Lehrpläne absolut unterschiedlich, Noten von der Willkür der Lehrer abhängig. Das staatliche Bildungssystem ist eine Katastrophe!

    Reply

  50. Maria Heydel replys:
    published on January 23rd 2010, 04:33:57 pm *

    Ich habe bin in der 9.Klasse von der Waldorfschule Rostock zum Gymnasium gewechselt. Dort hatte ich zunächst mit Vorurteilen zu kämpfen. In Chemie musste ich zwar Stoff nachholen, war aber in Deutsch meinen Mitschülern voraus. Es zeigte sich aber rasch, dass ich insgesamt ohne Probleme mit den anderen mithalten konnte. Ich habe dann in Rahmen eines Schulprojektes sogar die 11.Klasse übersprungen und ein Abitur mit 1,4 gemacht.
    Die Vorteile der Waldorfschule waren für mich: meine künstlerischen Interessen wurden gefördert und der Sportunterricht machte ohne hohen Leistungsdruck mehr Spaß, außerdem waren die Schüler wesentlich toleranter gegenüber neuen Mitschülern und halfen einander mehr.
    Der Nachteil: in den Naturwissenschaften und Mathe wird der Abiturstoff erst sehr spät eingeführt, dadurch ist das Abijahr stressig.
    Übrigens: von den Schülern aus meiner Waldorfklasse haben drei ein Abitur im Einserbereich geschafft.
    Liebe Grüße
    Maria

    Reply

  51. waldorfmutter von ex-waldorfschülerin means:
    published on October 19th 2010, 05:59:43 pm *

    Hallo Hannes,
    meine Tochter ist von einer Waldorfschule auf eine "Staatschule" gewechselt- Klasse 10.

    Sie hat sich super eingelebt und außer in Sport (3) schreibt sie nur 1sen. Sie findet es viel einfacher.
    Die LehrerInnen sind begeistert über ein so gutes Allgemeinwissen, welches sie ja in der Waldorfschule erlernte.
    Es geht also auch anders als bei dir ;)

    Ich habe auch viele Fragen zur Waldorfschule und auch Kritik aber die hängen doch eher mit bestimmten Personen zusammen als mit der W.Pädagogik als solche.

    Reply

  52. Michael replys:
    published on February 8th 2009, 08:44:38 pm *

    Servus,

    an den Verfasser:
    Es gibt den "Bund freier Waldorfschulen", also nicht "die Waldorfschule". Wichtig auch für die hier anwesenden Eltern zu wissen, wenn sie sich bzgl der Waldorfschulen informieren wollen.

    Ich war auf der Waldorfschule in Nürnberg ("Rudolf – Steiner – Schule")und war mit meiner Schulzeit sehr zufrieden, auch mit dem Feldvermessen auf Hallig Hooge ;)

    Mathematik kam bei uns auch zu kurz…das lag aber, um deine etwas unglückliche Argumentation abzudämpfen, nicht etwa an zusätzlichen "Events" wie Eurythmie und Werken, vielmehr war der Lehrer schlichtweg ungeeignet. Dies stellt bei uns bzgl der geringeren Gehälter ein allgemeines Problem dar.
    Nochmals zum Feldvermessen: Wenn du stattdessen lieber gerechnet hättest (um es ganz allgemein zu formulieren) dann hättest du mit diesem Argument auch jeder anderen Klassenfahrt fernbleiben müssen….denn das war schlichtweg eine Klassenfahrt mit spezifischer Betätigung.

    Zum "Gutmenschengerede" bzgl. der Waldorfschule: Wir sind eine Unesco-Projektschule und haben damals auch entsprechende Projekte unterstützt, auch die Lehrer….ob das nun ernsthaftes Engagement – oder aber "Gutmenschenblabla" darstellt, hängt einfach davon ab, ob der Beteiligte ernst an die Sache herangeht oder aber ein empfindungsneutraler Zyniker ist.
    Mein Kumpel am Staatsgym hat übrigens auch solche Projekte gefördert, auch durch die Schule dort ins Leben gerufen, Hilfe in Rumänien etc….ich fand das eher positiv als negativ.

    Ich konnte an den Lehrwerkstätten vor dem Abi (In Bayern zentral und staatlich ;) ) eine Schlosserausbildung absolvieren und studiere nun Jura, und das ohne Probleme…auch hier treffe ich auf Menschen, die "deine" Story gehört haben und mir gegenüber entsprechend Vorurteile haben….eben dass ich als Waldi eigtl "mit Poblemen" studieren müsste :D

    Ich kann dein Geseiere nicht nachvollziehen, wenn du damit tatsächlich alle Waldorfschulen kritisieren willst.

    Grüße,

    Michael

    Reply

  53. Sandra reckons:
    published on June 10th 2009, 10:41:19 am *

    Hallo Michael,

    ich bin auch am Überlegen, ob meine Tochter (5. Gym.) nicht besser für diese Schulart geeignet ist und möchte mich über die Schule in Erlenstegen informieren.
    Viell. kannst du mich ja mal per mail kontaktieren – als ehem. Schüler.

    Danke !

    Reply

  54. Claudia answers:
    published on July 27th 2009, 08:07:25 pm *

    An alle Eltern, dass es Kinder gibt die relativ unbeschadet und durchaus glücklich auf der Waldorfschule sind, ist nicht zu bestreiten. Ich rate jedoch dringend vor der Entscheidung für diese Schulform dazu, sich mit der Anthroposophie aus einanderzusetzen. Fragen Sie sich: wären Sie damit einverstanden, wenn ihrem Kind diese Weltanschauung in der Schule mit vermittelt wird? Wären Sie damit einverstanden, wenn der Geschichtsunterricht, damit beginnt, dass unsere Vorfahren auf Atlantis lebten und aus der Kraft des Kornes eine Energie schaffen konnte, welche die über dem erdboden schwebenden Fahrzeuge der Atlantier antrieb. Wären Sie damit einverstanden, dass Sie kein Mitspracherecht haben und die Waldorfschule Ihnen jederzeit den Vertrag kündigen kann und ihr Kind in eine andere Schule höchst wahrscheinlich nur unter Rückstufung besuchen kann? In jeder guten Stadtbibliothek gibt Literatur dazu (kritische wie lobende). Ich persönlich empfehle: Susanne Lippert: "Steiner und die Waldorfpädagogik – Mythos und Wirklichkeit"

    Reply

  55. Sarah returns:
    published on June 6th 2011, 02:56:13 pm *

    Atlantis?! Unglaublich.
    Ich war 8 Jahre auf einer Waldorfschule und bin nun seit 4 Jahren auf einer staatlichen Schule – das Niveau hier ist deutlich geringer als in der Waldorfschule und von Atlantis habe ich niemals etwas gehört. In Chemie habe ich an meiner jetzigen staatlichen Schule nur gute Noten geschrieben, Physik war auch nie ein Fetzen; dass es nicht super wurde, lag aber vorwiegend daran, dass mich Physik nicht sonderlich interessiert.
    Jede Schule, auch Waldorfschulen, sind unterschiedlich. Es gab wirklich viel, was mich gestört hat, aber das gibt es ohnehin in jeder Schule. Und manche Kinder blühen dort ja richtig auf – ich persönlich hab mich in meiner alten Schule nie so wohl gefühlt, auch wenn es heute Dinge gibt, die ich damals noch nicht zu schätzen wusste.

    Reply

  56. M opines:
    published on November 22nd 2010, 07:10:15 pm *

    Zu der Unesco Projekt Schule:
    Nicht nur Walldorfschulen sind dadrin. Auch meine Schule, ein allgemeinbildendes Gymnasium ist eine Unesco Projekt Schule.
    Lg

    Reply

  57. Justine returns:
    published on February 18th 2009, 10:36:12 pm *

    Hallo,
    ich möchte mich nur kurz an die Eltern wenden, die mit dem Gedanken spiel(t)en ihre Kinder an einer Waldorfschule anzumelden.

    Die meisten Internetnutzer landen zuerst bei Wikipedia und dann auf anthroposophischen Seiten. Sämtliche Wiki-Einträge zu Rudolf Steiner, Anthroposophie, Waldorfschulen, Eurythmie., Camphill et. Etc. wurden von Anthroposophen verfasst bzw. immer wieder solange umgeschrieben, bis sie auf Linie waren. Auf den Informationsabenden der Waldorfschulen wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Nur künstlerisch-musisches, keinerlei Anthroposophie usw. Die Epochenhefte der Schüler sprechen eine andere Sprache.

    Als Buch möchte ich ihnen empfehlen:

    Prange, Klaus: Erziehung zur Anthroposophie. Darstellung und Kritik der Waldorfpädagogik, 3. Aufl., Bad Heilbrunn 2000

    Und im Internet:

    Nachrichten aus der Welt der Anthroposophie
    http://rudolf-steiner.blogspot.com/

    Dort finden Sie eine Reihe gut recherchierter Informationen, die allen Eltern eine Warnung sein sollten, die meinen, „Waldorf“ wäre eine reformpädagogische Alternative zum öffentlichen Schulwesen.

    Reply

  58. martin reinhard says:
    published on June 19th 2010, 02:49:53 pm *

    Ich weis nicht was Justine für Interessen vertritt. Hier wird jedoch in unanständiger Art und Weise diffamiert. Schade das Anhänger und vorbehaltlose Fürsprecher der Staatlichen Schulsysteme mit solchen Unwahrheiten abeiten. Aber vielleicht sieht man gerade hier den Unterschied zu gelungener Pädagogik am Menschen. Worin, wenn nicht im Erwachsenen zeigt sich eine Erziehung, die den Namen verdient. Ich bin Mediziner und sehe täglich die Geschädigten der staatlichen Erziehungseinrichtungen und da steht es nicht zumBesten!

    Reply

  59. Die Scarlett supposes:
    published on February 27th 2009, 06:24:13 pm *

    Ok, nachdem ich nun gewissenhaft alle Beiträge durchgelesen habe, schalte ich mich auch einmal ein.
    Ich besuche zur Zeit die 11. Klasse der größten Waldorfschule in Hamburg und bin mit sehr viel Kritik an dem Waldorfkonzept in Kontakt gekommen (Beispielsweise in Form soeine Artikels). Ich für meine Person habe die Waldorfschule nie als inkompetent empfunden. Das Konzept, welches verfolgt wird, ist schlicht und einfach ein etwas anderes als das einer gewöhnlichen Staatsschule, nicht umsonst sind Waldorfschulen Privatschulen. Dieses Konzept richtet sich nach der Kindesentwicklung und nicht nach dem Lehrplan. Aus diesem Grunde bekommt man auch erst ab ungefähr dem 12. Lebensjahr stark logische Fächer wie Chemie und Physik. Erst ab diesem Alter ist ein Kind in der Regel in der Lage, etwas zu sehen und daraus dann Schlüsse zu ziehen. Des weiteren sind die einzelnen Epochen in der Klassenlehrerzeit genau so auf den Entwicklungsprozess der Schüler abgestimmt. Merkt der Lehrer, die Schüler haben es im Moment nötig, etwas praktisches zu machen oder mal ein wenig aus dem fantastischen herraus zu kommen, so zeiht er die Ackerbauepoche vom Ende des 3. Schuljahres halt einfach vor,und die Kinde dürfen ein bisschen in der Erde wühlen, ihr eigenes Feld bestellen und sehen, wie die Pflanzen wachsen.
    Natürlich kommt es überall darauf an, was für einen Lehrer man hat. Der bis vor einem Jahr wirklich schöne Eurythmieunterricht, der Raum- und Körpergefühl, sowie Musikverständnis vermittelt hat, wurde durch die neue Lehrerin völlig zunichte gemacht, welche gelinde gesagt bescheuert ist und vollkommen für den Eimer. Allerdings kann man all dies auch ansprechen und stößt in den meisten Fällen auf ein freundliches, offenes Ohr.
    Alles in allem bin ich, trotz aller Kritik die ich immerzu höre (was soll eigentlich der ganze Steiner-Quatsch??? Ich bin in meiner ganzen Schullaufbahn außer einem Bild Steiners, welches irgendwo herumhängt nicht einmal auf ihn gestoßen oder mit irgendwelchen Riten gequält worden. Hier und da ein Gedicht von ihm und das wars dann auch schon. Rassismus habe ich auch an unsere Schule niemals wahrgenommen, eher im Gegenteil) sehr sehr zufrieden mit meiner Schule. ich habe das Gefühl, ich bekomme eine Perspektive und ein breites Wissensspektrum, sowie Platz zur entfaltung meiner Persönlichkeit und meiner Fähigkeiten geboten…

    Mit freundlichen Grüßen
    Scarlett

    ps: Abschlusstechnisch ist übrigens das Abitur an Wladorfschulen sogar noch schwerer als an staatlichen Schulen. Und zwar fachlich, nicht weil niemand vorher gelernt hat.

    Reply

  60. Harry Dindorf returns:
    published on March 28th 2009, 03:25:07 pm *

    Wir hatten unsere zwei Kinder in der Waldi und haben auch so (blind)kritisch wie du über die Waldorfschule geurteilt. Letztendlich haben wir beide Kinder von der Waldorfschule genommen. Sie wechselten in die Realschule und in’s Gymnasium. Wir haben ja jetzt den direkten Vergleich. Unsere Kinder kotzt es an und uns Eltern auch. Also im direkten Vergleich können wir nun sagen, dass die staatliche Schule Geist und Herzlos ist. Fast alle Eltern die wir dort trafen sind unglücklich und unzufrieden (oder hast du irgendwo zufriedene Eltern getroffen?).
    Ich kann dir nur sagen,sei froh,dass du die Staatsschulen nicht erlebt hast.
    Wir haben noch einen Nachzügler bekommen und den tun wir wieder auf die Waldorfschule und zwar mit gutem Gewissen.

    Reply

  61. Silvana Matthes reckons:
    published on February 11th 2010, 07:52:40 pm *

    Guten Tag,

    mein Sohn besuchte acht Jahre lang staatliche Schulen mit wechselndem Erfolg und sehr unterschiedlich engagierten Lehrern. Fazit: Wenn du nicht blöd bist und Glück mit deinen Kameraden hast, kann es gut passen. Wenn du allerdings Probleme hast, ist es sehr schwer die zu lösen. Mein Sohn ist aus freien Stücken in der Neunten zu Waldorf gewechselt und hat sich seit dem sehr zum Positiven verändert. Ich glaube er hat sich geerdet. Ihm tut die Schule gut. Er hat Erfolg und fühlt sich so akzeptiert wie er ist. Ich glaube für mich, dass es pauschal schwer zu sagen ist an welche Schule der Einzelne passt. Aber eines habe ich für mich gelernt: Dass Noten und Abschlüsse nämlich nicht alles sind.Man muss sich wohlfühlen und angenommen. Und das kann Waldorf sehr gut.

    Reply

  62. Haha.. opines:
    published on March 31st 2009, 01:41:05 pm *

    ... genau – deswegen schreibt man in Baden Württemberg und Bayern auch überall das gleiche Abi….... wirst schon recht haben, dass das WS-Abi schwerer ist – inhaltlich versteht sich.. NICHT

    Reply

  63. Denise responses:
    published on April 26th 2009, 08:14:30 pm *

    Guten Tag an alle,

    nachdem ich hier jetzt alles durchgelesen habe, dachte ich mal, dass ich jetzt auch meinen Senf dazu gebe, in der Hoffnung, dass ich einige Eltern überzeugen kann, dreimal drüber nachzudenken ihre Kinder auf solche Schulen zu schicken, ohne sich vorher genauestens zu informieren. Wie ich das mache? Durch zitieren seriöser Bücher und Autoren. Ich muss nämlich gerade eine Hausarbeit im Studium mit dem Thema "New Age" schreiben. Dabei bin ich auf das Thema Waldorfschulde gestossen und habe überrascht festgestellt, dass es wirklich so viele Leute gibt, die ihre Kinder da hinschicken.

    Los geht’s:

    Kurt Finger (1991); "Das Neue Zeitalter"

    S.60: "Capra würdigt Steiner als bedeutendsten "Verbreiter und Weiterentwickler der Goethischen Naturlehre", der "sein Wissen aus mystischer Versenkung, in der sich ihm eine übersinnliche, spirituelle Welt offenbarte", schöpfte und der "eher als Seher denn als Denker zu bezeichnen ist".
    .
    .
    .
    Steiner nannte das von ihm errichtete anthroposophische Lehrgebäude eine ‘Geisteswissenschaft’[...]

    Geisteswissenschaft in seinem Sinn erforscht einen Bereich, der dem sinnlichen Erkennen und der kritischen Vernunft unzugänglich und daher im wesentlichen Geheimwissenschaft ist.

    Nach Baumann tritt der Begriff Geheimwissenschaft in den späteren Jahrenbei Steiner zurück und wird nur mehr als Synonym für Okkultismus verwendet.

    [...] seine Antroposophie soll eine "Eröffnung der Tore zu einer unsichtbaren Welt sein"

    S. 61
    Die Philosophie Steinerts ist in ihrer Mischung aus christlichen, indischen, germanischen Elementen, aus Mythen, Mystischem und Wissenschaft nicht leicht nachzuvollziehen. Sudbrack meinte dazu: "Dem Nicht-Anhänger ist es ein Geheimnis wie bei Rudolf Steiner [...] Genialität und Absurdität zusammenkommen. Er las z.B. auf Grund seines Astralleibes in der ‘Akasha-Chronik’ eine pedantisch genaue Weltgeschichte ab bis in die Daten der nächsten 6000 Jahre hinein.

    S.147
    "Notenzeugnisse sind in Waldorfschulen durch eine verbale Charakterisierung des Kindes ersetzt; Schlüsselfächer wie Rechnen, Sprache, Geographie, etc. werden im Epochenunterricht dageboten, musische und praktisch-handwerkliche Fächer sind hoch geschätzt.

    "Eurythmie ist für den Anthroposophen der ‘Schlüssel’ zum ‘Wiederaufstieg’ in ‘die oberen Himmel’".

    "Die Waldorfschulpädagogik mit ihrem deutlichen okkulten Geistbezug, ihrem starken meditativen Element im Unterricht und ihrer Ablehnung des Rationalen (der Kopf ist der ‘Todespol’ des Leibes) steht ganz im Zeichen einer New-Age-Pädagogik."

    Nun – natürlich fragt sich jetzt manch einer, wie aussagekräftig Zitate aus einem Buch sind von ’91 mit Zitaten quer aus dem 20.Jhr über einen Menschen, der 1925 gestorben ist.

    Das kann ich leicht beantwortet. Ich habe mir von der gemeinsamen Internetseite der Waldorfschulen (man wird von einem Zitat von Steiner begrüßt) ein Dokument heruntergeladen von dem die ersten beiden Kapitel auf der Seite dargeboten worden sind. Das interessante daran? Im Text auf der Seite wird der Name Rudolf Steiner nicht einmal erwähnt. Man könnte also glauben dass man sich weiter entwickelt hat. Doch lesen sie mal ein bisschen weiter und schon wird einem in jedem zweiten Satz Steiner hier und Steiner da um die Ohren gehauen und noch dazu gibt es einen ganzen Absatz über die nette Antropsophie. Man bezeichnet das was Steiner in seinen Visionen und mit Astralleib ‘gesehen’ hat wirklich "Menschenkunde".

    Hier ein Satz aus dem Text:
    "Die vier klassischen
    Temperamente – Choleriker, Sanguiniker, Melancholiker und Phlegmatiker – sind
    dabei nur Anhaltspunkte."
    —> Ob Anhaltspunkt oder nicht – in der modernen Wissenschaft werden diese Einteilungen als lächerlich und absolut nicht zutreffend abgetan… diese Lehre wurde in der Antike und im dunklen Mittelalter vertreten – nicht in einer modernen Gesellschaft, in der ein Pädagoge auch nur die leiseste Ahnung von Psychologie hat.

    "Von den Lehrern wird erwartet, dass sie sich mit Anthroposophie
    auseinandersetzen, natürlich aber nicht von den Eltern"
    —> wie praktisch, dann haben die Eltern keine Grundlage zu protestieren

    "Bevor
    z.B. in Berlin Jüdische Schulen gegründet wurden, besuchten viele Schüler
    jüdischer Konfession die dortige Rudolf Steiner Schule, so dass für diese jüdischer
    Religionsunterricht eingerichtet werden konnte."
    —> gut zu wissen, sonst könnte man auf die Idee kommen zu fragen, warum ne Menge von Steiners Freunden Antisemiten waren, wie Alice Bailey

    "Steiners
    Erkenntnismethode war eben keineswegs vage und okkult-nebulös, wie manchmal
    behauptet wird."
    —> wird begründet durch seiner herausragenden Erkenntnisse in der Physik… beeindruckend, wie man von dem auf das andere so einfach schließen kann…Albert Einstein war ein Genie in der Physik und als Mensch eine absolute Niete…

    Hier der Text von der Website:

    http://www.waldorfschule.info/upload/pdf/paedagogik/Was_will_Waldorfpaedagogik.pdf

    Ich weiß ich war nicht auf einer Waldorfschule und kann die Zustände nicht beurteilen. Da jede Schule eigene Konzepte hat, weiß ich, dass es auch extreme Unterschiede geben kann, bis hin zu positiven Beispielen, die sich von Steiner und der Anthroposophie entfernt haben, trotzdem bin ich erschreckt, wieviele Kommentare bis jetzt von genau diesen Sachen berichtet haben. Für mich ist das persönlich veraltet und weltfremd, selbst wenn viele Konzeptpunkte besser sind als in staatlichen Schulen. Sie müssen auch wirklich voll umgesetzt werden und dürfen nicht durch die schon fast gruselige Verehrung von Steiner und der fast schon sektenartigen Durchsetzung der Anthroposphie getrübt werden. In dieser Hinsicht sollten sich Eltern wirklich informieren und auch mit den Kindern anderer Eltern reden, denn die wissen besserm, was da abgeht, als die Eltern.

    Schöne Grüße

    Reply

  64. staatlich geprüfte Abiturientin aus Meck-Pomm answers:
    published on July 13th 2009, 02:48:36 am *

    Ich dachte, ich schalte mich auch mal ein, da ich in meinem Bekanntenkreis auch einige Schüler habe, die die Waldorfschulen besuchen.
    Ich habe persönlich keine gute Meinung zu Waldorfschulen. Nach allem was mir von Waldorfschülrn erzählt wurde, ist es für mich nur Spielerei.
    Unser Bildungssystem ist nicht perfekt. Das will ich auf keinen Fall sagen. Mich haben in 13 Jahren Schulzeit auch viele Sachen angekotzt, die die Politiker zu unserem "Wohl" entschieden haben. Trotzdem hab ich mich durchgebissen.
    Trotzdessen kann man gut ausgebildet werden, wenn man gute Lehrer hat. Und davon hatte ich viele. Und wenn man mit den Lehrern nicht zufrieden ist, dann müssen die Kinder die Schule wechseln wenn es möglich ist, oder die Eltern müssen sich mit ihren Kindern hinsetzen. Denn für die Erziehung sind in erster Linie die Eltern verantwortlich.
    Auch wenn die Prozentzahlen der Abiturienten an Wschulen höher ist als an staatl. Schulen. Wenn die Wschulen wirklich besser und fördernder wären als die staatlichen, dann würden die meisten Schüler doch auf eine Wschule gehen oder das Bildungssystem dem entsprechen.
    Ich kann nur sagen, ich bin stolz, ein staatliches Abitur zu haben. Ich habe in der Schulzeit auch unter Hoch-/Noten- und Leistungsdruck schöne Zeiten gehabt.
    Und ich habe mich auch so super entwickelt ohne die komischen pädagogischen Fördermethoden der Wschulen. Und individuell fördern kann man sich nach der SChule auch selber. Und dafür sind eben auch die eltern zuständig, mit Erziehung, Liebe und Unterstützung.
    Und wenn man sich dem nicht bewusst ist, dass man sich mit seinem Kind hinsetzen und beschäftigen muss um es zu fördern, dann sollte man sich keine Kinder anschaffen. Denn was die Kinder nicht von den Eltern beigebracht bekommen in den ersten Jahren und im weiteren Leben, dass können auch Waldorflehrer nicht nachholen. Genausowenig wie es die staatlichen Lehrer können.

    Reply

  65. StefanPuchtler replys:
    published on January 7th 2010, 06:11:08 pm *

    Neine Waldorfgeschichte ist zu lang um sie hier aufzuschreiben1 ich habe sehr viel Gutes erlebt.Aber was ich ende der 80 Jahre unter finanzell schwierigsten Bedingungen fast drei Jahre an zwei anthroposophischen Kunsthochschulen erlebte war tiefstes Mittelalter! Dogmatisch, Sinnenfeindlich,verlogen,doktriniert,sektiererisch,
    unfrei,übergriffig (geistig) und Gesundheitsschädigend!,Nötigend und Ausbeutend, dekadend,anmaßend und teilweise unerträglich! Schlichtweg eine absolute Katastrophe!Selbsternannte geistige Führer als Dozenten.Und das im Fach Sprachgestaltung/ Schauspiel.
    Ich bin heute noch stolz darauf, wie ich rebellierte und als
    Ketzer,und Verräter titulliert worden bin, weil ich es gewagt habe frei zu denken und mich nicht manipulieren zu lassen!
    Kostprobe gefällig?...Ketzer petzten jetzt käglich
    letzlich plötzlich leicht skeptisch,,,
    Gott sei dank verbrennt man heutzutage andersdenkende Menschen nicht mehr, liebe Anthroposophen,oder die ihr es gerne sein wollt! Was hat man mit Ketzern früher gemacht? Diese Art von Sprachübungen sind ja wohl Selbstverrat oder? bevor Ihr über das Karma andere Menschen nachdenkt oder urteilt,, denkt mal über über Euer eigenes Karma nach( pervertiertes Christentum ) mit ganz viel karmischen Schatten! Ihr wißt schon. wo unterbwußt eure kollektive Angst oder Schuld ist-wie wäre es karmisch gesehen mit Täter< Opfer Ausgleich durch die verschiedene Jahrtausende?Ihr habt viele Leichen im Keller!Paßt auf, dass sie nicht vorgeholt werden!!! Licht ist Liebe!Im übrigen wäre es doch wunderbar, wenn ihr eure eigenen Lehren mal leben würdet!Mephisto und der aus Goethes Faust! was sagt Mephisto über Jura? Wie könnt ihr da noch Klagen!Hört endlich auf die Menschen Kreuzigen zu wollen, vorallen in den eigenen Reihen, nur weil man sich kritisch äußert! Wir leben im Jahre 2010 ! Um es in Euere Sprache auszudrücken, seid weniger arimanisch in Eurem Gedankengut und luziferisch im Händeaufhalten, wenn es ums liebe Geld geht.
    Liebe Grüsse
    ein Seher und Zauberer

    Reply

  66. Pola supposes:
    published on July 23rd 2010, 12:58:48 pm *

    Hat jemand Erfahrungen bezüglich der Waldorfschule in Pforzheim? Wir überlegen, ob wir unseren Sohn dort einschulen werden.

    Reply

  67. hans means:
    published on August 4th 2010, 07:11:46 pm *

    Inhaltlich wird zwar das Gleiche geprüft – eben Zentralabitur.
    Das garantiert auch, dass die gleichen Inhalte und Kompetenzen wie auf den staatlichen Schulen vermittelt werden.
    Aber die Schüler dürfen in den meisten Bundesländern keine Vorleistungen aus den Kursen mit einbringen und es werden mehr Fächer als an staatlichen Schulen geprüft (ähnlich Nichtschülerabitur). Daher ist es schon schwerer, denn man muss sich viel breiter vorbereiten und zur Klausur die optimale Leistung abrufen (Klausurnote=Endnote).
    Mit Vornoten lässt sich da nichts drehen, weder von Schüler- noch von Lehrerseite.
    Da ist der Stress selbstverständich größer, das wird wohl jedem einleuchten.
    Ich habe abimäßig mit drei Waldorfschulen zu tun und meine Erfahrung der letzen drei Jahre (in Niedersachsen und Hamburg) ist, dass die durchschnittlichen Abschlussnoten an den Waldorfschulen zwischen den Ergebnissen der Gesamtschulen und Gymnasien liegen. Bei den Schulen, von denen ich hier schreibe, machen zwischen 45 und 50 Prozent eines "Gesamtschuljahrgangs" Abitur. Ich finde das ganz ansehnlich.
    ...
    Meine Meinung zur Schulfindung: Im Einzelfall anschauen und eine eigene Meinung bilden.
    Meine Meinung zur Meinungsbildung über Waldorfschulen: Nie vom Einzelfall aufs Allgemeine schließen. Dieser Grundsatz sollte ja seit den alten Griechen bekannt sein, wird aber scheinbar weder in der Waldorfschule noch in staatlichen Schulen vermittelt.
    ...
    Im übrigen gibt es nicht "die Waldorfschule" das Etikett kommt daher, dass diese Schulen in einem Solidarverband und Interessenverband – Verband der freien Waldorfschulen – organisiert sind. Nur eine Schule dieses Verbandes darf den Namen "Waldorfschule" führen. Allen gemeinsam ist, dass sie die Entwicklung des Kindes auf der Grundlage der steinerschen Menschenkunde beurteilen und die Pädagogik dementsprechend ausrichten. Menschenkunde heißt hierbei "Entwicklungslehre" (nicht Katalogisierung und vergleichende Bewertung ethnischer Gruppen wie im 3.Reich). Wie die Pädagogik in den Schulen umgesetzt wird, ist dem Kollegium der Schule überlassen. Da gibt es nach meiner Erfahrung sehr große Unterschiede von naiv-konservativ bis kritisch-progressiv. Nach Steiner hat Antroposophie als Lehrinhalt nichts in der Waldorfschule zu suchen.
    Wenn die Antroposophie doch in solcher Weise an die Schüler herangetragen wird, ist das eher ein Makel als ein Markenzeichen für die Schule.
    ...
    Von einem der sich fürs Thema interessiert und ein wenig Einblick hat. Bin wohl ein wenig vom eigentlichen Thema abgekommen, sorry!

    Reply

  68. Thomas Xavier supposes:
    published on April 21st 2009, 09:50:23 am *

    Können wir das in unsere "Sammlung":http://www.esowatch.com/index.php?title=Waldorf_P%C3%A4dagogik_Erfahrungsberichte aufnehmen?

    Reply

  69. Lars Strojny means:
    published on January 31st 2011, 11:52:33 pm *

    Klar.

    Reply

  70. stratos supposes:
    published on April 27th 2009, 10:28:00 pm *

    Deine Verbesserungsvorschläge haben mich an meine Schulzeit in der DDR erinnert.

    Die Hauptlehrer waren Respektpersonen,
    Naturwissenschaft ab der 5. Klasse. Noten gab es in der 1. Klasse mit Bienchen für sehr gute Leistungen.

    Selten war der Unterricht Chaotisch,
    Lehrer wurden nicht beleidigt oder der Direktor stand vor Dein Elternhaus.

    Hat das nicht geholfen wurden die Eltern haftbar gemacht.

    Ich habe mein Abitur nach der Wende nachgemacht.

    Meine Kinder würde ich am liebsten selbst unterrichten und von einer Schule in der
    BRD fernhalten, das ist aber verboten.

    Reply

  71. M.Nusch answers:
    published on May 21st 2009, 02:28:32 pm *

    Toller Berricht von Dir! Meine Nichte besucht auch eine Waldorfschule und es ist genau so, wie Du es bescheibst – lernen ist da nicht möglich, allein schon da die Schüler nicht einmal Bücher zum Nachlesen haben. Wenn man seinen Namen tanzen kann, ist man gut dabei. Mathe ist auch ein Tabu, Fach braucht eh kein Mensch, es reicht ja wenn der Schüler das kleine ein mal eins in der 7. – 8. Klasse halbweges kann. Deutsch ist auch nicht wichtig, lieber irgend eine Fremdsprache, aber die auch nicht richtig. Das Ergebnis daraus – Hurra, ein Nachhilfelehrer muss her – einer für Mathe und noch einer für Französisch – endlich wieder Geld ausgeben, Schulgeld alleine ist ja zu niedrig.
    In meinen Augen tun mir diese Schüler sehr leid, denn wenn die Schulzeit zu Ende ist und diese Schüler in die richtige Welt entlassen werden, fallen ihnen die Augen schier aus dem Kopf, denn da platzt der Traum von ihrer heilen Welt und der Ernst des Lebens nimmt seinen Lauf. Genau genommen – die Eltern könnten auch das Schulgeld im Voraus bezahlen und das Abschlusszeugnis mitnehmen, so dass man seine Kinder zuhause unterrichten kann, so dass sie was fürs Leben lernen und nicht so einen Quatsch, den die verzapfen, der eh nichts bringt als die Unwahreit über ihre Traumwelt, die es nicht gibt und nie geben wird – kann nur sagen: Super toller Bericht

    Reply

  72. David returns:
    published on May 27th 2009, 03:54:39 pm *

    Servus,

    es ist wirklich wirklich wirklich krass. Ich war auch bis ende der 10. Klasse auf einer Waldorfschule und ich muss sagen: Du hast so dermaßen RECHT mit deinem Text das ist unglaublich. Und mehr als die Hälfte die du beschreibst ist mir EXAKT so wiederfahren. Ich bin Anfang der 11. Klasse auf eine Hauptschule mit M-Zweig gewechselt und hatte im ersten Zeugnis nur 1er und 2er und auch das ohne Mehraufwand. Und du hast vollkommen Recht mit deiner Aussage: ,,Ab Klasse 9 wird’s nun ein bisschen seriöser: die Schüler sollen all das können, was sie nie gelernt haben. Das Niveau zieht unverhältnismäßig an. Das Aussortieren, das die Waldorfschule nach Selbstbeschreibung ja gar nicht betreibt, beginnt."
    Und das lustige ist, deine Englisch Lehrerin war anscheinend meiner sehr ähnlich ;)

    Ich kann nur jedem raten sein Kind nicht auf eine solche Schule zu schicken und wenn man eine besucht so schnell wie möglich zu flüchten

    Gruß David

    Reply

  73. Gertrud says:
    published on June 5th 2009, 07:48:07 pm *

    Es ist nach wie vor ein interessantes und ein schier unerschöpfliches Thema, die Waldorfpädagogik mit ihren Grundlagen und ihrer Beziehung zur noch rätselhafteren Anthroposophie mit ihrer Stifterfigur Rudolf Steiner zu betrachten.
    Wer sich intensiv damit befassen will, wer argumentieren will, kommt an "Anthroposophie in Deutschland" von Helmut Zander aus dem Vandenhoek und Ruprecht Verlag (2007) nicht umhin.
    Dieses Buch hat mir (waldorflehrerausgebildet) viel gebracht, denn auch mir (und so geht es sicherlich anderen Lehrern an der Waldorfschule auch)blieb die Anthroposophie ein ziemlich versiegeltes Kapitel. Das sieht nun nach der Lektüre dieses Buches anders aus.

    Reply

  74. ein sinnloses Résumé von dir ! supposes:
    published on July 21st 2009, 04:52:44 pm *

    der unsinnige Unterricht, den du da beschreibst, bringst anscheinend hammer, denn sonst würden Waldorfschüler im Durschnitt nich so ein gutes Abi schaffen (welches ja das gleich wie das der Staatsschulen ist).

    Also wenn du meinst, dass man 8 JAhre lang nur scheiße lernt, dann lernt man dafür 5 Jahre anscheinend das, für was andere Staatsschüler 13 oder 12 JAhre brauchen.

    Reply

  75. AnarchoAdrian opines:
    published on July 27th 2009, 12:13:46 pm *

    Bin ich froh, dass ich geflogen bin.

    Reply

  76. Anna reckons:
    published on September 15th 2009, 04:35:35 pm *

    Ist ja alles sehr interessant!
    Ich selbst kann nur sagen, für mich ging heute das zehnte Schuljahr an einem staatlichen Gymnasum los und ich bin, wie schon seit Jahren, bereits wieder völlig frustriert.
    Wie ich den texten entnehmen kann, scheint es ja stark von der jeweiligen Waldorfschule abhägig zu sein, wie qualitativ und informativ der Unterricht gestaltet wird.
    Mich selbst regt an meiner Schule so gut wie alles auf: 1. Ist das Gebäuse teilweise in einem katastrophalen Zustand. Es wurde seit mindestens 30-40 Jahren nicht mehr renoviert (das letzte Mal irgendwann in den 70ern, die Klos natürlich auch nicht..), und das merkt man auch. Eine Schule muss natürlich in erster Linie keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, aber in meinem liebevoll gestalteten und eingerichteten Grundschulklassenzimmer (Holzmöbel, Plakate, Zimmerplflanzen etc.) fühlte ich mich viel wohler und konnte mich daher auch viel besser konzentrieren. Am Gymmi ist die Wand weiß mit einigen hellorangen Streifen, und unten von schmutz und Fußabdrücken übersäht, Kaugummi an der Decke….. Schlimm ist auch, dass es selbst an wirklich sinnvollen Dingen fehlt: Für alle Klassen gibt es nur eine Stuhlgröße, und sowohl die Zwerge aus der 5. als auch 1,80-1,90 große ältere Schüler müssen auf diesen Stuhl passen!! Außerdem soll man sich im Unterricht ja nicht bewegen, sondern schön korekt auf dem Stuhl sitzten (wo doch jeder weiß, dass das ungesund ist).
    Außerdem habe ich auch oft nachmittagsunterricht. Erwachsene, die so lange sitzen müssen, bekommen einen super Büro-Stuhl, aber wir sitzen uns (die Lehrer allerdings auch) auf den alten furchtbar unbequemen Stühlen wirklich den Arsch wund. Nachtmittagsunterricht bedeutet hier natürlich auch, fast den ganzen Tag in diesem hässlichen Schulgebäuse zu verbringen (verlassen ist größtenteils untersagt).
    Naja, und der Unterricht….Es gibt zwar tausen Regeln und Vorsätzte mit so pseudo-Scheiße wie: Wie fördern das Kind etc., aber von wegen! Wer etwas nicht kapiert (bei einigen Lehrer verständlich) hat halt die Arschkarte gezogen! Ein Schüler ist in allen Fächern ganz OK, hat aber nur in einem Fach eine 6, von der ihm keiner runterhelfen kann? Was solls, da kann er doch gleich das ganze jahr noch mal wiederholen! das bringt ihm dann zwar auch nicht wirklich etwas, sondern demütigt nur, aber so will es das System ja….nun gut, ich muss sagen, dass es einige wenige Lehrre gibt, die sich wirklich Mühe geben und versuchen, nicht nur das Wissen gut zu vermitteln, sondern auch dne Unterricht interessant zu gestalten, aber leider sind die wirklich in der Minderheit. Im Gegensatz dazu gibt es Lehrer, von denen ich aber auch wirklich schockiert bin und mir denke, da könnte ich ja auf Anhieb besseren Unterricht halten !! Reden kann man mit denen aber auch nicht, denn die Lehrer halten sich ja immer für total überlegen. Ach ja, wer schleimt, oder dem Lehrer seine gepushten Brüste hinhält, kriegt natürlich auch bessere Noten, sogar bessere, als jemand , der sich mit wirklich informativen Beiträgen am Unterricht beteiligt. Kritish nachfragen ist nicht gern gesehen und man wird sofort als respektlos abgestempelt, Diskussonen gibts auch nicht.
    Der Lehrer kann dir, egal wie alt, verbieten aufs Klo zu gehen(!!, Widerstand ist natürlich respektlos!!!), oder zu trinken, auch bei 36 Grad!! Dank g8 gibts auch kein Hitzefrei mehr. Ab und an gibts natürlich solche pseudo-Verhaltenstage oder so, dann heißt es immer, wir schließen keinen aus und so, aber wenn an der Schule (auch mitten im Unterricht) schüler beleidigt/ausgelacht werden, greift eigentlich nie ein Lehrer ein, denn die haben ja auch nie Zeit…..........
    Ach, ich könnte noch so viel erzählen, aber ich denke, das reicht. Zumindest meine staatliche Schule ist grässlich: Ich verbringe mindestens drei Viertel des Tages (2mal die Woche den ganzen tag außer essen und trinken) für eine Schule, die einfach die Hölle ist….......
    Das sollte sich Hr Spaenle mal angucken! Lernen macht Spaß.....HAHA!! Vor alllem lerne ich so gut wie kein Musik/Kunst, un in den 30 Minuten (!!=) Musik, die wir ro Woche haben, machne wir auch noch Theorie, anstatt endlich mal MUSIK ZU MACHEN!! NUR Theorie, NULL Praxis!! Auer Sport, aber da muss man dann gleich den selbstmörderischenh Kastenhandstandüberschlag irgendwas können, sonst gibts ne 6 und man ist respektlos….....
    Gruß aus Bayern

    Reply

  77. waldi01 means:
    published on September 24th 2009, 12:26:38 pm *

    Darf ich sie fragen warum sie nicht einfach von der schule gegangen sind?? ich meine die waldorschulen sind ja ach soooo schreklich un dumm und gut schimpfen kann man ja immer drüber nicht wahr???....aber einfach mal sagen gut fertig ich geh aufs gymi oder sowas kann man nicht! also ich bin derbe froh auf einer waldorfschule zu sein denn sie vermittelt einfach mehr als nur den stoff! ;-) aber das is dem jedem das seinige! ich meine nur erst 13 jahre im schulhaus rumhängen und dann danach drüber schimpfen is einfach falsch!!! ich bin mir sicher herr verfasser das sie sicherlich keine ahnung haben von dem was ich meine! achja und dann noch: fick dei mudda!

    Reply

  78. Patze replys:
    published on February 8th 2011, 03:59:50 pm *

    Vielleicht sollten manche die ihre Kommentare hier abgeben mal überlegen was sie hier schreiben, sowohl die Personen die für die Waldorfschulen sind und auch die dagegen sind, denn manches ist wirklich unter dem Niveu.

    Ich selbst binauf einer staatlichen Grundschule gewesen und nun auf einen privaten Gymnasium und ich muss sagen es hängt vieles auch von den Lehrern ab. Hat man gute Lehrer so ist man motiverter etwas zu tun, hat man hingegen unmotivierte oder schlechte Lehrer kann eine das lernen schwer fallen. Ich nehme an das das überall gleich sein wird , sowohl auf staatlichen-,privaten- oder den Waldorfschulen.

    Außerdem habe ich von einer ehemaligen Waldorfschülerin gehört das nur die jenigen zum Abitur zugelassen würden
    die es auch defenitiv schaffen können. Dies würde ja die guten Abtiurabgänger erklären. Stimmt dies oder ist es nur ein Gerücht?

    Reply

  79. Thomas supposes:
    published on October 7th 2009, 05:12:22 pm *

    Hi,
    also ich bin selbst auf der waldorfschule in Vaihingen. Mir gefällt es bis jetzt ziehmlich gut. Mit der Allgemeinbildung und darüber hinaus, muss ich dir Recht geben. Wir hatten auch sehr wenig davon… Andererseits muss ich sagen, dass die Art von Eurythmie, die wir machen echt Spaß macht. Ich glaube aber wiederrum dass die Waldorfschule in Vaihingen eine Ausnahme ist. Vll hast du einfach eine Scheiß Waldorfschule in LB erwischt. Die 1-6 Klasse finde ich außerdem enorm wichtig, da die Kinder wirklich gut aufgezogen werden… wenn es gute Lehrer sind :-)

    Grüße

    Reply

  80. J.S means:
    published on October 16th 2009, 10:33:20 pm *

    Auch wenn diese Seite schon etwas älter ist, ich bin leider erst jetzt drauf gestoßen da ich ein wenig in alten Erinnerungen schwelgte. Ich finde deinen Bericht über deine Waldorfschulzeit sehr Interessant, da ich dir fast in jedem Punkt zustimmen muss. Ich ging auch 6 Jahre auf die Waldorfschule und habe (bzw. meine Eltern) zum glück noch rechtzeitig die Notbremse gezogen.

    Ich denke als Kind ist das Leben an der Waldorfschule eigentlich recht schön, man kann viel spielen, es gibt zumindest unter den Schülern nicht so viel Gewalt und man hat irgendwie das Gefühl einer heilen Welt auf eine gewisse Art und Weise.

    Was allerdings genau das Problem ist. Die Waldorfschule schottet sich von der realen Welt ab, bereitet die Schüler nicht auf das vor was "draußen" wirklich vorgeht. Wie angesprochen ist man in Fächern wie Mathe, Chemie, Physik und Deutsch absolut aufgeschmissen, dies merkte ich als ich auf das Gymnasium an einer Gesamtschuel wechselte.
    Ganz schlimm war auch die Sekte der Lehrer und einige Hardliner unter den Eltern. Ich wurde in der Schule mehrmals geschlagen! sogar mit der flachen Hand ins Gesicht. Aber die Lehrer schaffen es alls so zu verwirren, dass der kleine Schüler sich nicht mehr traut etwas zu sagen, oder es als gerechtfertigt ansieht bzw. ihm nicht geglaubt wird.

    Ich bin dann auf der Gesamtschule direkt sitzengeblieben und musste in die Realschule.. dort bin ich nocheinmal sitzengeblieben.

    Ich musste mich ganz neu orientieren, mich durchbeissen, mein abitur später nachholen. Heute habe ich erfolgreich ein Studium an der Universität hinter mir und bin froh das ich es noch geschafft habe.. ich weiß nciht was passiert wäre wenn ich länger an der Waldorfschule geblieben wäre.

    Aber seltsam ist doch eins.. irgendwie bleibt ein Gefühl im Herzen zurück.. eine seltsame Sehnsucht nach der alten Zeit und nach der Schule, egal wie abgedreht es damals zuging.. geht euch das auch so?

    Reply

  81. Andreas Lichte replys:
    published on October 19th 2009, 09:08:31 am *

    http://www.ruhrbarone.de/wie-gut-sind-waldorfschulen/

    "Wie gut sind Waldorfschulen?

    Eine Antwort einer Mutter aus dem Ruhrgebiet auf die gleichnamige TV-Dokumentation des SWR.

    (...) Wie ich rückblickend sagen muss, ist das Waldorfsystem raffiniert und an Verlogenheit nicht zu überbieten. Ist man einmal in dessen Fänge geraten, kommt man nur ganz schwer wieder heraus. Mit dem Eintritt in die Waldorfschule begibt man sich automatisch in ein Abhängigkeitsverhältnis – ohne sich dessen bewusst zu werden. Der Lehrstoff der Waldorfschulen ist so angelegt, dass Kinder beim Wechsel in eine öffentliche Schule erhebliche Lücken haben, die nur sehr schwer, oder gar nicht, wieder zu schließen sind – mein Sohn hatte diese erheblichen Wissenslücken und wurde schliesslich in die 4te Klasse zurückversetzt. Ein Schulwechsel geht auf Kosten der Kinder und Jugendlichen, die sich als Versager fühlen müssen, auch wenn sie keine sind. Ich hatte Glück, da wir an der öffentlichen Schule auf kompetente, erfahrene und verständnisvolle Pädagogen trafen.

    (...) Die Wahnvorstellungen Rudolf Steiners werden in der Waldorfschule ausgelebt – mit kräftiger finanzieller Unterstützung des Staates. Dieser lässt diese Sekte schalten und walten, wie es ihr gefällt. Ohne Gegenleistung, ohne Auflagen, ohne wirksame Kontrollen. Wo leben wir? Der Gesetzgeber verpflichtet die Schulaufsicht, auch die Qualität von Privatschulen zu überprüfen. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass nur kompetente, gut ausgebildete Lehrer Schüler unterrichten dürfen. Selbstverständlich sollte es auch sein, dass jederzeit die Möglichkeit gegeben ist, an eine andere, auch öffentliche Schule zu wechseln – ohne riesige Wissenslücken und seelische Schäden aus der Waldorfschule im Ranzen mitzunehmen. An der PISA-Studie haben sich die Waldorfschulen gar nicht erst beteiligt …

    Reply

  82. Daniel supposes:
    published on October 28th 2009, 05:02:31 pm *

    Wichtig kommt von Wicht…

    Worum geht es in der Schule? Ein junger Mensch soll ausgebildet, erzogen und auf das Leben vorbereitet werden, damit er kritisch durch das Leben gehen kann und in der Lage ist, sich ihm bietende Probleme erfolgreich und im Sinne seiner eigenen Interessen und im Interesse seines Umfeldes zu loesen, egal ob beruflich oder privat?
    Dann bietet die Waldorfschule doch ein cooles Konzept!
    Oder soll ein Mensch beigebracht bekommen, wie er innerhalb einer Gesellschaft zum Wohle der Gesellschaft oder jener, die sich an ihr bereichern, zu funktionieren hat, komplett mit Ellenbogen und Elite-Denken? Oder soll der junge Mensch gemaess einer religioesen Vorgabe bestimmte Angstmuster entwickeln, damit man ihn spaeter leichter manipulieren oder kontrollieren kann? Dann ist die Waldorfschule nicht so gut geeignet, denn wenn ich mich nicht irre, sollen die Menschen dort am Beispiel ihres Umfeldes lernen sich selbst zu erziehen und sich selbst fortzubilden, ganz nach Gusto und auf kreativem Wege – im staatlich-gesellschaftlichen Sinne "unkontrolliert", also – freidenkend.
    An internationalen Universitaeten wird das oft aehnlich gehandhabt, wie ich aus eigener Erfahrung weiss…

    Steiner-Ideologie… wenn die Waldorfschule ihre Idee der Selbsterziehung erfolgreich umsetzt, sollte ein Schueler sehr bald in der Lage sein, selbst zu entscheiden, ob der Steiner Mist erzaehlt hat oder nicht, sich die brauchbaren Passagen extrahieren und den Muell in die Tonne treten koennen.
    Allein die Tatsache, dass dieser Thread existiert, zeigt sehr deutlich, dass die Waldorfschule speziell am Beispiel des Ur-Verfassers dieses Threads keineswegs versagt hat, auch wenn er selbst dieser Auffassung ist. Er hat aus der Schulzeit nichts fuer sich mitnehmen koennen, okay. Aber dafuer kann die Waldorfschule nichts. Es sind inzwischen ein paar Jahre vergangen. Vielleicht hat er inzwischen merken duerfen, dass er auf das Leben besser vorbereitet wurde, als er das zunaechst dachte und vielleicht hat er inzwischen eingesehen, dass man Dritten gegenueber besser aussieht, wenn man gelegentlich etwas Respekt zeigt. Nach den Spruechen seinem Ex-Pauker gegenueber braeuchte er sich in meiner Firma nicht mehr bewerben…

    Der vielleicht wichtigste Satz, der hier im Thread geschrieben wurde, war wohl, dass Lernen SPASS machen kann. Schule kann SPASS machen. Im Idealfalle MACHT Schule Spass – Lehrern wie Schuelern. Die Waldorfschule ist meiner Meinung nach am dichtesten dran an diesem Ideal.
    Natuerlich unterrichten auch an der Waldorfschule nur Menschen. Oftmals Idealisten; "Spinner", "Weltfremde". Aber in jedem Falle Leute, die studiert haben und voller Enthusiasmus an eine Schule gegangen sind, um dort Kindern oder Jugendlichen von ihrem speziellen Fachgebiet zu erzaehlen und zu versuchen, die Schueler dafuer zu begeistern. Das machen sie je nach Faehigkeit besser oder schlechter. Aber ein "Lehrroboter" ist mir an einer Waldorfschule noch nicht begegnet. Genaugenommen ist mir nirgendwo bisher ein Lehrroboter begegnet. Nur Unverstandene oder Falschverstandene. Du bist besser als dein Lehrer in Mathe, Deutsch oder Bio? Freu Dich doch! Das muessen Faecher sein, die Dir Spass machen – wie Deinem Lehrer uebrigens auch… Wie war das mit dem Umfeld, an dem Du Dich orientieren sollst, um Dich selbst zu formen? Ich orientiere mich doch tausendmal lieber an einem Spinner, als an einem Bundeswehr-artigen Gunnery-Sergeant oder einem Klugscheisser, der staendig aber auch immer alles besser weiss, als ich! Ich diskutiere doch lieber mit einer Weichwurst, als dass ich mich von einem authoritaeren Typen zusammenbruellen lasse! Ich sehe doch lieber im Unterricht einer Teesocke beim Spielen zu – spiele im besten Falle mit – als dass ich mich zu einem wirtschafts (politik-/medien-) glaeubigen Ackergaul erziehen lasse! Was Du lernst, haengt doch von Dir ab! Und wenn es "nur" die Einsicht ist, wie Du spaeter mal NICHT werden willst.

    Dein Lehrer ist keine Respektsperson und ist in deinen Augen keine Authoritaet? Sei froh! Bist du in deiner grenzenlosen Egomanie schonmal auf die Idee gekommen, in den Spiegel zu schauen, ob Du fuer Deinen Lehrer eine Person darstellst, die er/sie respektieren kann? (ich bezweifel es…) Respektiert dich dein Lehrer? Das tut sie/er. Ganz bestimmt. Denn Du bist Teil des Jobs und Lehrer lieben diesen Job, wenn man sie laesst.
    Seid mal nicht so hart mit dem Lehrkoerper. Versuche den Job erstmal selbst zu machen – danach kannst du die Klappe aufreissen! Und die Idioten, die es zweifellos auch unter den Paukern gibt? Die blendet man einfach aus. Nimm von denen mit, was dir nuetzt und lass den Rest links liegen.

    Ausserdem: das Konzept der Waldorfschule, sich am Umfeld zu orientieren und dann durch Selbsteinsatz zu assimilieren, gilt natuerlich auch fuer das Elternhaus. Wenn die Alten nur vor dem Fernseher haengen, sich mit Alkohol vollschuetten und sich staendig die Schaedel einschlagen, wird die Waldorfschule schlecht ein gutes Beispiel bringen koennen. Keine Schule kann das. Wenn jedoch die Alten auch kritisch sind und nah am Geschehen, Interesse zeigen, sich weiterbilden und bereit sind, an sich und der Familie zu arbeiten, dann werden das die Kinder automatisch auch machen. Das Kind, das dann auf eine Waldorfschule kommt, hat praktisch schon gewonnen. Was heisst ueberhaupt "gewonnen"? Was ist das Ziel? Die Million zu verdienen? Oder ein Leben zu leben, in dem man gelegentlich das Gefuehl hat, dass man gluecklich ist? Wie erreicht man dieses Gefuehl des Gluecks? Ich bin der Meinung, dass auch diesbezueglich die Waldorfschule die bestmoegliche Ausbildung bietet.

    Ihr beschwert Euch, dass Ihr eine Klasse wiederholen musstet, nachdem ihr von der Waldorf abgegangen seid? Und? Nach der Schule schon einen Job gefunden? 11 Millionen Arbeitslose in Deutschland! Wer will da fruehzeitig die Schule beenden? Nutzt doch die Chance, so lange zur Schule zu gehen, wie moeglich! Eure Eltern zahlen sogar noch fuer Eure Zukunft! So easy wie in der Schule habt Ihr es spaeter NIE wieder! Das ist ein Versprechen! Oh, und wenn Ihr tatsaechlich studieren geht, ins Ausland vielleicht – dann werdet Ihr Eure Fremdsprachenkenntnisse zu schaetzen wissen…

    Unsere Tochter war erst auf der Grundschule, ist in der zweiten Klasse freiwillig auf die Waldorf, ist nach der Vierten freiwillig auf´s Gymnasium, hat da die Sechste wiederholt (unfreiwillig), ist dann (unfreiwillig) auf die Realschule und geht nun (neunte) freiwillig zurueck auf die Waldorfschule. Ziel: Abitur – freiwillig. Und irgendwie wird sie es schaffen, wenn sie es will. Unsere Unterstuetzung hat sie.
    Es gibt nicht die perfekte Schule. Es gibt nur die Schule, die fuer den Einzelnen am besten geeignet ist. In manchen Faellen ist das die Waldorfschule, in manchen Faellen eine andere. Was fuer den Einen gut ist, muss fuer den Anderen nicht gut sein.

    "Soll ich mein Kind auf die Waldorfschule schicken?" – Die Antwort muesste lauten: "Wenn´s dem Kind Spass macht…" (und ihr es euch leisten koennt…)

    Hinfahren, informieren, mit Lehrern sprechen, mit Eltern sprechen und vor allem: mit Schuelern sprechen – und das eigene Goer mitnehmen. Sich selbst ein Bild machen, statt die Wikipedia auswendig zu lernen oder die Meinungen spaetpubertaerer Bettnaesser als Massstab zu nehmen.

    Und das "wahre" Leben?

    Aus der Sicht eines Arbeitgebers (Mediendesign): Ich nehme gerne Waldorfschueler als Lehrlinge oder Praktikanten. Denen muss man selten was erklaeren und die sind es gewohnt mitzudenken. Ausserdem haben Waldis Phantasie – mehr als andere. Nach Ausbildung/Studium ist die Schulbildung fuer die Ausuebung des Jobs sowieso so gut wie irrelevant.

    Ich persoenlich musste auf ein staatliches Gymnasium. Ich haette die Waldorfschule cool gefunden – kein Wunder, ich bin Gestalter. Und wen interessiert schon dieser Steiner? Wie lange ist der jetzt tot?

    "Was fruchtbar ist allein ist wahr" (Goethe) – habe ich von den Seiten der Waldorfschule Wolfsburg. Mehr muss man dazu eigentlich nicht schreiben…

    Reply

  83. Jenny says:
    published on March 30th 2011, 08:03:36 pm *

    Ich lese schon den ganzen Nachmittag, weil ich auch darüber nachdenke, meine beiden Kinder auf eine Waldorfschule zu schicken (wenn es klappt). Daniel’s Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf. Ich wäre auch gerne auf eine Waldorfschule gegangen, je mehr ich mich damit beschäftige. Bin Designerin (mit Abi) und habe wohl eine ähnliche Denkweise… :-) Mag sein, dass vor allem freiheitsliebende und kreative Menschen auf einer solchen Schule glücklich sind…

    Reply

  84. luettdeern replys:
    published on November 6th 2009, 04:20:17 pm *

    Hallo,
    ich bin selber Lehrerin bzw. in der Lehrerausbildung und habe beide Kinder in der Waldorfschule. Andererseits bin ich ständig in stattlichen Schulen aler Schulformen – von Sonderschule bis Gymnasium – unterwegs.
    es gibt bestimmt einiges, was man an der Waldorfschule kritisieren kann: die Unterrichtsmethoden, die Didaktik und tw. auch die Methodik. Sie hat aber einen entschiedenen Vorteil, der wesentlich für die kindliche Entwicklung ist: die Kinder werden nihct ständig über Noten gemaßregelt und bewertet. Außerdem herrscht alles in allem eine sehr persönliche und menschliche Arhmosphäre. Das finde ich persönlichkeitsbildend. Die Leistungen sind in den unteren Klassen sicher weniger gut – sie wurden aber auch nicht mit aller Gewalt hinein geprügelt. Ab der Klasse 7 kann sich der Unterrichtsstoff locker mit jedem Gymnasium vergleichen, wenn auch die Methoden sicher oft anders sind – wer es an der Waldorfschule nicht packt hat es woanders oft auch schwer – so wie umgekehrt. Ich finde auch schade, dass der natürwisenschaftliche Unterricht so wenig handlungsorientiert ist, es hängt allerdings im Gymnasium auch stark vom Lehrer ab, wie er den UNterrichtsstoff vermittelt. Viele gleichaltrige Freund meines Sohnes haben absolut kein Eigeninteresse an irgendeinem Thema, weil sie ständig für die dauernden Arbeiten und Tests auswendig lernen müssen. Das Lernen wird einem in den stattlichen Schulen häufig ganz schön verleidet.
    Übrigens hat unsere örtliche Waldorfschule im letzen Jahr einen Abi-Schnitt von 1, 8 gehabt – als bestes "Gymnasium" der Stadt. So viel zum Niveau.

    Man sollte alles sehr kritisch betrachten und nirgendwo ist alles Gold was glänzt. In vielen Bereichen hat die WS sicher Entwicklungsbedarf – die stattlichen Schulen allerdings aus. Wenn man für seine Kinder eine Entscheidung treffen will sollte man sich folgende Fragen stellen:
    Haben wir Zeit? Wie wichtig ist uns Freude und sich aufgehoben fühlen? Wollen wir unsere Kinder fit für die Ellenbogengesellschaft machen nach dem Motto: Der Stärkere über lebt? Wenn Sie letztere Frage mit Ja beantworten sollten Sie die sattliche Schule wählen!

    Reply

  85. Gertrud says:
    published on November 24th 2009, 12:38:28 pm *

    Offensichtlich sind Sie ein intelligenter junger Mann, dem systematisch Bildung vorenthalten wurde. Ich finde es mutig von Ihnen, diese Erfahrungen öffentlich zu machen. Als staatlich ausgebildete Lehrerin mit Zusatzausbildung zur Waldorflehrerin kann ich ihre Situation gut verstehen. Ihre Schullaufbahn scheint mir fast typisch zu sein und es ist eine interessante Frage, wo Sie den Schaden, den Sie genommen haben, einklagen könnten. Einen Anwalt bräuchten Sie, nicht die Gegenseite! Vielleicht genügt ja ein innerer Anwalt. Gerade für die männliche Sozialisation scheint mir Waldorfpädagogik oft nicht geeignet. Ich habe meinen Sohn seinerzeit aus dem Waldorfkindergarten abgemeldet, er wäre dort absolut verlottert und vielleicht sogar krank gemacht worden. Das Waldorf-Bildungsangebot ist doch sehr einseitig. Haben Sie auch den Eindruck, dass Mädchen mehr von der Waldorfpädagogik profitieren?
    Wer z.B. eine technische, mathematische oder naturwissenschaftliche Begabung hat, wird in der Waldorfpädagogik eher nicht so gut bedient. Nüchterne und realistische Zeitgenossen, zu denen ich mich auch zähle, sind sogar verpönt in dieser Welt.
    Doch muss ich Ihren Klassenkameraden zustimmen, die Ihnen die Schulwirklichkeit öffentlicher Schulen aufzeigen, in denen hart gearbeitet und auch selektiert wird.
    Falls Sie nicht ihren gewünschten Abschluss erreicht haben, ist es sicher nicht zu spät dafür.
    Ich wünsche Ihnen jedenfalls alles Gute!

    Reply

  86. Conny opines:
    published on December 7th 2009, 02:14:37 pm *

    hallo,

    dafür, dass du auf deiner waldorfschule so gar nichts gelernt haben willst, schreibst du ein sehr flüssiges, rhetorisch ansprechendes und fehlerfreies deutsch. oder muss ich jetzt glauben, dass du das TROTZ und nicht IN DER waldorfschule gelernt hast?

    hm, ich hatte gehofft, ich finde hier ein etwas differenzierteren hinweis auf das, was eine waldorfschule ist…

    Reply

  87. Gertrud Kiefer-vkert says:
    published on February 27th 2011, 04:14:17 pm *

    Was eine Waldorfschule ist, darüber können sie sich im Lexikon oder z.B. in Wikipedia informieren. Die Homepages der Waldorfschulen sind sicher werbende
    Selbstdarstellungen.
    Ansonsten wird durch den diejährigen 150. Geburtstag von Rudolf Steiner viel Information und auch Kritik in den Medien geboten. Nutzen Sie die großen Zeitungen und schreiben Sie darin – beim Leserbriefschreiben hat man gute Chancen!

    Reply

  88. Cindy answers:
    published on December 21st 2009, 08:32:28 pm *

    Hallo.
    Nun, ich habe immer etwas anderes über Waldorfschulen gehört.
    Nur verächtliches und es wurde behauptet, dass die Kinder dort nur solche sinnlosen Sachen, wie den eigenen Namen tanzen lernen.
    Naja, dass man ab der 9. Klasse der Oberstufe angehört, fand ich doch sehr lustig xD
    Dann wäre ich ja jetzt schon in der Oberstufe stolz
    Nunja, ich bin der Überzeugung, dass Gesamtschulen, die Beste Bildungsform seien.
    Es gibt ziemliche Schwerfälle in meiner Klasse, welche hart rangenommen werden und sich über die Jahre zu zivilisierten und sozialen Menschen entwickelt haben. In Erinnerung an Jan M. aus meiner Klasse.
    Wir haben selbstverständlich auch heute noch unsere Probleme in der Klasse. Zum Beispiel ist keine Klassengemeinschaft vorhanden, doch ich denke, dass es eh nicht mehr viel Sinn macht an diesem Problem zu arbeiten, da viel nach der 10. Klasse von der Schule abgehen.
    Ich werde Abitur versuchen xD
    Nunja, genug des Gelabbers^^
    Ich habe nun einen anderen Eindruck, der Waldorfschulen bekommen…

    LG Cindy

    Reply

  89. SUSI reckons:
    published on April 8th 2010, 11:27:37 am *

    Meine tochter ist IN einer waldorfschule ( 8klasse)
    Ihre freundin ist auf einenm gymnasium ebenfalls in der 8 klasse.Und meien tochter lehrnt das was ihre freundin in der 5 gelehrnt hat is dies normal???

    Reply

  90. Tobi means:
    published on April 17th 2010, 06:47:23 pm *

    Da ich ein ehemaliger Waldorfschüler bin, würde auch ich gerne meine Meinung/Erfahrung beitragen!
    Fakt ist dass es an Waldorfschulen deutlich mehr Abiturienten und weniger Hauptschüler gibt wenn man denn einen Vergleich mit staatlichen Schulen ziehen möchte. Mir persönlich hat es sehr gut gefallen dass es in den unteren Klassen noch keine Beurteilung durch Noten gab sondern sich fast jeder Lehrer die Zeit nahm im Zeugnis speziell auf den einzelnen Schüler einzugehen.
    Sagt ein ausführlicher Text nicht irgendwie mehr aus als eine einzige Note?....
    Ein weiterer Vorteil ist der (anfangs) geringe Leistungsdruck in jungen Jahren.
    Sobald es Richtung Haupt,- Realschulabschluss oder Abi geht gibt es selbstverständlich auch hier Noten.
    Dem Verfasser des Topics kann ich in sofern Recht geben als dass teilweise (zumindest war es an meiner Schule so) zu wenig Physik/Mathe unterrichtet wurde, sodass ich jetzt Angst habe im Studium Defizite zu haben.
    Von Eurythmie mag jeder halten was er will, mein Ding war es nicht unbedingt (was aber auch an den Lehrer gelegen haben kann).
    Ansonsten habe ich eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht und glaube etwas aus der Schule mitgenommen zu haben.
    Übrigends, aus meiner Klasse haben es fast alle bis ins Abi geschafft und unser Abi-Schnitt lag letztendlich sogar bei 1,8 , ein recht gutes Ergebnis wenn man bedenkt dass viele behaupten man würde nichts lernen :)

    Reply

  91. Dieter Reinhard opines:
    published on May 18th 2010, 08:52:56 pm *

    Die Erlebnisse in einer Waldorfschle sind in jungen Jahren noch nicht voll erfassbar.
    Es kann einem nicht verborgen bleiben, daß sich in vielen staatlichen und anderen Privatschulen der "Waldorfgedanke" seit langem eingeschlichen hat. Man fördert auf einmal musische Fächer. Fremdsprachen schon im Kindergarten, doch nicht etwa Grammatik pauken mit 5? Kurz, die Waldorfschule wird sehr kopiert. Aber wie überall üblich ist das dann, sozusagen auf dem eigenen Mist gewachsen, zwar unvollständig aber immerhin, gemessen an dem was Früher war, viel fortschrittlicher.
    Bin auf der Gründerschule in Stuttgart Waldorfschüler gewesen. kein allzu guter übrigens. Aber eines weis ich heute, mit 64 Jahren, sicher: Es ist eine der besten derzeit erhältlichen schulisch, menschlich möglichen Erziehungen, die ein heranwachsender Erwachsener erhalten kann.
    Sowohl von der Vermittlung der gültigen Wertigkeiten der uns umgebenden Dinge, als auch in der Beurteilungsfähigkeit von Zusammenhängen und Sachverhalten.
    Rudolf Steinerwar ein Vorausdenker, von denen es in unserem Volke nicht sehr viele gab oder gibt. Nicht das er frei von Fehlern wäre, nein, aber er zeigt Zusammenhänge, die wären sie allgemein anerkannt, eine andere Welt, wie die unsere entstehen ließe. Das wollen viele Mächtige natürlich nicht.
    Desshalb: Beten Sie ruhig weiter die falschen Götzen an, auch die, die Ihnen unsere lieben Staatskirchen als das Allheilmittel ansagen.
    Zum Schluß eine Beispiel , wie ich den Unterschied zu der staatlichen ausbildung sehe: Zwei Menschen. Einer isst 4 Hühner, der andere keines. Er hungert. Die logig sagt: Zusammengerechnet sind hier 2 Menschen, die zusammen 4 Hüner essen, also jeder 2. Folglich sind sie beide satt.
    Die Waldorfschule sagt hier: Da stimmt was nicht, der Eine muß hungrig sein und der Andere hat sich den Bauch verrenkt!
    Die Schlußfolgen solcher Denkweisen sind grundverschieden, lieber Leser dieser Zeilen. Glauben Sie mir!
    DR

    Reply

  92. Waldorfschülerin responses:
    published on June 3rd 2010, 10:23:46 pm *

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-51292035.html
    zu empfehlen. gibt einen kleinen einblick!

    Reply

  93. Lea Böttger reckons:
    published on June 8th 2010, 11:01:08 pm *

    Ja, das Abi ist tatsächlich schwerer und zwar aus folgenden Gründen:

    - An Waldorfschulen werden 6 Prüfungen abgenommen (vier schriftlich, zwei mündlich) sowie zwei Kursabschlussfächer absolviert, deren Note sich aus der Leistung während des Abiturjahres ergibt.

    - die Abiturnote ergibt sich aus den Ergebnissen der 6 letzten Abiturprüfungen (keine Vornoten oder Ähnliches, nur diese eine Prüfung zählt) sowie den Noten der Kursabschlussfächer.

    - zwei Fremdsprachen sind Pflicht, Abi nur mit Englisch ist nicht möglich.

    Lea Böttger

    Reply

  94. Anonym says:
    published on July 22nd 2010, 11:28:14 am *

    Hallo,
    mal ganz realistisch, die "Eliteschulen" nützen gar nichts wenn die Eltern in der Erziehung mangelhaft vorbereitet und vorallem vorgelebt haben. Keine teure Eliteschule kann das ausgleichen was im Elternhaus falsch gemacht wird. Kinder brauchen Vorbilder,Grenzen und Zeit. Kinder sollen sich anhand Ihrer Vorbilder (Eltern) zu eigenständigen, neugierigen, und wissbegierigen Menschen entwickeln. Dann reicht auch eine normale Schule. Lernen heisst lernen wollen, mit Freude und eigenem Antrieb, ohne Zeigefinger. Es gibt genug Eliteschüle prominenter Eltern die im Leben trotz hoher Bildung nicht zurecht kommen. Eliteschulen haben nur einen Vorteil, wenn sie richtig geführt werden, haben sie die besten und neuesten Lernmaterialien in ausreichender Menge, dies fehlt an staatlichen Schulen leider.

    Reply

  95. Sekundarliterat opines:
    published on August 21st 2010, 10:57:27 pm *

    Ich habe nun 12 Jahre Steiner-Schule in der Schweiz abgeschlossen.
    Ich habe mit grossem Interesse Lars’ Blog gelesen. Es ist toll, dass über die Waldorf-Schule, Steiner und die Antroposophie diskutiert wird, und nicht einfach Meinungen hingestellt werden.
    Vermutlich ist es in Deutschland nicht anders als in der Schweiz: Steiner- resp. Waldorf-Schule ist freiwillig. Wer nicht will, geht nicht. Der Wille eines Kindes oder Jugendlichen wird im Normalfall respektiert, ob ein Kind selber urteilsfähig ist, ist eine andere Frage. Eltern werden es den Kindern vielleicht halbwegs danken, da sie so viel bezahlen müssen.
    Stimmt es für einen, versteht man, was Steiner meint (dass er ein Rassist ist wurde hermetisch gesucht und ist keineswegs eine Tatsache. Vor dem 2. WK hatten die Menschen allgemein schlichtweg einen anderen Wortschatz; "Neger" zu sagen war zu dieser Zeit leider normal und wir wissen das alle.), weiss man, was hinter der Antroposophie steht, kurz, versteht man das pädagogische Prinzip, kann ich diese Schule empfehlen. Alle anderen schaden der Schule eher, da sie die Pädagogik mit staatlichen Schule messen werden.
    Und das ist schlussendlich für niemanden gut, am wenigsten für diejenigen, welche etwas sinnvolles in der Waldorfschule sehen.

    Reply

  96. Mhm responses:
    published on September 9th 2010, 05:40:51 pm *

    Hey
    Ich bin auf einer Waldorfschule in Hessen und mache dieses Jahr mein Abi. Da unsere Schule wie jede Schule in Hessen am Zentralabitur teilnimmt werden die Prüfungen selbstverständlich die gleichen wie an Staatsschulen sein.
    Ich gebe den Kritikern Recht, dass in der Unter-/Mittelstufe nicht so viel "Leistung" erbracht werden muss wie in einem staatlichen Gymnasium. Allerdings liegt das schlichtweg an dem anderen Lehrplan der W.Schulen. Ich denke, es ist Unsinn, Kindern schon in frühem Alter mit Kopfwissen vollzustopfen, das kommt nämlich noch früh genug. Wenn Drittklässler schon Panik vor schlechten Noten haben finde ich das außerdem einfch nur traurig. Natürlich ist die W.schule nicht perfekt und es kommt auch immer auf die individuelle Schule an. Ich persönlich bin super froh, dass ich auf einer W.Schule bin; etwas weniger Lernstoff hat mir, auch wenn ich es damals vllt etwas vermisst habe, nicht geschadet. Deswegen kann ich Eltern eigendlich nur eine gute Waldorfschule empfehlen (davor prüfen, es gibt anscheinend auch schlechte). Das Waldorfschulen oftbesser abschneiden als Staatschulen (bei uns gibt es auch Schüler aus sozial schwachen Familien und welche mit Migrationshintergrund!) sieht man an einem unserer letzten Abischnitte (Zentralabitur!): 1,6 :)
    Ach ja.. Eurythmie hat zwar manchmal genervt, aber nicht geschadet und wer weiß, vielleicht ja auch was gebracht :D

    Reply

  97. Waldorfschülerin und stolz drauf! answers:
    published on September 20th 2010, 09:13:28 pm *

    Hey, also, wie man unschwer erkennen kann, bin ich ebenfalls Waldorfschülerin (besuche derzeit die 12. Klasse mit dem Ziel, nächstes Jahr Abi zu machen). Wenn ich ganz ehrlich bin, musste ich bei diesem Artikel mehr als einmal den Kopf schütteln. Es kann ja sein, dass Sie an eine der schlechteren Waldorfschulen geraten sind, oder die negativen Seiten einfach nur deutlicher und dementsprechend zum Nachteil der positiven sehen, ich weiß es nicht. Aber wie es bereits mehrmals erwähnt wurde, gibt es bei Waldorfschulen himmelweite Unterschiede und ich kann mich im allgemeinen nicht über meine Schule beklagen. Zumindest nicht, was das Vermitteln des Unterrichtsstoffes angeht! Wenn ich mir die Noten unserer Abiturienten der letzten Jahre anschaue, dann lagen die über dem bayrischen Durchschnitt und das mehrere Jahre hintereinander… irgendwo muss das Wissen ja her kommen. Gut, es ist schon spät und ich würde deswegen gerne noch etwas konkreter werden: Der Abschnitt über die ersten Jahre scheint mir noch relativ allgemein gehalten worden zu sein und er entspricht auch in allen wesentlichen Zügen der Wahrheit, zwar hatten wir bereits in der fünften Klasse Sexualkunde, was aber bei jeder Schule anders aussehen mag. Im zweiten Absatz habe ich eine grundlegend andere Meinung. Ich finde, das (zumindest in den oberen Klassen) eigenständige Entwickeln von Raumformen und Lautgestaltung zu selbst ausgewählen Gedichten und Musikstücken (auch Modernes), fördert die Kreativität und irgendwo auch die Körpersprache der Schüler auf eine Weise, die mir von Staatschulen nicht bekannt ist (sollte ich irren, bitte ich um ein Gegenbeispiel). Eurythmie als festes Unterrichtsfach bildet außerdem eine angenehme "Entspannung" zwischen anderen Fächern, die ja vor allem das Denken beanspruchen. Eurythmie schult eine andere Art der Bewegung, als die, die wir im Alltag gebrauchen, fördert meiner Meinung nach die Auge-Hand-Koordination und trägt zu einem besonderen Verständnis von Gedichten bei. Ich glaube, über dieses Thema könnte ich jetzt noch ziemlich lange weiterreden, aber es gibt ja noch die nächsten Themenabschnitte. "Inhaltliches" dürfte der nächste sein, wenn ich mich nicht irre. Ja, ich denke, dieses Thema lässt sich nur äußerst schwer verallgemeinern, da die Lehrer ja maßgeblich zur Qualität des Unterrichtes und damit auch des Inhalts beitragen. Ich von meiner Seite kann nur wiederholen, dass ich mit dem Inhalt, der mir von meinen Lehrern vermittelt wird, vollkommen zufrieden bin. Ich gebe zu, es bedarf teilweise schon sehr aufmerksamen Zuhörens um bei bestimmten Lehrern genau die Informationen herauszufiltern, die relevant sind, dafür bekommt man ein hübsches Paket Zusatzinformationen gratis dazu… Das Behandeln von germanischen Heldensagen finde ich sehr wichtig, da es sich auf unsere kulturellen Wurzeln bezieht. Die Antike und deren Sagen dagegen fand ich einfach nur so interessant… Und ich wüsste auch gerne, was dagegen spricht, diese in einer Art Geschichtsunterricht in der dritten bis fünften Klasse zu erörtern. In diesem Alter hat man sich (zumindest ich) nicht für das Geschehen der letzten Jahrhunderte interessiert. Mir persönlich war das damals alles viel zu trocken und zu langweilig, weil einfach das dazugehörige Allgemeinwissen gefehlt hat, das man eben erst im Laufe der Jahre erwirbt. Nun ja, in Ihrem Text über die Oberstufe beziehen Sie sich ja wieder extrem auf Ihre persönlichen Erfahrungen, was ja auch für ein persönliches Resumee in Ordnung ist. Ich wollte nur ein weiteres mal anmerken, dass nicht alle Aussagen zu verallgemeinern sind. Unser Matheunterricht funktioniert bis heute tadellos.
    Ich merke grade, ich habe den Teil über das Geld ausgelassen. Da muss ich teilweise zustimmen. Bei Waldorf gibt es auf alle Fälle einen Haufen Freaks und eine Menge Schüler, die nur selten dazu beitragen, den Ruf der Waldorfschulen in irgendeiner Art und Weise zu verbessern. Dazu möchte ich nur sagen: Eine Waldorfschule ist KEINE Schule, die nur das Niveau einer Hauptschule besitzt (tut mir Leid, falls das jetzt abwertend gegenüber Hauptschulen geklungen haben sollte. Mir ist klar, dass viele Hauptschulen ebenfalls gegen Vorurteile zu kämpfen haben). Leider kommen viele Schüler erst dann auf die Waldorfschule, wenn sie auf keiner anderen Fuß gefasst haben und die Eltern dann denken: "Waldorf wirds schon machen". Tut mir Leid, falls ich an dieser Stelle Illusionen zerstöre: Auch Waldorfschulen vollbringen keine Wunder! Wenn ich ganz ehrlich bin, über den "Wir sind ja soo menschlich etc."-Absatz konnte ich nur lachen. Vielleicht haben Sie ein anderes Bild von Frontalunterricht, aber bis auf Fächer wie zum Beispiel Mathematik, wo Referate ja schier unmöglich sind, stehen diese an der Tagesordnung. Mit Gruppenarbeiten verhält es sich ähnlich. Natürlich dauert das erlernen der Stoffes erheblich länger, wenn man ihn sich in Gruppen selbst erarbeitet, als wenn man sich vom Lehrer berieseln lässt, aber diese Zeit nimmt sich, zumindest meine Schule, regelmäßig. Was Sie leider ganz vergessen haben ist der Waldorfabschluss. Für Nicht-Waldorfschüler/Eltern in diesem Forum vielleicht eine kurze Erklärung: Der Waldorfabschluss besteht im wesentlichen aus zwei Teilen, einmal dem Eurythmieabschluss, bei dem selbsständig mehrere Gedichte und Musikstücke bearbeitet werden und der Jahresarbeit, die einen ca. 25 seitenlangen schriftlichen Teil, ein etwa 10-20-minütiges Referat über dasselbe Thema und einen praktischen Teil beinhaltet. Die Vorstellung der Ergebnisse erfolgt in der zwölften Klasse nach eingehender Vorbereitung. Und genau diese Vorbereitung erfolgt durch eigene Recherche und eventuellen Gruppenarbeiten. Von Frontalunterricht keine Spur. Schade, dass Sie dafür gar keinen Platz eingeräumt haben… Zu Ihren Vorschlägen für Veränderungen bleibt mir nicht viel zu sagen. Die meisten davon klingen plausibel und würden wahrscheinlich positive Auswirkungen haben. Das einzige, womit ich nicht einverstanden bin, ist die geforderte Einstellung von Eurythmie. Eurythmie ist nunmal eines der Grundkonzepte der Waldorfschule.

    Um vielleicht ein Fazit des Resumees zu formulieren (den letzten Abschnitt lasse ich absichtlich aus, da er sich ganz offensichtlich auf persönliches bezieht): Meiner Meinung nach ist der Artikel sehr einseitig geschrieben worden und das, was mein Deutschlehrer als Meinungsbildend beschreiben würde. Ich denke für zukünftige Waldorfeltern ist es wichtig, sich über das Konzept der Schule, einzelne Meinungen und Erfahrungen zu informieren, aber bitte denken Sie daran, dass es von allen Dingen zwei Seiten gibt. Hier werden viele negativen Eigenschaften, die Waldorfschulen in einzelnen Fällen bestimmt auch haben, beleuchtet. Als Entscheidungsbasis für oder gegen Waldorf würde ich diesen Artikel jedoch keinesfalls sehen.

    Lg K.

    Reply

  98. yeah replys:
    published on September 24th 2010, 10:01:54 pm *

    Mir will nicht einleuchten, inwiefern eine "Pädagogik", die Kinder in normierte "Jahrsiebte" einteilt, als kindgerecht gelten kann. Kinder sind Individuen, und insofern entwickeln sie sich alle unterschiedlich schnell. Eine normierende Pädagogik kann ihnen kaum gerecht werden. Von der komplett (!) fehlenden Wissenschaftspropädeutik und den esoterisch verbrämten Lerninhalten mal ganz zu schweigen. Dann schon lieber "Staatsschule". Wenigstens haben dort die allermeisten Lehrkräfte einen wissenschaftlichen Hochschulabschluss in ihrem Unterrichtsfach.

    Reply

  99. Waldorfschüler reckons:
    published on November 25th 2010, 02:57:30 pm *

    Ich war auf 2 Waldorfschulen und auf 2 Staatsschulen und kann nur sagen: Der Text ist Schwachsinn und deutet daraufhin, dass der Verfasser nichts verstanden hat.

    1) Steiner als Rassisten darzustellen zeugt von geschichtlicher Unkenntnis und auch Unkenntnis von Steiners Schriften. Richtig ist: Steiner unterscheidet Menschenrassen. Richtig ist auch, dass jeder Mensch Hunderassen unterscheidet, wo ist das Problem? Das, was nicht passieren darf, ist: Eine Werteunterscheidung zu machen, und das tut Steiner nicht. Abgesehen davon gibt es auch philosophische Ansätze, die behaupten, jeder Nicht-Vegetarier sei Speziezist, was moralisch nicht besser als der schlimmste Rassismus ist.

    2) Erlernen von Sprachen funktioniert nur ddurch sprechen, und nicht durch Grammatik pauken. Das ist nichts neues und absolut logisch. Heute begreifen das endlich auch die Grundschulen und lassen die Kinder auf Englisch singen, sprechen und Geschichten hören. Anders ist an der Waldorfschule: Es ght nicht bloß um die Sprache, sondern grade im russischen auch um das Volk, das diese Sprache spricht, also bekommend ie Kinder auch auf Deutsch Geschichten dieses Volkes vorgelesen. Wer jetzt behauptet, das wäre unwissenschaftlich: Sprache und Volk hängen immer zusammen, und immer mehr Linguisten beschäftigen sich mit diesem interessanten Zusammenhang.

    3) Heileurhythmie habe ich persönlich nie erlebt, sondern nur aus 2. Hand Berichte gehört. Und: Meinem Bruder hat es geholfen. Wissenschaftlich kann ich dazu nix sagen, aber ich habe auch noch nie von einem Schaden dadurch gehört. Ja, man soll sich nach Mustern bewegen, aber was bitte passiert im Sportunterricht oder in der Ergotherapie? Ich will nicht sagen, dass es keine Spinner gibt in dem Bereich, aber das zu verdammen, weil man schlechte Erfahrung damit geacht und hat so dermaßen unfundierte Aussagen zu macehn, amcht den Text nicht seriöser. Genauere Beschreibungen wären angebracht. Übrigens wird nicht an jeder Waldorfschule auch Heileurythmie angeboten, und ich denke, wenn di Eltern etwas dageben haben und das Kind überzeugend ist, wird die Schule das kind schon nicht einsperren und zwingen, solche Dinge zu tun, denn das ist ungesetzlich und im Zweifelsfall: Warum hast du nicht später geklagt??? Was haben deine Eltern dazu gesagt???

    4) Das Grundprinzip: Denk mal nach,w as die Alternative zu dem Lernvorgang ist den du beschreibst: pauken wissenschaftlicher Schriften, deren Inhalt man sich natürlich merken kann, der aber ohne erfahrung mit Praxis leider keine Bedeutung und keinen Wert hat! Natürlich kann cih den Kindern in der zweiten Klasse beibringen, wie Feuer funktioniert – wenn nun aber ein Kind noch nie ein Feuer gesehen, angezündet oder gelöscht hat, was interessiert dieses Kind dann das Wissen? Nach diesem Prinzip produzieren wir einen Haufen kleiner "Wisseschaftler", die dir verschiedene Formel aufsagen können und erklären können, was es bedeutet, aber leider trotzdem nicth evrstanden haben, was es bedeutet. So funktioniert Staatsschule! Ein Hoch auf Waldorfschulen!!! Da haben Kinder eine Chance, nicht nur zu Wissen, sondern auch zu verstehen und ggf. sogar noch Freude am Verstehen entwickeln!

    5) Ich habe in der 7. Klasse von der Waldorfschule auf die erste Staatsschule gewechselt. Und siehe da: Ich war in Englisch weiter, ich war in Mathe 2 Jahre weiter, cih war in allem weiter, bis auf Latein, was ich mir aber dank meiner Vorbildung in Sprachenlernen ziemlich schnell aneignen konnte, ich habe sogar ein lateinisches Sprachgefühl entwickelt, von dem viele behaupten, das sei nicht möglich! Ich behaupte nicht, dass das in jeder Klasse so läuft, aber das gibt es, und es ist nicht selten. Nicht umsonst werden von Betrieben oft Waldorfschüler bevorzugt, weil sie eine breitere, unspezifischere Bildung haben. Es gibt aber auch Gegenbelege, nur: Das sagt dann nichts mehr aus! Denn es gibt beides!

    6) Die Waldorfschule nimmt jeden Schüler, das ist richtig: Warum auch nicht? Neue Forschungen zeigen, dass eine heterogene Klasse besser lernt und sozialer ist als eine homogene. Einwände? Es gibt keinen Grund, Schüler nciht zu nehmen, und es fliegen auch seltener Schüler, denn warum auch? Man kann Problemschüler nicht umbringen, also tut man für sie, was man kann, denn sonst landen sie sowieso woanders, und irgendjemand muss sie nehmen… und eine Schule, die sie nehmen muss, wird nicht besser für sie ein, als eine Schule, die sie freiwillig nimmt.

    7) Aussortieren? Ich dachte, es fliegt keiner, wie wird denn dann sortiert? Was für Konsequenzen hat denn dann ein Versagen? Ich verstehe deine Aussage nicht. Entweder wird sortiert, dann fliegen welche, oder es wird eben nicht sortiert. Entscheide dich!

    8) Die Waldorfschule vermittelt einen viel breiteren Horizont als eine Staatsschule. Das, was du als verkappten Geschichtsunterricht bezeichnest, heißt Kulturkunde und gibt, wie der Name sagt, Einblicke in die verschiedenen Kulturen, ohne, wie man nach deiner Beschreibung Steiners (die ansich ein Witz ist, denn ich aknn mir nicht vortellen, das du etwas verstanden hast, das ist wie wenn ein Kind sagt, Mama ist gemein weil cih keine Schokolade bekomme… es ist einfach unqualifiziert und so werde ich es behandeln und nicht näher darauf eingehen) vermute würde, die eine Kultur vorzuziehen oder zu sagen, das ist richtig und das ist falsch. Denn genau darum geht es: Das Nebeneinander gleichberechtiger Kulturen. Liberaler geht es nicht oder?

    9) Was soll ein Kind mit Noten? Sie bezeichnen nichts. Es geht auf der Waldorfschule nicht um das Hineinstopfen von Wissen in ein Kind, und wenn es das nicht im richtigen Augenblick wieder ausspuckt, gibt es eine Srafe. So funktioniert Dressur von Tieren, nicht Erziehung von einem Menschen zum denkenden, freien, Urteilsbildenden Menschen. Das ist meiner Meinung nach Menschenverachtend. Und von so jemandem dann zu hören, Steiner sei Rassist, empfinde ich als lächerlich. Ein Mensch kann nur denken lernen, wenn er sich in seiner Welt wohl fühlt und auch nur dann kann ein Mensch frei sein. Wenn Angst oder Druck auf jemanden wirken, hört er auf frei zu sein. Und das muss man ja nicht schon den kleinen Kindern antun oder? Das kommt noch früh genug, und später können kinder besser damit umgehen, weil sie mer von sich selber haben und sicherer sind. Dann ist eine Abstempelung in einer note nicht mehr schwer zu verkraften, aber einem Kind eine Zahl zuzuordnen, die es repräsentieren soll, wird dem Kind nicht gerecht.

    10) Prügelnde Lehrer? Anzeigen. Warum hat das keine getan? Das ist unterlassene Hilfeleistung den verprügelten Kindern gegenüber, dafür könnte mn sogar dich drankriegen! Unglaublich, du weißt von prügelnden Lehrern und die werden nicht sofort rausgeworfen… Da hätte aber die Elternschaft und die Schüler etwas unternehmen müssen.

    11) Nochmal ganz zum Schluß: Ich habe beide Schulformen erlebt und überlebt. Vergleichend kann ich nur sagen: Ein Problem gibt es an der Waldorfschule, wenn der Klassenlehrer nicht in Ordnung ist. Ist meiner Schwester passiert, mir später auch, deshalb bin ich ja zum Gymnasium gegangen. Auch ich hatte die ganze Zeit auch mal einen Lehrer dabei, bei dem ich mir denke, das war nicht in Ordnung. ABER: Am Gymnasium hatte ich fast nur Flaschen als Lehrer… Als ich an mein erstes Gymnasium (angeblich das Elitegymnasium der Stadt) kam, habe ich mich erschrocken, wie dumm alle Schüler waren, und wie unsozial. Ich habe sehr darunter gelitten, wie diese Schule war. Dann bin ich an ein zweites Gymnasium gegangen, und da ist mir aufgefallen: Hier sind sie noch blöder. Das erste war tatsächlich ein Elitegymnasium, auch im Zentralabitur hat sich das bestätigt. Das war eine Überraschung für mich. Kaum ein Schüler am Gymnasium konnte frei und selbstständig denken und Lösungen zu Dingen finden, die noch nicht erklärt wurden. Sie hatten Wissen, ja, aber sie hatten keine Möglichkeit, weiter zu arbeiten, ohne Anleitung.

    Abschließend: Mein Bruder hätte auf die Sonderschule gemusst, weil er lange Zeit weder laufen, noch sprechen, noch seine Umwelt beoachten konnte. Er ist auf die Waldorfschule gekommen, ist ohne Noten und ohne Druck in seinem Tempo vorangegangen, hat Abitur gemcht und siehe da: Der Junge ist hochbegabt, hat einen IQ von über 130 und ist heute Sportler, weil es seinen Körper so gut beherrschen kann. All das Dank Waldorfschule!

    Nach dem Abitur müssen alle Schüler auf dem gleichen Abitur sein, oder eher alle Abiturienten, aber was in den 12 Jahren davor geschieht, kann keiner voraussagen, und es ist nicht gerecht, so früh zu sortieren und den Lebensweg festzulegen, das kann kein Mensch abschätzen! Und so lange der Schüler in der lage ist, sein Abitur oder sonstwas zu machen, sollt er doch die Möglichkeit bekommen oder?

    Ach so, wie wurde denn bei dir sortiert? In die einzelnen Abschlussklassen? Und war ein Wechsel möglich von der Realschulklasse in die Abiturklasse? Das ist mehr, als du von Staatsschule behaupten kannst. Da muss man gleich Aufnahemegespräche machen und Tests… Ist dir jetzt des Waldorfschulsystem zu hart oder zu lasch? Erst beschwerst du dich, dass amn alle Schüler nimmt, dann beschwerst du dich, dass man sortiert, udn das auch noch "gnadenlos"... unglaublich, wie hart und lasch zugleich diese Waldorfschule ist.

    Ich glaube, Waldorfschüler sind gnadenlos verwöhnt! Es gibt Probleme (wie auf jeder Schule dieser Welt), aber sie sind bei weitem nicht so schwerwiegend wie die der Staatsschulen.

    Reply

  100. Ex-Waldorfschülerin returns:
    published on March 1st 2011, 08:33:22 pm *

    "Richtig ist: Steiner unterscheidet Menschenrassen. Richtig ist auch, dass jeder Mensch Hunderassen unterscheidet, wo ist das Problem? Das, was nicht passieren darf, ist: Eine Werteunterscheidung zu machen, und das tut Steiner nicht."

    Du irrst. Rassismus bedeutet nicht zwangsläufig Rassenhass. Rassismus bedeutet, Menschen aufgrund ihrer biologisch-geografischen Herkunft bestimmte Talente oder Charakter-Eigenschaften zuzuschreiben. Genau das tat Steiner.

    Dass seine diesbezüglichen Ansicht als rassistisch zu bewerten sind, urteilt z. B. Helmut Zander in "Anthroposophie in Deutschland". Die Waldorfschulen täten gut daran, diese Tatsache endlich einzusehen und sich von diesen Aspekten in Steiners Lehre deutlich zu distanzieren. Alles andere schadet ihrer Glaubwürdigkeit.

    Reply

  101. Glücklich und gebildet opines:
    published on January 18th 2011, 06:14:48 pm *

    Ich war selbst Waldorfschüler und bin froh darüber. Die mir dort zuteilgewordene umfassende Allgemeinbildung hat mir nach der Schule in Studium und Beruf gute Dienste geleistet und geholfen, mein Wissen noch zu erweitern. Die durch die künstlerischen und handwerklichen Fächern ausgebildete Kreativität möchte ich nicht missen. Was aus mir geworden wäre, wenn ich an einer staatlichen Schule gewesen wäre weiß ich natürlich nicht, aber es ist auch müßig, diese Frage zu stellen.
    Joseph Boyes, Michael Ende, Götz Werner – Anthroposophen. Sind das etwa Spinner? Jennifer Anderson, Ferdinand Porsche, Ari Behn – Waldorfschüler. Ungebildet? Heinz Nixdorf, Wolfgang Clement, Max Frisch – Väter von Waldorfschülern. Unwissende Spinner?
    Es gibt immer und überall auch unzufriedene Menschen. Allerdings vermisse ich in diesem Blog wirklich konkrete Kritig. Einfach nur zu behaupten, man lerne nichts, auch wenn dabei noch so viele Adjektive benutzt werden, reicht nicht.

    Reply

  102. halbfranzose means:
    published on March 3rd 2011, 01:31:03 am *

    Super !
    Ich lese alle negative Beiträge.
    Ich schaue wer da spricht und diese Blog gestellt hat und Wunder !
    Da erscheint ein Erfolgreicher und kreativer Mensch !
    Ich Denke : kann nicht so schlimm gewesen sein!
    Wahrscheinlich ist Der Herr vor 6 Jahren aufgewacht , schlecht gelaunt und igendwas musste her.
    Na ja ! "heute wird es die Scheiße Schule sein."
    Und seitdem lebt er glücklich und zufrieden und vielleicht schickt er doch seine Kindern in eine Waldorfschule !
    Wer Weiß ?

    Reply

  103. girli means:
    published on March 16th 2011, 04:15:31 pm *

    was hälst du eigentlich von dir du eingebildeter schnösel.
    ich selbst bin auf der waldorfschule,ich kann vieles gutes sagen es ist zwar nicht alles perfekt,aber das ist doch an keiner schule so!
    Ich war zufällig auch auf der ludwigsburger w.schule und bin jetzt in vaihingen enz,ich habe auch herr ostertag und herr vallet von dem letzten kann ich nur behaupten das ist ein eingebildeter schnösel.
    wir haben auch gartenbau gehabt und das ist ja schön wenn du erfolgreich imjob bist aber zuhause nen garten der schreklich aussieht das soll nich heißen das es wichtiger ist einen schönnen garten zu haben als nen guten job.
    an alle anderen lasst euch von dem nicht einschüchtern ich finde die waldorfschule prima und ich war an den gleichen.

    Reply

  104. Magdalena replys:
    published on March 17th 2011, 01:08:32 pm *

    Also eine Frage: Wenn du auf der Waldorfschule alles so scheiße fandest, warum hast du dann nicht einfach spätestens nach der 5 Klasse auf ein Staatliches Gymnasium gewechselt?
    Ich habe sowohl Waldorfschule als auch Staatliches Gymnasium hinter mir und, obwohl auf der Waldorfschule nicht alles perfekt lief, kann ich aus eigener Erfahrung sagen: das staatliche war um kein Stück besser, auf keinem Gebiet.

    Reply

  105. Samson opines:
    published on March 31st 2011, 10:12:57 am *

    Interessant. Das Thema Waldorfschule wollte ich für mich erstmal abhaken, dann sehe ich diese Seite hier.
    Ich habe sehr oft die Schule gewechselt (Beruf meiner Eltern), war auf mehreren Gesamtschulen und Privatgymnasien/ Internaten. Meine Erfahrungen im Folgenden beziehen sich ausschließlich auf die Waldorfschule Magdeburg.
    Positiv an der Waldorfschule:
    -Förderung von Kreativität und handwerklichem Geschick
    -Umfeld ist angenehm gestaltet, es gibt sehr viele Aktionen die das Miteinander der Waldorfmenschen stärken
    -Unterricht ist oft ansprechend gestaltet
    Negativ:
    -teilweise inkompetentes, ungeschultes Lehrpersonal
    -die Benotung erfolgt oft in Anlehnung am Waldorf-Status der Eltern
    -zu viele Aktionen in der Schule, dies nimmt der Schule die Ernsthaftigkeit, bis zu einem gewissen Grad mag das gehen, hier allerdings wird dieser hemmungslos überschritten
    Schier unglaublich: Das Lehrpersonal konnte seine eigene Kinderschar unterrichten und bewerten (Klausuren und Zeugnisnoten). Die Waldorfpädagogen waren untereinander entweder gut befreundet oder total verfeindet. Üble Nachrede vor Schülern war keine Seltenheit, unsere Lehrer haben im allg. nicht den nötigen Ernst an den Tag gelegt und ihr Privatleben zu sehr nach außen getragen. Wer hier nicht gläubig war oder zumindest Freund von Steiners Ideologie, hatte sehr schlechte Karten, dass wurde auch sehr deutlich vertreten.
    Der Unterricht war nicht selten fast völlig inhaltlos, und somit absolute Zeitverschwendung. Ausgenommen hiervon ist das Abiturjahr an dieser Schule, dort wird der Stoff nur so reingeprügelt. Kein Wunder, hat man doch aus den vergangenen Jahren einiges aufzuholen.
    Fazit: Die Waldorfschule Magdeburg ist nicht zu empfehlen, es denn, man bringt sich sehr mit ein in diese Sekte (vorallem finanziell und beim Helfen bei allen möglichen Festen) oder baut, in welcher Weise auch immer, Beziehungen zum Lehrpersonal auf.

    Reply

  106. Wolfgang replys:
    published on April 7th 2011, 11:16:20 am *

    Unsere Tochter hat die Waldorfschule innerhalb von 8 Monaten komplett verändert.

    Sie war: sehr lebhaft, aufgeschlossen, freundlich mit dem Manko ADHS. Aus diesem Grund entschieden wir uns für besagte Schule.

    Heute ist sie: verschlossen, nach der Schule schlecht gelaunt, weinerlich, frustriert. Am Ende des Wochenendes graut ihr vor dem Montag.

    Die Klassenlehrerin sagte uns gegenüber, dass sie mit unserer Tochter überfordert sei und sie sie an ihre pädagogischen Grenzen treiben würde.

    Jetzt langt es. Sie wird auf eine "normale" umgeschult. Ich betreue es zutiefst, auf die ganze Selbstdarstellung der Schule hereingefallen zu sein. Wir wollten nur das Beste für unser Kind und jetzt das…

    Reply

  107. Violetta returns:
    published on April 10th 2011, 12:06:20 pm *

    Ich akzeptiere deinen Standpunkt gegenüber der Waldorfschule, auch wenn ich nicht der gleichen Meinung bin, doch möchte ich dir doch zu Herzen legen, dass eine öffentliche Stellungname zu einem so heiklem und heiß disskutiertem Thema meiner Meinung nach durch objektive und nicht subjektive Sichweie sinnvoller wäre!

    Reply

  108. Michaela supposes:
    published on April 13th 2011, 10:42:17 am *

    Jetzt bin ich noch verwirrter. Gibt es vielleicht jemanden,der etwas über die Waldorfschule in Göttingen berichten kann.
    LG Michaela

    Reply

  109. Elisabeth opines:
    published on May 16th 2011, 09:51:01 pm *

    Also wir haben jetzt mit meinem Sohn knapp vier Jahre Waldorf-Kindergarten und bald ein Jahr Waldor-Schule hinter uns. Während der Kindergarten nach einem Wechsel des Vorstandes qualitativ etwas nachgelassen hat (allerdings haben das eher die Eltern gespürt, für die Kinder blieb alles super), macht die Schule nach wie vor einen super Eindruck. Ich selbst war auf einer öffentlichen Schule und bin gerade dabei, Realschul-Lehrerin zu werden, ich kenne also beide Seiten. Und ich halte es für wünschenswert, dass in den öffentlichen Schulen mehr von den Waldis übernommen wird.

    Reply

  110. fiam responses:
    published on June 9th 2011, 01:07:09 pm *

    Ich habe zwei Kinder an der Waldorfschule, die Große kommt super zurecht, sie ist jetzt in der 8ten Klasse, mein kleiner Sohn ist in der ersten und wird total ÜBERFORDERT, er schreibt ganze Gedichte ab und hat doch keine Ahnung was er da schreibt, in der Matheepoche soll er dividieren und versteht die Aufgaben nicht, er setzt sich selbst totalem Druck aus und möchte abends lernen. Ich habe mir genau das nicht für ihn gewünscht. Wir sind umgezogen und auch lange Fahrzeiten machen uns einen Wechsel an eine Regelschule einfacher. Mein Fazit: Auch an Waldorfschulen ist es absolut abhängig vom Kind und den jeweiligen Lehrern wie das Lernen vonstatten geht. Das weiß man leider vorher nicht, aber mein kleiner 6-jähriger Sohn hatte ein hartes erstes Schuljahr und das tut mir so leid für ihn. Wir wollten das Beste und haben doch falsch entschieden.

    Reply

  111. waldorfschüler & staatlicher schüler means:
    published on June 21st 2011, 02:32:49 pm *

    Ich war sowohl Waldorfschüler (6 Jahre) und Gymnasiat an einer staatlichen Schule.
    Es schlimmste, was man machen kann ist "die" Waldorfschule zu verurteilen. Es gibt auch im Waldorf-Konzept schlechte Schulen und Lehrer, genauso wie an anderen staatlichen und privaten Schulen auch.
    Wenn Eltern ihre Kinder auf eine Schule schicken wollen, ist nicht nur das allgemeine Konzept wichtig, sondern die jeweilige Schule und bei Waldorfschulen besonders wichtig, der Klassenlehrer.
    Ich hatte das Glück, wie meine Geschwister auch, einen sehr guten Klassenlehrer zu haben, der mich als Individuum gesehen und sich für mich interessiert hat. Er hat uns die Welt auf viele verschiedene Arten gezeigt und darauf geachtet, dass wir uns ZUM MENSCHEN entwickeln.
    Wenn ich eines Tages auf mein Leben zurückschaue, werde ich auf meine menschlichen Qualitäten blicken, auch auf meine intellektuellen. Ich habe nie wieder eine solche Klassengemeinschaft erlebt, in der nicht jeder jeden geliebt hat, überhaupt nicht, aber jeder hat den anderen, den Respekt entgegen gebracht, den jeder Mensch verdient.
    Meine Waldorfschule hat mir eine wunderbare Welt eröffnet.
    Beim Wechsel auf eine staatliche Schule erfuhr ich ignorante Lehrer, die mich als neuen Schüler bloßstellten. Die Mitschüler hassten jeden, der anders war. Toleranz wurde an dieser Schule nicht gelehrt. Auch wenn ich einer der besten Schüler wurde, menschlich hat mich die staatliche Schule nur das Kämpfen gelehrt.
    Meine Kinder kommen auf eine Waldorfschule, wenn möglich.

    Reply

  112. Judith returns:
    published on June 25th 2011, 11:02:11 am *

    Hallo, ich habe bisher nur Ihren Bericht gelesen. Ich ging 12 Jahre zur Waldorfschule in Siegen (NRW), war immer eine gute Schülerin (nicht nur notentechnisch! bei uns lernte man richtige Grammatik und Mathematik!), ich war immer überzeugt davon, ich werde hier Abi machen. Kurz vor Ende der 12 kam dann die Nachricht, sie wollten mich nicht zur 13 zulassen. Mathe und Deutsch LK waren vorgegeben, Deutsch lief bei mir gar nicht gut, das analysieren usw. Vermutlich, weil es in dem Maßstab einfach zu spät angefangen wurde!
    Eigentlicher Grund, dass gerade in meiner damaligen Klasse viele gute Schüler vor der 13 "ausgemustert" wurden, war wohl die Angst vor dem noch neuen Zentralabi in NRW.
    Ich habe jetzt an einem staatlichen Gymnasium Abi gemacht, durfte somit 15 Jahre zur Schule gehen.
    Grundsätzlich meide ich Diskussionen um dieses Thema, denn inzwischen fällt es mir echt schwer, mich für die Waldorfschule auszusprechen, aber dennoch habe ich viele positive Erinnerungen und kann mich in sehr vielen Bereichen absolut nicht Ihrem Bericht anschließen! Also schlechte Lehrer, alkohol kranke Lehrer, Lehrer die fachlich was draufhaben aber nicht in der Lage sind eine Klasse im Griff zu halten, diese gibt es überall und hat absolut nichts mit Waldorfschule zu tun, dies durfte ich am Gymnasium erfahren aber auch durch meinen Vater der Lehrer an einer staatlichen Realschule ist. Dein Kritikpunkt mit den Naturwissenschaften kann ich voll und ganz bestätigen! Also Physik, Chemie und auch Bio waren eine Katastrophe als sie schließlich in der Mittelstufe eingeführt wurden! Aber Mathematik war echt super, ich hatte absolut keine Lücken als ich aufs Gymnasium kam. Doch das hat viel mit den Lehrern zu tun! Ich habe am Gamnasium dann mutigerweise Physik LK gewählt, nach einem Jahr mit weniger guten Noten dort. Dafür, dass ich absolut keine Grundlagen hatte, habe ich mich super geschlagen und konnte auch 2en und in der Facharbeit sogar eine 1 erreichen!
    Weiter zur Geschichte, die habe ich bei uns nie als Märchenstunde empfunden, dennoch hab ich nicht viel mitgenommen, vielleicht weil es mich nie interessiert hat. Aber von Atlantis als wahre Geschichte haben wir nichts gelernt!
    Sexualkunde gab es als Fach oder Epoche bei uns auch nie, aber in Klasse 8 oder 9 kamen zwei Personen von außerhalb der Schule (vllt. von der Bzga) ein Mann und eine Frau, die dann einen Vormittag die Jungen und Mädchen getrennt über Sexualiutät aufklärten. Ich persönlich fand das völlig ausreichend so.
    Auch deine Berichte von Ängsten über Heileurythmie kann ich nicht bestätigen. Eurythmie selbst haben wir in der Unterstufe begeistert mitgemacht, wie die anderen Fächer auch, in der Mittelstufe stellte sich eine Keine-Lust-Phase ein, keiner verstand, was das sollte und alle fanden es doof, in der Oberstufe wiederum lebten manche darin auf und wir gaben uns Mühe teilweise wirklich schwere Choreographien selbst zu entwerfen.

    Von den Fächern zum Thema "money, money, money": ich stimme zu, dass erstmal fast jeder Schüler genommen wird, aber ich kann auch aus meiner Schulzeit dort sagen, viele kamen und gingen! Ein sehr großer Teil der Schüler die später dazu kamen, gingen auch sehr schnell wieder – vielleicht hatten die Eltern oder die Schüler selbst gemerkt, dass Waldorf eben nicht so einfach ist, wie die meisten glauben!
    Auch haben ich und auch meine Freunde aus der Klasse, es nicht so erlebt, dass es in der 9. Klasse aufeinmal mit Büffeln los ging. Klar gab es weniger Handwerken/Gartenbau usw. und die Stundenzahlen in Mathematik, Deutsch und Englisch wurden erhöht, was natürlich zu mehr Arbeit führte, aber es war kein plötzlicher Umbruch von heute auf morgen: gestern kannst du Faulenzen und alles ist gemütlich und morgen musst du büffeln ohne Ende.
    Auch war bei uns der Frontalunterricht nicht standard, auch das ist, wie an staatlichen Schulen, einfach Lehrerspazifisch gewesen! Es gab Lehrer bei denen haben wir so viel Gruppenarbeit gemacht oder eigenständige Projekte, dass es nahezu keinen Frontalunterricht gab. Außerdem muss Frontalunterricht nicht schlecht sein, aber das mag auch von Schüler zu Schüler unterschiedlich und mal wieder vom Lehrer abhängig sein.

    Das waren erstmal meine Erlebnisse als Antwort auf Ihren Bericht. Ich stimme Ihnen auch absolut zu, dass an dem Konzept der Waldorfschulen etwas verändert werden muss! So wie sie jetzt ist, würde ich sie keinem Empfehlen. Aber man kann auch erkennen, dass Ihr Bericht und meiner Absolut nicht identisch sind, auch kenne ich weitere Personen die andere Waldorfschulen besucht haben und ich muss sagen: Jede ist anders!

    Fazit: Ein ganz ganz wichtiger Punkt sind immer die Lehrer, ob staatliche Schule oder Waldorfschule – überall gibt es gute wie schlechte Lehrer, unfähige, strenge, sehr gutmütige, sehr intelligente, fähige, alkoholsüchtige, rassistische, gemeine, alternative usw.

    Reply

  113. Waldi 22 replys:
    published on July 4th 2011, 02:20:15 pm *

    Netter Bericht über deine Erlebnisse an der Waldorfschule, leider muss ich dir in vielen Dingen widersprechen! Ich bin selbst mittlerweile 6 Jahre Schüler an einer Waldorfschule gewesen und werde nun das Abitur antreten! Natürlich stimmte auch ich mit einigen Methoden der Waldorfschule nicht überein, dennoch hat sie mir unheimlich viel gegeben, vor allem, was die eigene Charakterentfaltung angeht! Was dazu beitrug, war ein offenes Unterrichtsgespräch, mit vielen Diskussion, vor allem im Politik und Sozialkundeunterricht! Dann eine Frage an dich, wie erklärst du dir, dass 48% der Waldorfschüler erfolgreich das Abitur absolvieren, wenn die Waldorfschulen doch ein Müllhaufen all jener ist, welche die Sonderschule, bzw. Hauptschule verkackt haben? Ich denke du merkst selbst, dass dies absoluter Quatsch ist! Des weiteren, hast du dein Abitur ja auch geschafft, trotz Teil des "Müllhaufens" welcher aus "Spackos" und verkappten Sonderschulexistenzen besteht. Achja sogar Politiker schicken ihre Kinder auf die Waldorfschule, Gerhard Schröder zum Beispiel, das weiß nur keiner. Dein Text ist in kleinen Ansätzen richtig, im Großen und Ganzen allerdings unfair und zu einseitig strukturiert. Ich zum Beispiel habe noch nie etwas von Heileurythmie gehört, konnte Eurythmie sogar abwählen, in der elften Klasse. Meine Englischlehrerin, war eine unglaublich kompetente Frau, vor der ich immer wieder meinen Hut ziehen würde, mein Geschichtslehrer macht einen Unterricht, der lebendiger ist als viele sehr gute Dokumentationen, sodass man sich fragt:" hat der das alles miterlebt?" Achja und mein Mathelehrer ist Bauingenieur gewesen, ein Mann der Praxis, der wusste wovon er spricht und uns auch wieder durch verschiedene sehr gute Erklärungen den Spaß am Mathematikunterricht versuchte nahe zu bringen, oft hat er es geschafft! Bestimmt gibt es eine kleine Dunkelziffer von Waldorfschulen wie deiner, dennoch darfst du nicht von deiner Schuel auf andere schließen, achja, zu viele schüler in zu kleinen räumen….Hä? Mein Abitukurs bestand aus 14 Leuten, die vierzehn Realos waren in anderen Räumen untergebracht, da wir ja verschiedenen Unterricht hatten, ich weiß nicht, wo das zu viele Schüler sind. Fürs nächste Mal ein kleiner Ratschlag: auch wenn du nicht mit der Waldorfschule in allen Ansichten sympatisierst, denk erstmal nach, bevor du einen solchen Artikel veröffentlichst, du kannst mit solchen Artikeln echt großen Schaden anrichten!
    MfG
    Waldi 22

    Reply

  114. H.J. Grobe says:
    published on July 19th 2011, 07:32:26 pm *

    Lieber Lars,

    ich hätte es ja besser gefunden, wenn Du im Diskussionsforum deutschsprachige Überschriften verwenden würdest. Ist unsere schöne Sprache denn nichts wert, dass alles auf Englisch sein muss? Haben wir das nötig?

    Die britische "TIMES" hat die deutsche Anglomanie mal spöttisch als "German linguistic submissiveness" bezeichnet.

    Recht hatte sie.

    Hajo Grobe

    Reply

  115. Conrelius Hehlmann states:
    published on August 20th 2011, 01:13:32 am *

    Erstmal, interessanter Beitrag und Danke dafür. Man muss an dieser Stelle aber erwähnen das nicht alles immer so läuft wie man es gerne hätte.

    Jetzt an die ganzen "Personen" die eine Waldorfschule besucht haben und uns mit ihren Ideen ehren: Leider fällt es anhand der Kommentare auch auf, dass eben diese auf einer Waldorfschule waren. Diskussionsvermögen nicht vorhanden, Rechtschreibung weißt Lücken auf und die Art des „Umgangstons“ lässt einen ja an die Decke fahren, nicht aus Wut sondern aus Mitleid. Jeder macht mal Fehler wenn es um Diskussionen oder schriftliche Eloquenz geht, aber Leute…PUH, ich lass es lieber.

    Ah, eine Sache vielleicht noch, an Waldorfschulen mag zwar einiges "Im Einklang mit der Natur" sein, aber die meisten aus einer solchen Institution sind dann im richtigen Geschäftsleben zugrunde gegangen.

    Reply

  116. Lena Woerris replys:
    published on June 25th 2012, 12:33:06 pm *

    Lieber Cornelius,

    wie gut, dass Deine Rechtschreibung keine Lücken aufweist. Aber das weißt Du ja.

    MfG Lena

    Reply

  117. Ephraim Ruben returns:
    published on August 17th 2012, 12:32:27 pm *

    Leider muss ich ihnen widersprechen. Ich war 13 Jahre auf der Waldorfschule. Ich habe mein Abitur mit 1 bestanden (die meisten aus meinen Jahrgang haben Abi gemacht, die noten waren zwischen 1 und 3. Es gab keine 4.) Ich studiere nun Informatik, Geschichte und Geographie. Bin gerade bei meiner ersten Doktorarbeit(auf die schulter klopfen:D).
    Durch Fächer wie Musik bin ich Weltoffener geworden. Und nebenbei: Auf der Waldorfschule macht man auch Erfahrungen fürs Leben. Ich erinnere mich an die 6 wöchige fahrt nach Brasilien oder unsere Kunstfahrt nach LeHavre. Aber es ist deine Meinung. Ich kann nur positives über die Waldorfschule sagen. Wer nie dort war sollte es auch nicht beurteilen. Und es gab sehr viele wichtige Personen die auf der Waldoofschule, wie sie manche nennen, waren. Einfach mal googeln:D. Ja das ist mein Richtiger Name. Ich bin Jude und ursprünglich aus Israel.

    Reply

  118. Andreas Krieg responses:
    published on January 31st 2012, 01:52:36 am *

    Also ich bin mit der 1. Klasse in die Waldorfschule gekommen, nachdem die staatl.-Schule
    nach einem Monat befand, ich gehörte in die Sonderschule. Das meine Eltern Säufer waren
    und meine Apathie und Träumerei vielleicht soz. Gründe hatte, interessierte die beamtete
    Lehrerin nicht. Wer anders war,der musste weg. Gott sei Dank kam ich dann auf eine Waldorfschule. Von Anfang an wurde uns Kindern ein solidarisches Miteinander beigebracht.Anders als auf der Staatsschule kamen Prügeleien in der Pause sehr selten vor.
    In einigen Punkten stimmt, das die ersten Klassen reine Spielklassen waren. Vom stundenlangen, stupiden Abschreiben von der Tafel bis zu stricken von Blockflötentaschen bis
    Märchenerzählungen über die geistigen Fähigkeiten Rudolph Steiners gab es dort wirklich
    seltsames Zeug. Mit der Eurythmie konnte ich als kleiner Junge mit Bewegungsdrang auch nicht viel anfangen. Die objektive Wissensvermittlung war in den unteren Klassen nicht gerade der Schwerpunkt. Dafür wurde uns Kleinen aber die Neugier auf die Welt vermittelt.Mit den
    Mythologien der Griechen, Inder und Germanen hat man in mir einen Samen gepflanzt, der mich heute noch neugierig macht, fremde Kulturen zu entdecken und rund um die Welt, ohne "Neckermann" und "All inclusive" zu reisen. Ohne die Hilfe der Lehrer, an die ich mich noch heute gerne zurück erinnere, wäre ich mit meinem familiären Hintergrund wohl zugrunde gegangen. Und das, ohne das die Lehrer wussten, wie es bei mir zuhause aussah. Das Wissen, das uns in den unteren Klassen nicht vermittelt wurde, wurde uns dann, ab der 6. Klasse, reingedroschen. Aber zu diesem Zeitpunkt wußten wir dann aber auch,daß wir für uns lernten und wie wichtig der Stoff war. Nach der 10.Klasse der Waldorfschule bin ich dann auf eine staatliche wirtschaftlich orientierte Oberschule gegangen und hatte mit dem Stoff keine Probleme. Habe dann dort mein Fachabitur in Wirtschaft und Verwaltung gemacht und bin
    heute im gehobenen Dienst im öffentlichen Dienst. Mein Fazit fällt bei all den Merkwürdigkeiten meiner Waldorfschule also voll positiv aus. Sie hat mir als Kind das Überleben ermöglicht und mich bestens auf das Leben vorbereitet. Zwar habe ich auch manche Ohrfeige von meinen Waldilehrern erhalten, doch ich werde sie nie vergessen und immer in Dankbarkeit an sie denken. Rassismus habe ich an der Waldorfschule nie erlebt. Unser Klassenlehrer war ein Inder. Es ist, was man daraus macht.

    Reply

  119. Th. Liepe reckons:
    published on January 31st 2012, 10:04:14 am *

    ..... Ich bezweifel das Herr… jemals eine Waldorfschule besucht hat. Ich selbst war auch Waldorfschüler in Frankfurt a/M und finde es Intressant welche Thesen und Beiträge so manch Einer hier in den Raum wirft.
    Am erschreckensten finde ich jene Behauptung " Rudolf Steiner wäre ein Nazi?!" Dann wär es mein OPA auch! Rudi hat Kindern der Arbeiter, einer Tabakfabrik, die Möglichkeit eröffnet, im damaligen System, unter seinen Pädagogischen Leitlinien, Bildung zu erfahren und zu bekommen. Der Fortbestand seiner Pädagogischen Linie hat sich bis heute bewährt, was sich an den Abgängern mit Abitur bis heute zeigt. Ich könnte Ihnen heute zeigen was aus all meinen Klassenkameraden geworden ist. Ich stelle fest ich war der Dümmste, da ich leider nur Tischler wurde. Engelhardt Aznei wird heute Geführt von zwei Waldis, Grafik Designer bei OTTO ist waldi,
    mein bester Freund ist Steuerberater und Fachanwalt… könnte hier eine Liste aufzeigen… es ist eines Jeden Rechts sich über Schulische formen zu äussern, aber ich für meinen Teil… Auch meine Kinder werden in Staatlichen Schulen groß doch heute sage ich: Nie wieder!

    Reply

  120. Luzie answers:
    published on February 10th 2012, 02:53:38 pm *

    Hallo, wirrwarr – in meinem Kopf – danke für all diese Meinungen und Danke an Lars, den Initiator.
    Ihr gebt einem ganz schön viele Denkanstöße! Danke! Mehr!
    Für uns steht für 2012 die Einschulung unserer Drillingsjungs in der Waldorfschule in Lüneburg an: wir waren vor einer Woche beim Einführungswochenende, hatten einen seeeehr guten Eindruck – von den Lehrern, den Schülern, der Schule und auch von den anderen Eltern.
    Klar sind mir einige Dinge fremd: komme ich doch aus dieser Bildungsmaschinierie schneller, besser + mehr zu lernen. Und ich habe ECHT gelitten, besonders während meiner Mittelstufenzeit: wie gerne hätte ich mich auch mal in dieser doofen Mathe, natürlich noch lieber in Bio oder irgendeiner anderen Thematik "verloren" – ich meine wie gerne wäre ich mal länger dabeigeblieben als nur einen kurzen Monent: wie schön, sich mit einem Fach einen ganzen Monat zu beschäftigen!
    Mir hat immer diese Zeit zum Reflektieren gefehlt. Vielleicht bin ich ja auch besonders langsam?
    Wisst Ihr, wie ich auf die Waldorfschule aufmerksam wurde, richtig aufmerksam, meine ich? Durch ein kleines damals 7-jähriges Mädchen, das bei uns im Stall Reiterferien machte zwischen lauter anderen Mädchen, die alle älter waren. Manche Mädchen hatten auch gesundheitliche Handicaps. Hey, und dieses Mädchen hat es geschaft, die ganze "Meute" mit seiner freundlichen Art gut gelaunt und bestimmt anzuleiten. Ich hab mich mit ihr unterhalten, mit ihrer Mutter auch: ahhhhhh – ein Waldorfmädchen. In dem Sommer hab ich noch weitere Waldorfkinder (Erwachsene, Studenten) kennengelernt: ab da war ich endgültig "infiziert". Mein Mann dann auch ganz schnell – so sind wir also zum guten Herrn Steiner gekommen – spricht doch eigentlich für sich, oder?

    Ich werde diesen Blog trotzdem interessiert weiterverfolgen.

    Reply

  121. caitlin m. lowdon reckons:
    published on February 20th 2012, 05:22:52 pm *

     ! WARNUNG !
     ..Familienverhältnis durch Waldorfideologie zerstört!..

    Habe Teile dieses Berichts gerade gelesen und bin so froh,dass auch andere Waldorfschüler so denken wie ich!

    Ich bin durch und durch Waldi: Vater (Waldorflehrer), Großvater (Waldorflehrer), Mutter auch auf der Waldorfschule gewesen und ich plus drei Geschwister im Waldorfkindergarten plus 13 Jahre Waldorfschule gewesen.- der wahrgewordene Alptraum!

    Es kommt einem vor, als wäre die Waldorfschule eine Sekte, wo aus intelligenten und hoffnungsvollen Schülern gescheiterte Persönlichkeiten gemacht werden.!?
    Die meisten negativ Berichte, die ich auf dieser Seite gefunden habe, kann ich mit gutem Gewissen bestätigen.

    Habe gemerkt,dass ich nach meinem Abitur auf der Waldorfschule weder Studienplatz noch den einfachsten und primitivsten Arbeitsplatz im Supermarkt bekomme.
    Darum fing ich an, an dem System Waldorfschule zu zweifeln. Ich konnte weder eine Überweisung tätigen noch wusste ich welcher Politiker zu welcher Partei zugehörig ist -aber habe staatlich anerkanntes Abitur ..?! 

    Als ich eines Tages meiner Familie meine Zweifel über die Waldorfschule und Anthroposophie mitteilte -musste ich zu meinem Bedauern feststellen, dass diese sich daraufhin von mir abwandte und der Großteil meiner Familie bis heute nichts mit mir zu tun haben möchte..

    Sollten da nicht Fragen aufkommen? Was soll man da noch zu sagen ?

    Reply

  122. Andreas Lichte returns:
    published on September 15th 2012, 06:29:09 pm *

    Prof. Dr. Stefan T. Hopmann, Bildungswissenschaftler an der Universität Wien, im Interview über Waldorfschule, Rudolf Steiner und die Anthroposophie:

    “(…) Prof. Hopmann: Wir leben in einer freien Gesellschaft. Also hat jede/r das Recht, jeden Unfug zu glauben. Nur sollten sich Eltern, die ihr Kind einer Waldorfschule anvertrauen, darüber im klaren sein, dass sie dann einer Pädagogik vertrauen, die ein heilloses Gebräu esoterischer Glaubenssätze über Drüsen, Zahnentwicklung, astrologischen Einflüsse und ähnliches ist, das von der modernen Kinderpsychologie und der aktuellen Lehr-Lern-Forschung durchweg als durch nichts begründbarer Unsinn abgelehnt wird. Entschiedene Waldorfianer wird das nicht anfechten: Wie alle Sekten sind sie gegen widersprechende Wissenschaft immun. (…)”

    zum Interview “Man kann nicht nur ein bisschen Waldorf sein”: http://www.ruhrbarone.de/waldorfschule-„man-kann-nicht-nur-ein-»bisschen«-waldorf-sein“/

    Reply

  123. Gitte Bernd reckons:
    published on March 23rd 2013, 09:50:05 am *

    Die Waldorfschule ist schlichtweg "versteinert". Wer auf eine ordentliche, fundierte Ausbildung seiner Kinder Wert legt, sollte sich die Entscheidung für eine Waldorfschule gut überlegen. Vieles ist tatsächlich sinnig. Der Bezug zur Natur, den Jahreszeiten, eine Wertschätzung handwerklicher Arbeiten und der musische Bereich kommt an Regelschulen tatsächlich zu kurz. Allerdings hat jedes Kind auch Eltern und es wird Zeit, das Eltern im allgemeinen wieder mehr in ihre Pflicht genommen werden und grundsätzlich Schulen nicht als Verwahranstalten betrachten, um den eigenen beruflichen und privaten Interessen gerecht zu werden.
    Steiner war tatsächlich und nachgewiesen ein Rassist. Rassisten sind in der Regel in ihrer Sichtweise beschränkt und verblendet. Die Waldis halten sich für den wahren Nabel der Welt und ihr Tun und Denken für der Weisheit letzten Schluss. Ich persönlich halte sie für dilletantisch, antiquarisch und vollkommen überholt. Nun soll ja jeder nach seinem Willen glücklich werden,- mein Kind wird keine Waldorfschule besuchen!

    Reply

  124. M&S responses:
    published on May 12th 2013, 07:15:39 pm *

    Auch ich habe die Waldorfschule für mein Kind in Betracht gezogen. Habe mich umfangreich informiert und musste feststellen das es sich ja mehr um eine Sekte handelt als um eine Schule. Das wollte ich meinem Kind dann doch nicht antun. Nicht nur dieser eine Bericht hat mir die Augen geöffnet. Auch auf unseren Schulen wird Musik unterrichtet. Es wurde auch die Musikmesse besucht. Es wird in den Wald gegangen. Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten an Tanz-, Musik- , Handwerklichen Kursen zu wählen. Es gibt eine Schach AG etc.etc. Die Lehrer sind wirklich Top wir kommen mit ihnen wirklich gut aus. Ist mit Sicherheit nicht auf jeder staatlichen Schule so. Aber auch noch Geld dafür bezahlen das mein Kind eine Gehirnwäsche bekommt. Mit Sicherheit nicht.

    Reply

Add a Comment & let me know what you think