Zu den eigentümlichsten Triebäußerungen bürgerlicher Subjektivität gehört die Liebe zur Aufdeckung. Als habe die verschüttete Erinnerung, dass das was ist, nicht das ist, was sein könnte, als leise Ahnung sich im Subjekt erhalten. Das verzweifelte Bedürfnis nach Aufdeckung, die ich als Verschiebung des Affektes auf den Sektor der Immanenz beschreiben würde, geht überein mit der Brutalität gegenüber der Kreatur, die ja nun mehr nur bloßes Teilchen der Hinterlist sein kann. Bebel ließ es sich nicht nehmen, die Judenfeindschaft als Sozialismus des dummen Kerls zu verniedlichen, was so wenig war ist, als dass die Liebe zur Aufdeckung ein verdrückter Aufstand gegen die Verzauberung der Welt sei: Ist das Kaninchen, dass im Hut verschwindet, wieder aus ihm zu ziehen, so verzaubert die verstockte Auflehnung gegen das Unwahre es zugleich einmal mehr. Die Ahnung um die Gemeinheit ist nicht das Wissen um die eigene Unfähigkeit zur Erfahrung – und damit der Ursache der Verschiebung auf’s fatale Aufdecken –, sondern jene Phantasie, die das Subjekt als noch ohnmächtiger gegen das große Ganze erscheinen lässt. Seine objektive Ohnmacht erwächst zu monströser Größe. Ein ganzer Berufszweig hat dieser fatalen Aufdeckung sich verschrieben – im Wortsinn. Sein einziges Ethos ist Verklärung auf Charakterfehler des Personals, was aus der Struktur normativ sich setzt. Jenes Personal ist nicht freizusprechen. Es aber für’s Ganze zur Verantwortung zu ziehen, hieße, ihnen die längst verselbstständigte Struktur zu überantworten. Die Abstraktion, die sich das falsche Ganze nicht mehr erklären kann, muss, in Ermangelung eines echten Gegners, dem physisch beizukommen wäre, einen solchen sich generieren. Wer dies im Fall der Fälle ist, divergiert von Zeit zu Zeit, trotz des konstanten Ressentiments. Diese Imagerie der Abstraktion ist dem Beladenen der sichere Beweis für die Rechtmäßigkeit seiner Mission, endgültig unmittelbar zu werden. Derjenige, dessen eindeutige Verantwortlichkeit sich bestimmte, ist hingegen konkret bedroht.
Die Trennlinie zur Aufklärung allerdings, ist die Frage nach dem Verhältnis zum schönen Schein. Weiß die Aufdeckung nichts weiter als Destruktion zu tätigen, die trotzdem niemals über das Sein hinausreicht, so kennt die Aufklärung aus der Auflösung der Totalität die Möglichkeit der Überwindung.
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Im »Zend Certified Engineer«-Selftest auf Anhieb alle richtig. Vielleicht mal anstreben das im richtigen Leben zu machen. Hat das jemand meiner Leser schonmal versucht? War es erfolgreich? Sind die Fragen genauso einfach wie im Selbsttest?
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Die Tagesschau titelt »Die Fans feiern ausgelassen – und friedlich« und Günther Beckstein, bayrischer Innenminister, spricht im ARD Mittagsmagazin von einem »Traumstart unter Sicherheitsaspekten« und nennt den Münchner Public-Viewing-Bereich »gut besucht«. Zudem gab es, wie eigentlich immer, »keine nennenswerten Störungen«. Networld.at berichtet allerdings von einem gestürmten Public-Viewing-Bereicht, einem verletzten Dänen, der die falsche Flagge trug. Dazu passt ein Erlebnis beim Burger-Konsum in einer bekannten Fast-Food-Kette. Ein eher jugendlicher, mit Fahne bewaffneter Betrunkener, weißt den neben ihm stehenden, von ihm eindeutig als Costaricaner enttarnten (wahrscheinlich wegen der schwarzen Haare), mit den Worten zurecht, er habe ihm nun wirklich nichts mehr zu sagen.
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With GNOME 2.14 Avahi, the implementation of the Zeroconf-specification from Freedesktop, is shipped with. It brings the convenient feature to autodetect services. As you can see on the screenshot, it detects a lot of services and provides the possibility to use them on »one-click«. This Zeroconf-technology is looking back to a confusing history: there are two implementations before avahi: howl and mDNS, which both have licensing issues. So the Freedesktop-project brings us a good step forward and it works as easy as you can’t imagine. Licensing issues prevents Ubuntu from integrating howl or mDNS, but let us hope, they will integrate it now.
Build required packages:
Set the USE-flags »avahi«, »bookmarks«, »dbus« and »python« and emerge net-dns/avahi. Now emerge x11-misc/service-discovery-applet. After all, rebuild affected packages to reflect the USE-flag change (emerge -DuN world) and to guarantee full support for avahi.
Start required services on boot
Add avahi:
# rc-update add avahi-daemon default
- rc-update add avahi-dnsconfd default
Start required services
# /etc/init.d/avahi-daemon start # /etc/init.d/avahi-dnsconfd start
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Nächster Vortrag, wieder Düsseldorf, 12. April 1909 und diesmal, in trauter Schlummerstimmung, »abends«.
»Als viertes Element wurde das Feuer angesehen. Die heutige Wissenschaft, die sich der physikalischen Grundbegriffe erinnern, sieht im Feuer kein Ding, das man vergleichen kann mit Erde oder Luft oder Wasser, sondern die heutige Physik sieht darinnen nur einen Bewegungszustand.«
Rudolph Steiner, »Geistige Hierarchien und ihre Widerspiegelung in der physischen Welt«, S. 30, Absatz 2
Soweit ich mich der physikalischen Grundbegriffe erinnere – und das fällt mir doch noch recht leicht – ist das Feuer kein Bewegungszustand – auch wenn es einem Mystiker nur recht und billig scheint, alles was flackert, Bewegung zu nennen –, sondern eine Ernergieform. Genaugenommen exotherm aber das sei nur aus Gründen der Profilierung erwähnt.
Steiner konnte sich, wie es scheint, auf seine schlafenden Zuhörer verlassen, denn sonst wäre denen mindestens aufgefallen das erstens ein Ding noch nie ein Betrachtungsgegenstand der modernen Physik war. Denn was bitte soll »ein Ding« sein? Über die Stofflichkeit sagt das Wort nichts aus, ebensowenig über seinen Aggregatszustand, auch wenn »solid« angenommen werden kann und zweitens, dass das mit der Vergleichbarkeit eine Frage der Vergleichsachse ist. Licht ist Teilchen, das auch in Wellenform in Erscheinung tritt, Feuer eine exotherme Energiequelle, Wasser eine Verbindung von Wasserstoff- und Sauerstoffbrücken und »Luft« geht schon als Begriff gar nicht durch, denn er sagt noch nicht einmal in der Tendenz über die Beschaffenheit dieser »Luft« etwas aus. Eines gilt aber: erhöhte Luftzufuhr, wie es populär heißt und chemisch gesprochen Sauerstoff, 0₂ beflügelt die Gehirnaktivität. Warum nur öffnete niemand – damals in Düsseldorf – den sicher stickigen Raum?
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Mein Verhältnis zur Erziehung hat sich über die Jahre bizarr gewandelt. War ich in meiner Jugendzeit, sofern ich sie für abgeschlossen halte, erklärter Gegner jeder Erziehungspraxis, auch jener, die sich antiautoritär nennt, so ist mir an diesem Punkt heute die Gesinnungsethik fremd. Meine Gedanken und Betrachtungen fanden lange Zeit exterritorial zur Kritischen Theorie statt, da sie mir zwar Handwerkszeug aber wenig konkrete Theorie bot. Von wenigen Einwürfen in »Minima Moralia« oder »Die Dialektik der Aufklärung«, dem populären Aufsatz »Erziehung nach Auschwitz« und einigen Betrachtungen Walter Benjamins einmal abgesehen. Umso schöner, dass es mir nun vergönnt ist, hier Betrachtungen zu verbinden, die bisher haltlos waren. Der Abschluss der Lektüre der Vortrags- und Interview-Sammlung »Erziehung zur Mündigkeit«, die zugleich auch den vorläufigen Endpunkt meines jahrelangen Ringens mit dem adorno’schen Werk setzt, ermöglicht dies. Nicht nur der mir wohlbekannte Aufsatz »Erziehung nach Auschwitz«, dessen erneute Rezeption ich diesmal unterließ, ist dort veröffentlicht, sondern auch »Was bdeutet: Aufarbeitung der Vergangengheit«, »Philosophie und Lehrer«, »Fernsehen und Bildung«, »Tabus über dem Lehrberuf«, »Erziehung zur Mündigkeit«, »Erziehung – wozu?« und »Erziehung zur Entbarbarisierung«. Die beiden letzten sind erstaunlich deckungsgleich mit meinen bisherigen Überlegungen. Die grundsätzlichen Paradigmen wären so zu zeichnen: Erziehung hat den Zweck der Mündigmachung; nur mündige Erwachsene können dies leisten; Erziehung gilt der Entbarbarisierung und Zivilisierung und hat – wie jede Handlung – darum Sorge zu tragen, dass Auschwitz sich nicht wiederhole. Einige wichtige Aussagen zu den unterschiedlichen Themengebieten seien hier kurz angemerkt.
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»Nein, nicht einmal die alten Griechen haben, wenn sie von dem Merkur gesprochen haben, diesen physischen Körper gemeint, sondern die Gesamtheit der geistigen Wesenheiten dieses Körpers. Geistige Welten, geistige Wesenheiten waren es, wovon man sprach, wenn man in den Stätten der Erkenntnis, sagen wir, das Wort Merkur aussprach. Es waren die Worte aus: Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter, Saturn, und indem sie in den verschiedenen Sprachen solche Worte aussprachen, bezeichneten sie eine Stufenfolge von geistigen Wesenheiten.«
Rudolf Steiner, »Geistige Hierarchien und ihre Widerspieglung in der physischen Welt«
Offenbar hat Steiner eine ganz besondere Abneigung gegen Archimedes. Jedenfalls schickt er sich in der Ungezogenheit des rotznasigen Bengels an, ihn und die Kollegen seiner Zeit zu esoterischen Spinnern herabzuwürdigen. Jenseits dessen, dass die moderne Physik Archimedes selbstredend längst um Längen verbessert hat, so bleiben seine Leistungen davon unbenommen.
Offenbar wird hier das verquere Geschichtsbild Steiners und seine Anhängerschaft für den verbrämten Mystizismus. Nacherzählen ließe sich das folgendermaßen: Es gibt Menscheitsgeschichte vor und nach Atlantis; die mystische Wissenschaft und das Wissen um Geisterwesen, Energien und was da sonst noch so herumfahren soll und Geschichte nach Atlantis; der angeblich kalte Materialismus, der nichts weiter betrachtet als die Materie. Nicht dass Steiner hier zum Positivismuskritiker würde, nein, er wird zum Mystiker, der keine Kategorie für Erkenntnis mehr kennt, außer das muntere Raten.
Man könnte ebenso anmerken, dass es, mit Verlaub, keinerlei Hinweise auf ein historisches Atlantis jenseits der Sagenwelt gibt und dass an diesem Punkt die gesamte Wahnphantasie zu brechen beginnt. Aber wer will denn schon so pendantisch sein.
Nur eins noch: Da nach Steiner die direkten Nachfahren der Atlantiker die Germanen sind, die jenes Bewusstsein von den höheren Wesen in sich schlummern haben, müssen sich diese zwangsweise gegen den »kalten Materialismus« und seine Einrichtung der Welt – die Moderne – zu Wehr setzen. Was sie bekanntlich ja auch taten.
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Um den Beweis anzutreten, nicht nur für die Politikberatung, sondern durchaus auch für die Reproduktion nützlich zu sein, ausnahmsweise mal ein Rezept.
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Mein Kommentar zur Fußball-WM wird sich auch in den nächsten Wochen höchstwahrscheinlich auf die Verlinkung dieser Seite beschränken. Das T-Shirt wird ein zeitloser Klassiker werden, soviel ist sicher. Modebewusst wie ich bin, ist das Ding längst bestellt.
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