3

Modephotographie

published on 2006|06|30
Kontrapost

Nicht Kontrapost.

Zu gesucht und gefunden.

Photograph: Sascha Reichert

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Gefunden

published on 2006|06|29

Das. Bilder? Bilder! Morgen.

6

»Denkmale des Hasses gegen das Bücken«

published on 2006|06|28

Ich habe beschlossen mir Slipper zuzulegen. Seit einiger Zeit stecke ich bekleidungstechnisch in dem allzu unpraktischen Dilemma, dass mir das, was angeblich modern sein soll, fast nie gefällt, dass jener Sektor, den ich für schöner halte, als das was ich tragen sollte, furchtbar gräulich wirkt und dass zwischen super-schick und grenzenlos billig schwierig zu vermitteln ist. Also edles faltiges weißes Hemd, tief hängende dunkelblaue Jeans und schwarze Lederschuhe. So muss das. Nun ist aber Sommer und Lederschuhe sind teilweise gar zu warm. Die »Edel-Variante« (Hanno) der Flip-Flops, die ich gerne trage, haben leider den Nachteil, dass sie für den Weg zum Bäcker gut, für den Weg zur Arbeit aufgrund von 2×20 Minuten zu Fuß pro Tag, allerdings nicht wirklich geeignet sind, sorgen sie doch für unschöne Blasen, Druckstellen und sind für den Abend etwas zu luftig. Also: ich brauche ein Zwischending. Slippers. Trotz der verachtenden Gesichtsausdruck des Chef-Designers habe ich mich für die karierten Vans entschieden. Entweder in blau/weiß, schwarz/beige oder creme/beige. Nur wenn alle Stricke reisen, stehen die pink/weißen zur Debatte, die ich leider bisher nur in Frauengrößen (was für eine Unverschämtheit, ich trage inzwischen ständig pinkes Zeugs) gesehen habe. Aber genau an diesem Punkt kommt das Problem auf. Normalerweise ist der Weg einfacher. Frage zwei: was will ich? Frage zwei: Geld da? Aktion: in den Laden gehen, anprobieren, zahlen, sofort anziehen (ich ziehe den Kram immer sofort an) und glücklich sein (oder so). Diesmal ist ersteres gegeben, zweiteres auch, aber: sie sind nicht aufzufinden. Wo bekomme ich karierte Slipper von Vans in den besagten Farben?

7

Deutsche Helden

published on 2006|06|27

Nun gut, kündigte ich kürzlich noch an, ich würde mich entspannen, so ist das nun endgültig vorbei. Es geht nicht, es ist zu schlimm, diese Band ist fürchterlich. Sie ist der optimale Vertreter des neuen Deutschlands, das ach so aufgeklärt, der Welt seine Ideen »nahebringt«. Eine Band, die es nötig hat, in vollkommener Verschmelzung mit ihren Kollektiv, sich darauf zu freuen, dass man »nach Berlin fahre«, ist vollkommen indiskutabel. Dass sie außerdem live noch langweiliger ist als wenn die Tracks wenigstens nachbearbeitet wurden, spricht Bände. Da ist einfach nichts. Man nehme fünf Sozialpädagogen mit Redehemmungen und abgebrochenem Studium, komischem Kleidungsstil und genug Ferne von jeder Ästhetik, gebe ihnen Instrumente in die Hand, die sie nicht spielen können, und nenne sie »Wir sind Helden«. Dann lasse man sie noch darüber singen, dass »wir« – gefälligst – »nur zu wollen haben«.
Wirkliche Helden abmelden wird diese Band nicht. Sie ist für all jene, die sich dafür schämen, Pur zu mögen, weil ihre Eltern das eben auch schon taten. Ist die Musik schon aus der Konserve eher bräsig, aber wenigstens noch erträglich, so verwandelt sich der Joschka Fischer-Habitus, dass Leid der Welt in den Stücken zu tragen und die Zuhörer gefälligst mitleiden zu lassen, live in eine einzige groteske Posse. Zwischen dem schwer erträglichen Sermon nuschelt Judith Holofernes, bisher eher durch ihre naiv-dümmliche Art beim Aufenthalt in Upperclass-Plapperrunden aufgefallen, irgendwas von ihrer guten Laune ins Mikrofon, freut sich über ihre Fans, Deutschland oder gleich die ganze Welt und grinst gar debil. Eines ist sicher: wenn jemand Deutschland ist, dann Judith Holofernes.

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Das Décolleté des Adam Green

published on 2006|06|27

Bisher fiel mir Adam Green vor allem durch eines auf: mir schon immer skurril erscheinende Waldorfschüler fanden ihn großartig, wiesen mich immer wieder darauf hin, ihn doch unbedingt zu hören, er sei so überaus genial und – wie könnte es anders sein – witzig. Ich fand ihn vor allem konventionell. Eine Mischung aus hippiesker Flowerpower-Ästhetik und seinem Nimbus als junger, leicht entrückter Songwriter. Irgendwo zwischen George Harrisson und Jack Johnson, weniger Strand, mehr Melancholie, weniger Rock‘n Roll, mehr Pop. Auch er war auf dem Southside-Festival vertreten. Und jenseits der Bestätigung des Eindrucks, er sei vor allem unspannend, blitzte immer wieder sein Talent hervor. Sobald er die ausgetretenen Pfade des Rokoko-Hippietums verlässt, wird es interessant. Dann nämlich, wenn er sich an einen 5/4-Takt wagt, wenn er seinen normalen Stil mit Klezmer-Anleihen versieht oder wenn die Melodie der Tracks sich nicht nach den ersten zwei Akkorden erschließt. Dies gelingt ihm leider viel zu selten. Aber dass es ihm gelingt, lässt darauf hoffen, dass er in Zukunft einige gute Platten veröffentlicht. Vielleicht dann, wenn er die Anbiederung an die verspäteten Hippies materiell nicht mehr nötig hat. Solange allerdings, wird er vor allem durch seine Po-Ritze überzeugen, die zur Freude des Publikums immer wieder hervorlugt. Das ist eine Symbolik, die es versteht.

7

Riot Grrrls on stage

published on 2006|06|27

Vor ein paar Wochen noch kannte ich die Band The Gossip nur dem Namen nach. Bei seinem Besuch in Köln, hinterließ Daniel einige feine Tracks. Darunter »Standing in the way of control« von – eben – The Gossip. Nach einem erneuten Blick auf das Programm des Southside-Festivals stellte ich fest, dass dort The Gossip auch vertreten sein würden. Als Bericht genügt, dass es großartig war. Diese Band rockt schwer. Wie man bei sengender Hitze in einem Zirkuszelt bei gefühlten vierzig Grad eine solch phantastische Show abliefern kann, bleibt mir vollkommen unbegreiflich. So gut sogar, dass man den Durst, den in Strömen fließenden Schweiß, der nun wirklich nicht nach Vanille oder gar Zimt riecht, vollkommen vergisst. Auch wenn die Wikipedia meint, man könnte die Musikrichtung als Post-Punk bezeichnen, so wird es The Gossip nicht gerecht. Viel zu spürbar sind Blues-Einflüsse, die mit harten Gitarrenriffs, der überwältigenden Stimme von Beth Ditto und deutlichen Remeniszenzen an Punk-Einflüsse The Gossip musikalisch zu dem machen, was sie aktuell sind: eine großartige Band.

6

Tomte und der Zorn der Musikindustrie

published on 2006|06|26

»Auf dem Hurricane-Festival hatten wir am Freitag eine Autogrammstunde um 16:00h gegeben, da war schon alles voller Schlamm und die Leute sehr betrunken. Dagegen wirkt das hier wie eine Versammlung von Spiegel-Lesern. In meiner Welt sind Spiegel-Leser ja was Gutes. Man muss schließlich wissen, was der Feind schreibt.«
Thees Uhlmann, Tomte
Ich beginne kurz von vorne, um dann mit dem letzten Ereignis zu schließen: von Freitag Nachmittag bis Sonntag Abend war ich in Neuhausen ob Eck, einem vollkommen wohlfeil zu ignorierendem Kaff auf der schwäbischen Alb. Das Einzige, das den Aufenthalt dort rechtfertigt, ist das jährlich stattfindende Southside-Festival. Leider endete das Festival gestern Abend nicht programmgemäß, sondern musste aufgrund heftiger Sturmböen unterbrechen werden – und das am Anfang des Auftritts von Tomte. Erst einige Stunden später wurde es dann fortgesetzt – allerdings ohne mein Beisein, ich hatte auf eine Absage angesichts des Wetterumschwungs spekuliert und war inzwischen gegangen.
Hatte Thees Uhlmann, der Frontmann von Tomte, am Anfang noch im Hinblick auf die aufziehenden Regenwolken vom Zorn der deutschen Musikindustrie gesprochen, der über die beim Independent-Label Hotel van Cleef unter Vertrag stehende Band, hereinbreche, so fragte er sich beim dann folgenden Abbruch schon, ob er wirklich ein so großes Arschloch sei. Neben der großartigen Musik, für die sich Tomte seit Jahren verantwortlich zeigt, macht die Intelligenz der Band diese sehr angenehm. Die Fraternisierung mit den vorrangig pubertären Zuschauern hat sie nicht nötig, vielmehr wird das Konzert mit einem Glas Wein in der Hand begonnen. Schade, dass es nur für drei Stücke gereicht hat.

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ezComponents 1.1 released

published on 2006|06|18

On June 12th ezPublish, the new employer of Sebastian Bergmann, released ezComponents 1.1. I’m lazy, read the changes by yourself and begin to use one the most helpful PHP-patterns.

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Organisatorisches

published on 2006|06|17

Sagt mal, gibt es schon genauere Southside-Planungen. Herr Spuck, wie kommen Sie denn hin? Herr Horning, ist das Bierproblem gelöst?

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Serendipity with a fresh look

published on 2006|06|15

With the 1.0 release of Serendipity, the world most famous blogging software, comes with a new look for the website, blog and forum. This is the point where I have to say thank you to all of the S9Y-guys for providing such a neat tool, which makes blogger’s live easy and comfortable.

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Blutgrätsche, reloaded

published on 2006|06|13

Das hier erwähnte Shirt ist endlich da. Die Naturfreundejugend hat sich zwar Zeit gelassen, aber immerhin passt es und es sieht entgegen aller Erwartung auch noch recht hübsch aus. Jedenfalls mit eingezogenem Bauch. Das Photo kommt von Frau Nachbarin, Dank dafür.
Ich hoffe nur, dass meine Kollegen nicht allzu sehr das Gesicht verziehen. Schließlich muss ich das die nächsten zwei Wochen tragen. Und das bei dem Wetter.

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Beim Arsche des Apologeten

published on 2006|06|11

Gerade deutsche Tageszeitungen sind aktuell sehr drollig. Vor allem weil sich fast ausnahmslos die Damen und Herren Journalisten in die Herzen ihrer Volksgenossen zu schreiben gedenken. Den Vogel abgeschossen hat aber einmal mehr der Spiegel. Dessen Autor Thomas Hüetlin ist sich nicht zu doof, für sein Kollektiv zu schreiben, ohne dass ihn irgend jemand darum gebeten hätte. Wenn man wenigstens einen Nationaltaumel-Zuschlag bekäme, aber diese zweitklassigen Lohnschreiber machen das ohne Gratifikation. Ich sag nur eins: Vorrundenaus.

»Als Deutscher in England hat man es nicht leicht während der WM. Die Antipathien reichen von Ignoranz bis Beleidigungen. Seit dem Sieg im Eröffnungsspiel allerdings könnte einem schon bald wieder Respekt entgegen gebracht werden.«
»Über der Theke die italienische Fahne, die französische, die portugiesische, die polnische, die der Elfenbeinküste, eigentlich alle – nur unsere fehlte.«
»Ich weiß nicht, ob die Mannschaft damit weit kommen wird, aber ich wünsche es mir. Sollen mich die Briten, die laut einer Umfrage mehrheitlich finden, dass uns Deutschen der Weltmeistertitel am wenigsten zu gönnen wäre, doch gerne haben.«
Für alle, die noch immer nicht genug haben.

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»Für eine Erneuerung progressiver Politik«

published on 2006|06|11

Vor Wochen als Lesezeichen abgelegt, nun unterzeichnet: The Euston Manifesto (deutsche Übersetzung). Unterzeichnen!

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Entspannung

published on 2006|06|11

Vor einiger Zeit konnte mir diese Band Schaum auf den Mund zaubern. Ich begann vor Wut und Verachtung zu schnauben: musikalisch niveaulos, politisch … lassen wir das. Inzwischen ist das ok. Ja, ich erwische mich gerade dabei, wie ich ernsthaft die ersten drei Tracks herunterlade. Aber es ist wirklich zu unangenehm, um es zu erzählen.

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Way to dynamically create table names?

published on 2006|06|11

Assume I have the following stored procedure:

CREATE PROCEDURE addToList(IN string VARCHAR(128), IN tbl VARCHAR(128))
BEGIN
    DECLARE query TEXT;
    SET query = REPLACE( 'INSERT INTO __table__ SET string = ?', '__table__', tbl );
    PREPARE stmt FROM query;
    SET string = string;
    EXECUTE stmt USING string;
END;

This will sadly not work, because it is not possible to prepare a query from a variable. A workaround is to write an endless long CASE-construct, which is not elegant and not flexible. Do you have any idea how to solve this problem?

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