/usr/portage

Blasphemie, Blasphemie 0

Der Karrikaturenstreit nimmt eine neue Dimension an:
Putzi: Geparst sei dein Name
R0ckr: Geheiligt sei dein Quellcode
Fukami: Deine Anweisung geschehe

To be continued …

Filed under , & no comments & no trackbacks

WASG watching 1

Ach ja, es gibt mal wieder was zum Schmunzeln: Ein Vorstand der WASG »kommt zu sich«.

Filed under , , & one comment & no trackbacks

Unleidlich 5

Sie erzählen sich ihre Späßchen, vorzugsweise Witze über einen amerikanischen Präsidenten, der von ihnen meist für mäßig intelligent gehalten wird. Für Argumente sind sie unzugänglich, denn ihre Fachwissen beziehen sie aus Werken, die über jede Faktenlage erhaben sind. Es handelt sich meist um jene Gemüter, die vor allem wissen, wer wen wieder bestochen hat und ihr furchtbarster Wesenszug ist ihre Vorliebe für investigativen Journalismus, der sie darüber aufklärt, was alles falsch läuft und ständig »aufdeckt«, »nachhakt« und »Skandale ins Rollen bringt«. Über den 11. September wissen sie natürlich, dass der Mossad oder wahlweise die US-Regierung höchstselbst dahintersteckt. Zudem, dass Israel eine Besatzungsmacht ist und der Krieg gegen den Irak – so erklären sie echauffiert mit den leuchtenden Augen des brutalstmöglichen Aufklärers – findet nicht aus moralischen Gründen statt. Politiker halten sie für Versager, die nur dumm schwätzen und das Volk betrügen. Aus ihrer Vergangenheit haben sie gelernt, sie empfinden moralische Verantwortung und sie halten, dass was jenseits des großen Teiches läuft, für nicht ganz koscher. Ein weiterer Feind ist die Bürokratie, Massenkultur finden sie ekelig und hören gerne Bob Marley, wegen seiner Ursprünglichkeit. Sie freuen sich am munteren Nebeneinander der Kulturen, finden es ganz furchtbar schlimm, wenn einem Leid geschieht. Deswegen fordern sie die Regulierung der internationalen Finanzmärkte. Wenn sie aufgrund sie umgebender Zustimmung in Leidenschaft geraten, beginnen ihre Sätze mit das muss echt mal gesagt werden oder auch wenn man das nicht sagen darf. Unmoralische Unternehmer, also jene, die auf den Gewinn schauen, halten sie für Volksschädlinge, nennen sie aber lieber Heuschrecken. Sie haben natürlich nichts gegen Ausländer aber zuviele sind es schon. Offensichtliche Symbole gesellschaftlicher Representation empfinden sie als protzig: Hochhäuser, Glasfronten oder auch nur die Villa mit großen Garten. Im Fernsehen läuft zu viel Werbung, überhaupt ist zu viel kommerziell. Kommerziell heißt bei ihnen meist »Amerika«, ein Land, dass in ihnen fast schon libidöse Phantasien weckt und ihre agitatorische Leidenschaft vollends entfesselt. Den Kitsch verachten sie, sie schätzen Sonnenuntergänge. Über den Versuchungen der Zivilisation stehen sie spielend, die alte Hure Babylon ist ihnen nur Objekt des Traums.
Falls jemand vergessen hat, warum es dieses Blog gibt. Und falls ich es vergesse.

Filed under , , , & five comments & no trackbacks

Frau des Tages 0

Nun ist die primäre Qualifikation für den Beruf des Nachrichtenverlesers ja nicht übermäßige Intelligenz, sondern mehr eine Kombination aus der Fähigkeit vorlesen zu können und über längere Zeit mit dem ewig eisigen Gesicht der Kamera zu begegnen. Das erklärt auch die Einlassungen einer gewissen Eva Herman, die ihre Geschlechtsgenossinnen zurück an den Herd und zum Kinderkriegen bringen will. Sie sagt wörtlich: »Es ist die Frau, die in der Wahrnehmung ihres Schöpfungsauftrages die Familie zusammenhalten kann«. Der Satz ist verrückt genug, aber dass auch dem Letzten der Verdacht eines Versprechers ausgetrieben wird, wiederholt sie ihr salbungsvoll christliches Gesabbel nochmal: »Der Mann steht in der Schöpfung als der aktive, kraftvolle, starke und beschützende Part«. Nun denn, sie fährt fort: »Sie wussten damals schon nicht, was das Glück bedeutet, ein Baby zu bekommen, einen liebenden Mann an der Seite zu haben und – manchmal unter größten Mühen – etwas zu erschaffen, was man Familiensegen nennt« und meint damit jene Frauen, die im lezten Jahrhundert für Emanzipation kämpften. Reaktionäre Familienpolitik scheint gerade in Mode zu kommen – jenseits dessen, dass sie gewisse Tendenzen haben muss. Schon alleine aufgrund ihrer Selbstbezeichnung.

Quelle: Spiegel.de

Filed under , , , , & no comments & no trackbacks

Mails von kaputtem procmail wiederherstellen 0

Ein Problem von procmail ist die unstrikte Syntax. Wenn man aus Versehen bösartige Direktiven in der .procmailrc platziert, so landen die Mails alle in einer großen Datei, die keine MBox ist. Ein Beispiel:

:0
br />^X-BeenThere: list@youfavouritehost\.com$
.Path.To.Your.Imap.Box/
Nun landen alle Mails in einer großen Datei »^X-BeenThere«, kurz gesagt: Schmerz im Hintern. Heute wunderte ich mich über die leer bleibende Inbox. Ein ganzer Tag ohne komische Linux-User die komische Dinge fragen, Leute ohne Freunde, die welche suchen und andere Spammer? Kann nicht sein. In das Logfile von procmail geschaut und obiges Problem entdeckt. Ruby sollte mein Freund sein, das wieder zu beheben:
#! /usr/bin/ruby
a = 0
File.new( “heap_of_mails” ).read.split( /\n\nReceived: / ).each |m| {
a = a.next
File.new( “outputdir/” + a + “_mail.txt”, File::CREAT|File::TRUNC|File::RDWR, 0640 ).write( “Received: “ + m )
}
Nachdem die Mails aus der Datei gebastelt wurden, kann man sie nun wieder über procmail ganz normal in die Mailsammlung einpflegen:
for file in outputdir/_mail.txt ; do cat $file | procmail ; done

Filed under , & no comments & no trackbacks

Schöner Fund: Christian Kjellvander 0

Faya
(Music)
Artist: Christian Kjellvander
Manufacturer: V2 Records (rough trade)
Released: 27. Januar 2006
Beim morgentlichen Bespielen meines iRivers in den »fertig«-Ordner meines favorisierten Filesharing-Clients geschaut und festgestellt, dass dort ein Stück herumfährt, dass mir nichts sagt. Ebensowenig kann ich mich erinnern, es heruntergeladen zu haben. Ob nun akuter Gedächtsnisschwund aufgrund von zunehmendem Alter oder einfach nur alltägliche Vergessenheit, ist vollkommen gleich, denn es ist sehr großartig: sonore Stimme, leise, unaufdringlich und dazu unaufgeregt und dezent ein paar Gitarren und Klavierklänge. Die Rede ist von »Foreign Rain« von Christian Kjellvander, erschienen auf seiner Platte Faya. Und das Schönste: mein lokaler Bittorrent-Fachhändler hat das sogar im Angebot.

Filed under , , , , & no comments & no trackbacks

Prügeln dürfen nur Deutsche 8

»Es werden auch blauäugige, blonde Menschen Opfer von Gewalttaten. Zum Teil sogar von Tätern, die möglicherweise nicht die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Das ist auch nicht besser.«
Wolfgang Schäuble, unbezahlter Politikberater der Skinheads Sächsische Schweiz
Wow, Herr Schäuble. Bisher galten Sie ja nicht ja eher als Kleingeist, aber jetzt. Ich bin begeistert. »Es werden auch blauäugige, blonde Menschen Opfer von Gewalttaten«. Ohne Spaß? So richtig? Kann nicht sein. Ich mein, hallo, sie meinen ernsthaft, die 6,456 Mio. Menschen auf der Welt, die keine deutsche Staatsbürgerschaft haben, die prügeln auch mal. Und selbst Blonde werden verprügelt. Ja, früher wäre das nicht passiert, Sie wissen schon, die Jugend und so. Werden die Blonden denn auch verprügelt weil jenen ohne deutsche Staatsbürgerschaft Haut- oder Haarfarbe nicht gefiel? Nicht? Komisch. Aber: das Kleinreden eines Mordversuchs – um es mit ihren Worten zu sagen – »Das ist auch nicht besser«.

Filed under , , , , & eight comments & no trackbacks

Die Steinkühler-Pause 1

Ich hatte einmal einen Ferienjob bei einem mittelgroßen Automobilteilezulieferer in Baden-Württemberg. Mein Kontrakt belief sich auf vier Wochen und ich war mit Computerkrams und Hilfsarbeiten im Einkauf beschäftigt. Einen Tag lang hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, in der Produktion eingesetzt zu werden. Vierhundert bekloppte Gummiringe waren pro Stunde über jeweils einen Metallsocket zu stülpen und mit einem Splint zu versehen. Jenseits dessen, dass ich nie mehr als dreihundert Stück pro Stunde hinbekam und regelmäßig das Ziel verfehlte war ich noch nie so platt und geschafft wie am Abend dieses Tages. Die Stupidität der Arbeit, die Monotonie, das alles ist fürchterlich und am Abend schmerzen Arme und Hände. Wohlgemerkt, ich tat das einen Tag. Die einzige Abwechslung: die fünf Minuten Pause pro Stunde. Diese gibt es nun nach der Einigung in Baden-Württemberg für viele Beschäftigte nicht mehr, so vermeldet der WDR. Angesichts der Zielsetzung dieser Regelung, die Arbeitswelt zu humanisieren, ein interessantes Signal. Jenseits dessen, dass es vollkommen absurd ist, dass es im Jahre 2005 noch Akkord- und Fließbandproduktion gibt, war das Ziel der Arbeitgeber bisher, wenigstens die körperliche Weitervernutzbarkeit der Fabrikarbeiter sicherzustellen – offenbar ist dies nun nicht mehr nötig: die industrielle Reservearmee der bisher Unvernutzbaren steht bereit, um jeden der Produktion entfallenden Krüppel zu ersetzen.

Filed under , , , , & one comment & no trackbacks

Geburtstagsreinfeierumtrunk 4

Morgen Heute ab 22:00h im schönsten aller Plätze, dem Roten Platz. Man freut sich über Mittrinker. Inkl. füchterlich schmeckendem israelischen Bier, ausgezeichnetem Vodkasortiment und балтика восем, einem guten russischen Bier.

Filed under , & four comments & no trackbacks

Die Leiden des Jörg Schönbohm 0

Jörg Schönbohm wäre gerne mehr als er ist. Glücklicherweise ist er nicht mehr: Ein unbedeutender Politiker, der bei der Postenverteilung seiner Partei regelmäßig leer ausgeht und Ministerpräsident eines mittelgroßen Bundeslandes, das vor allem zwei Dinge reichlich hat: Moorlandschaften und Stiefelnazis. Ersteres ist unpraktisch und Zweiteres massiv unangenehm. Nicht weil Jörg Schönbohm sonderlich viel Mitleid mit Halbtoten falscher Hautfarbe hätte, nein, vielmehr weil der, wie er es nennt, »Imageschaden« für sein unbedeutendes Bundesland so hoch ist. Da rebellieren zwei überangepasste Stiefelnazis gegen jemanden, dessen Hautfarbe auch Schönbohm nicht mit der deutschen Leitkultur vereinbar fände und empfehlen sich somit eigentlich ganz wunderbar für die lokale Ortsgruppe der Jungen Union. Diese Empfehlung sieht Schönbohm und deswegen soll gefälligst Bundesstaatsanwalt Kay Nehm nicht weiter die schwarz-braune Kaderbildung stören. Nun stehen die klugen Mahner, Kerzenschwenker und andere, die jeden Restverdacht ausräumen, sie könnten Intelligenz überhaupt buchstabieren, selbstverständlich Gewehr bei Fuß: Die hohe Arbeitslosigkeit sei schuld, sie soziale Perspektivlosigkeit oder – wie beim letzten Mal – das Fehlen irgendwelcher bürgerlichen Werte, das seit der Zeit der DDR den dortigen Insassen als Gendefekt anhängt. Schönbohm sollte sich abregen: als Initiator des Leitkulturgeschwafels sollte er sich an der prügelnden Avantgarde seiner eigenen Idee erfreuen, sind doch die meisten Einwohner seines Bundeslandes offensichtlich gern bereit, diese massiv gewalttätig durchzusetzen.
Georg Schütte, Generalsekretär der Humboldt-Stiftung, die jedes Jahr einige hundert ausländische Studenten zum Aufenthalt in Deutschland überredet, meint, man könne doch keine Bannmeilen um ostdeutsche Städte ziehen. Warum eigentlich nicht?

Filed under , , , , & no comments & no trackbacks

Verspricht einiges 4

Vorfreude: Adam Green, Apocalyptica, Arctic Monkeys, Backyard Babies, Death Cab For Cutie, Element Of Crime, Fettes Brot, Live, Mad Caddies, Mando Diao, Maximo Park, Seeed, The Hives, The Strokes, Tomte. Und das Beste ist: ich habe eine Karte.

Filed under & four comments & no trackbacks

Auf Wunsch 3

Ab jetzt ohne Sticky-Beiträge.

Filed under & three comments & no trackbacks

Israelis dürfen Deutsche niemals als Nazis beschimpfen … 0

sonst kommen sie in Untersuchungshaft. (Via Jens)

Filed under & no comments & no trackbacks

April, April 0

Machte meinen Tag:

From: Georgi Guninski
To: full-disclosure@lists.grok.org.uk
Subject: [Full-disclosure] Linus mass killing integer overflows
[...]
the news is, the benevolant dictator has said “let there be C++”, and there is more secure, full featured, reliable and faster linux kernel written2 mainly in C++. the official release is scheduled for 2.8 or when redhat™ becomes ready for the desktop3, whichever comes first.

key improvements include:

a) integer overflows were PITA for the kernel janitors. once the classes SafeInt and SafeLong were implemented with suitable operators, the new kernel is 100% “int/long too big” free. the refactoring tool made this part easy.
b) some clever abuse of exceptions dramatically reduces the amount of OOPS:
cases like ‘(SafeInt)0=foo->bar()’ are now gracefully catch()ed, killing
the OOPS.
c) kernel structures were just lame emulation of C++ objects. now they are native C++ objects.
d) exceptions result in cleaner, easier to read code and almost stop the nasty abuse of “goto”

currently there are discussions for implementing COM in the kernel and/or scripting the kernel from userland, but Linus hasn’t made up his mind yet.

the first public prerelease will be available from ftp://ftp.kernel.org/pub/linux/kernel soon.


Reply:
My wishlist for 2.8:
-jvm (should boost my swing apps)
-sql support to query kernel table and fs data
-lisp and prolog interpreters (don’t have a use for this but I’m sure somebody will need it)

Reply:
The kernel folks have taken a seriously wrong turn here. They should have delayed the preview release until the garbage collector was ready. That’s where the real value for these patches starts.

Regards,
Brian


Reply:
> My wishlist for 2.8:
> -jvm (should boost my swing apps)

agreed. i vote for implementing parrot – http://www.parrotcode.org/ to avoid
perl vs python vs java flames.

> -sql support to query kernel table and fs data

this seems a bad idea. what if a mcse discovers a sql injection in kernelspace? the side effects may be worse than a cake on b1l1.

> -lisp and prolog interpreters (don’t have a use for this but I’m sure
> somebody will need it)

rms likes lisp, so we can count on him.

Filed under , , , , , & no comments & no trackbacks

Things I didn’t know 1

That’s something I did not know before: PostgreSQL is extendable via TCL, Perl and Python. The latter is the interesting one. Don’t want to stuck with archaic languages. Extendable means, that it is possible to write SQL-functions in one of this language, which creates the opportunity to put much more logic in the database as it is normally possible.

Update:
Astro pointed to PL/Ruby, which introduces the possibility to create SQL-functions in Ruby.

Filed under , , & one comment & no trackbacks