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Frühjahrskollektion 6

Das da …
[ via Jens. Blogkrise, ihr wisst schon ]

Filed on 28-10-2005, 13:01 under & six comments & no trackbacks

Ansteckend: Flockeritis 0

Eierlegende Wollmilchsäue
In Ermangelung sinnvoller Schnittstellen und aufgrund schwacher grafischer Oberflächen, bspw. klassischerweise das Betriebssystem aus Redmond aber auch im Bereich des Linux-Desktops, gibt es immer wieder Versuche, all diese Probleme plattformübergreifend durch ein all-in-one Tool zu lösen. Star Office in der Version 5 gehört zu diesen glücklicherweise zugrunde gegangenen Versuchen, ebenso die Mozilla-Suite (heutiger Name »Seamonkey«). Anstatt das Übel an der Wurzel zu packen und Applikationen zu entwickeln, die sich hübsch in den jeweiligen Desktop einfügen und selbst wiederum Schnittstellen bieten, mit denen andere Programme etwas anfangen können, gibt es alle paar Monate einen neuen Hype um eine eierlegende Wollmilchsau. Die aktuellste heißt Flock und kombiniert RSS-Reader, Browser, Flickr-Client und Blogging-Tool miteinander. Bekanntlich wird ja jedes Programm entwickelt bis es Emails verschicken kann, somit wird auch diese Funktionalität nicht mehr lange zu vermissen sein.

One Tool, One Job, Good Job
Schauen wir uns doch einmal an, welche Lösungen es für die oben beschriebenen Felder in meiner bevorzugten Desktop-Umgebung so gibt:


Nochmal zum Mitschreiben: lasst endlich mal den Blödsinn und schreibt Applikationen, die eine Aufgabe erledigen und diese dafür sinnvoll erledigen. Wir brauchen offenen, gut dokumentierte Schnittstellen, um Programme zusammenzubringen. Ein zweites, drittes, hundertstes StarOffice-MozillaSuite-Flock-Dingsda ist komplett sinnfrei. Ich will einen schlanken, gut-integrierten Desktop, der aus einem Guss ist. Ich will mir nicht vier Passwörter für vier verschiedene Passwortmanager merken, sondern eines. Den sollen dann gefälligst alle verwenden.
Was mir nun auch nicht in den Kopf will, warum die Herren Haeusler, Steidl und Lumma, die ansonsten – wie ich in der Tendenz ja auch – auf Web 2.0 stehen, Flock so schnuggelig finden. Hey, das ist das Gegenteil von sinnvollen Schnittstellen, das ist das Gegenteil von »Ein Werkzeug, eine Aufgabe« und das ist auch das Ende von »Auf meinem Desktop sieht alles gleich aus«. Flock – niemand braucht sowas.

Update:
Habe ganz vergessen, die del.icio.us-Integration zu thematisieren. Das muss in den Browser, völlig klar. Als Extension, so wie das bspw. Epiphany macht.

Filed on 26-10-2005, 11:11 under , , & no comments & no trackbacks

Egodingsda 6

Egotronic am 31.10. in Cologne. Keine Ahnung, was das Haute Areal ist aber das werde ich schon feststellen. Ob ich mir wohl für den Dienstag freinehmen sollte?
Und, not to forget, an meine alten, daheimgebliebenen Freunde, s.z.: am 27. in Esslingen. Müsst ihr hin. Das ist großes Kino (also mindestens Filmmusik).

Filed on 21-10-2005, 13:01 under , & six comments & no trackbacks

Updating Gentoo to MySQL 4.1 2

First of a clean method. But this is too boring. Not really, I was just too stupid to differ «–buildpkg» und «–buildpkgonly». Too stupid. If you’d done this, you should not run into any problems if you were not intelligent enough to specify the USE-flag «utf8» which enables one of the killer-features in MySQL 4.1: internal use of unicode, what a fine thing! Enabling this without backing up your databases leads to a shortening of all varchar-fields. So the only solution is to get the structure of the old databases from the backup, doing some scripting magic (see below) and alter all varchar-fields. But, you won’t regret your upgrade. MySQL 4.1 provides a lot of nice things, especially the abovely mentioned unicode-issues and, as another serious highlight: combined queries.

Script:
cat structure.sql | sed -e "s:^CREATE TABLE \(.*\) (:ALTER TABLE \1:g" -e 's:^ \([^ ]*\) \(.*\):CHANGE `\1` `\1` \2:g' -e "s:^) TYPE=MyISAM::g" | grep -v "CHANGE UNIQUE" | grep -v "PRIMARY KEY" | grep -v "CHANGE KEY" | grep -v "KEY KEY" | grep -v "^–" | grep -E "(varchar|;|USE|ALTER)" | tr "\n" "#" | sed -e "s:,#;:;##:g" -e "s:ALTER TABLE [a-Za-z0-9_-+] #;::g" | tr "#" "\n" | sed -e 's:^ALTER TABLE \(.*\):ALTER TABLE `\1`:g' > test.sql

Filed on 19-10-2005, 18:06 under , & two comments & one trackback

Zukunftspläne 2

Mein Kind wird nicht nu2m heißen …

Filed on 18-10-2005, 14:02 under & two comments & no trackbacks

Trivialliteratur 5

Wieder zum ersten mal seit einigen Jahren, vermutlich so um die fünf herum, lese ich wieder einmal »normale« Bücher. Und es ist – unglaublich. Ich genieße es. Wer mich kennt weiß, wie sehr ich das – von mir immer als sinnfrei bezeichnete – erkenntnislose Lesen verabscheue. Gerade verschlinge ich förmlich Kriminalromane von Henning Mankell. Erstmalig wieder dieses Genre seit »TKKG«, »Drei Fragezeichen« oder »Pizzabande«. Sie sind deswegen angenehm zu lesen, weil sie auch dem anspruchsvollen Leser keine sprachlichen Bösartigkeiten zumuten, sie sich nicht in der Schlichtheit ihres Genres suhlen, sondern vielmehr selbiges zu sprengen gesuchen. Sie sind Sozialreportage, Naturbeschreibung und – ganz nebenbei – auch noch extrem spannende Kriminalroman.
Trotz meiner Affinität zu den literarischen und musikalischen Entwicklungen im Wien der frühen 20er Jahre des letzten Jahrhunderts, bin ich mit den Künstlern, die sich lieber mit Pinsel und Farbe betätigten nie warm geworden. Diese Abstraktion von Kunst, blieb meinem kleinen Verstand immer verschlossen. Ich finde sie ästhetisch faszinierend aber niemals erregend schön. Ich stehe auf realistische Malerei, nicht kitschig, aber realistisch. Ich mag jene Künstler, die den Schmutz der Straße in ihre Bilder aufnehmen, die Straße aber erkennbar lassen. So ähnlich geht es mir mit den Wallander-Krimis, sie sind realistisch, sprachlich nicht unterbelichtet aber bieder und sehr angenehm.

Filed on 11-10-2005, 22:10 under & five comments & no trackbacks

»That's a fact« 0

»There are nine million bicycles in Beijing, that’s a fact«
Katie Melua

Frau macht Gänsehaut. Wer schenkt mir die CD? Any Schleimers around there?

Filed on 10-10-2005, 23:11 under , & no comments & no trackbacks

Cicero und so 5

Heute hat Jens Ohlig (leider keinen Link, da er eine, Zitat, »Blogkrise« hat und nicht darüber reden will), mein grandioser Arbeitskollege, meinen Tag gemacht. Und zwar mit dem Vorspielen von diesem hier. Apropos Otto Schily (ja, mit den Überleitungen hab ich’s nicht so): das mit Cicero ist schon eine interessante Geschichte. Nur muss man sich schon auch etwas über die journalistische Knallkörper dieses Landes wundern, führen sie sich doch auf, als seien sie förmlich exteritoriale Rechtskörperschaften, ohne Bindung an die deutsche Rechtsprechung. Nicht, dass ich ernsthaft der Anmerkung widersprechen würde, Otto Schily weise gewisse Verfallserscheinungen bezüglich seiner geistigen (Rest-)Verfassung auf – aber solch einen Skandal daraus zu basteln ist schon absurd. Warum folgt so ein Aufschrei eigentlich nicht, wenn die Bundesbehörden sich über ein kleines Anti-Atom-Blättchen hermachen hermachen? Bei Cicero war es schlichtweg Abschreiben aus einem internen Papier. Das ist schlichtweg verboten. Auch für Journalisten.

Filed on 10-10-2005, 23:11 under , , & five comments & no trackbacks

cu, Greens 3

Auf Nimmerwiedersehen, Grüne. Das Zustandekommen der Großen Koalition ist nichts weiter als der sichere Tod für die Grüne Partei. Ich wage hiermit etwas, was man nie tun sollte, eine Prognose. In relativ kurzer Zeit wird der Einfluss der Grünen überproportional abnehmen. Mittelfristig werden die Grünen – außer in Metropolen mit grüner Tradition – aus den Parlamenten verschwinden und zur vollkommenen Bedeutungslosigkeit verkommen. Im Bundestag wird die FDP zukünftig die wirtschaftspolitisch am weitesten rechts außen positionierte Fraktion sein, am härtesten für die Abschaffung jeglicher etatistischer Regulation wettern, die Linkspartei wird zu einhundert Prozent der Gegenspieler. SPD und CDU hingegen werden die Mitte umkämpfen, mit unterschiedlichen Ausläufern, im übrigen. Der Seeheimer Kreis überholt den CDA-Flügel der Schwarzen sehr häufig von rechts, beispielsweise.
In dieser Gemengelage werden die Grünen keinen Platz mehr haben, da sie zu keinem der »harten« Themen exaltierte Positionen aufweisen können. Es bleibt einzig die Ökologie, wo sie aber seit Jahren ja auch katastrophal versagen. Sie werden somit schlichtweg verschwinden. Und glaubt bloß nicht, dass ich weine.

Filed on 10-10-2005, 22:10 under & three comments & no trackbacks

Die spinnen, die Waldis 5

Das habe ich eigentlich schon immer behauptet. Nun scheinen sie völlig hohl zu drehen. Nicht nur, dass sie ihre nicht verallgemeinerbaren Nischenkram auch noch staatlich subventioniert haben wollen, nein, inzwischen entblöden sich bestimmte Kreise auch nicht, noch positiv-Werbung für Rudolf Steiners ekelerregende Ideologie zu machen. Wie ich schon einige Male erwähnte: es ist hochgefährlich, was sich dort gerade in die Mitte der Gesellschaft drängt. Eine Ideologie, die nur so durchsetzt ist von Rassismen, Biologismen und antisemitischen Zwischentönen präsentiert sich als Inovation, was sie nie war, nie ist und nie sein wird. Wer weiß schon, dass der DM-Markt klar für anthroposophisches Gedankengut eintritt und steht, dass Homoöpathie immer mehr im Gesundheitssektor an Relevanz gewinnt, obwohl sie bewiesenermaßen kompletter Hokuspokus ist?
Das dies auch noch solche Stilblüten treibt, schlimm genug. Dass es heute in der Schülerschaft chique zu sein scheint, sich mit Lehrern und Eltern gegen den achso bösen Staat zu wehr zu setzen, der nicht bereit ist, den grenz-debilen Privatzirkus einiger Orientierungsloser zu finanzieren, noch schlimmer. Als ginge es nicht mehr darum für öffentlich finanzierte und v.a. auch öffentlich kontrollierte Bildung zu streiten, für die Durchsetzung der Schulpflicht, für die Möglichkeit von Ganztagesbetreuung usw. sondern nur noch für niemals allgemeintaugliche Insellösungen.
Der Waldorfladen will ein paar T-Shirt-Vorschläge, kann er haben. Wie wäre es mit »Leider kein Äthiopier. Mein Triebleben ist nicht stark«, oder: »Steinerseidank bin ich kein Indianer. Ich wäre an zu wenig Sonne gestorben«, oder: »Ich bin Waldorfschüler, ich muss nichts beweisen«, oder: »Kleines Hirn, kleiner Geist, kleiner Intellekt. Die Dreigliederung live!«.

Filed on 10-10-2005, 17:05 under & five comments & no trackbacks

Sozialschmarotzer und Volksfeinde 0

Zur Revision und dass Hanno mich wieder liebt …

Der »Sozialschmarotzer« ersetzt in der »slightly reeducated society« den Volksfeind. Er ist das Symbol eines arbeitsfreien, eines guten Lebens. Was dem »Usual Boy« und seinem generisch weiblichen Pendant nicht teilhaft werden soll, darf die Konkurrenz nicht haben. Der ökonomische Aspekt der Beschaffung von relativem Reichtum jenseits des normativen Kapitalverhältnisses zieht auf ihn den Hass. Der blanke Neider verstümmelt sein Bewusstsein gegen den »Florida Rolf«, dessen Ignoranz für Volksfeindmythologie ihn zum perfekten Lieblingsfeind macht. Anstatt das Verhältnis zu kritisieren, das ausschließend wirkt, was sinnhaft wäre. So emotional verständlich, so falsch ist der Reflex, der im Resultat integrativ wirkt: wer sich nicht unterwirft, sieht sich jener Repression ausgesetzt, die am besten wirkt. Martialische Gewalt, mindestens ideologischer Natur, »von unten« zur Widereingliederung in das falsche Ganze. »Ehrliche Arbeit« vs. falscher Rebellion. Welch eine wundervolle Auswahl.

Filed on 06-10-2005, 23:11 under & no comments & no trackbacks

Mein Liebster 0

Der da entwickelt langsam Geschmack. Und was für einen. »Anhören-staunen-entspannen« dachte ich auch, als ich das hörte.

Filed on 05-10-2005, 22:10 under , & no comments & no trackbacks

Prominent Bloggers 0

Hey dude, the son of the current nobel-prize is a SUN-blogger. Congrats!

Filed on 05-10-2005, 22:10 under , , , & no comments & no trackbacks

Deutsche Ausflüsse 2

»Merkenich bleibt deutsch«, so könnte die Botschaft lauten, unter der sich gerade die Merkenicher Bürger versammeln. Es geht gemeinsam gegen ein Übergangsheim für Flüchlinge. Gemeinsam heißt in diesem Falle: die Nazis von Pro Köln und der Merkenicher Bürgermob. Jenes Übergangsheim ist hoffnungslos überbelegt und birgt sozialen wie ethnischen Konfliktstoff. Arbeitslosigkeit und Prekarisierung sind an der Tagesordnung. Die Bevölkerung fühlt sich in ihrer ruhig-spießigen Vorortsiedlung gestört und kennt eine Lösung: weg damit! Wenn der tumbe Dorfbürger ruft, steht ihm »Pro Köln« gerne zur Seite.
Anstatt sich dafür einzusetzen, dass die Lage in diesen – geschenkterweise grausamen – Heimen verbessert wird, agiert der Mob lieber nach dem Motto »aus den Augen aus dem Sinn« und entblödet sich nicht, mit rechtsextremen Instant-Nazis auf deutsche Bruderschaft anzustoßen.

Links:

  1. Manfred Rouhs, Franktionsgeschäftsführer von »Pro Köln« (IDGR)
  2. Selbiger Grenzdebile bei Wikipedia

Filed on 04-10-2005, 00:12 under & two comments & no trackbacks

Error 403: Reeducation failed 0

Nun haben wir den Salat: fünfzehn Jahre nach der Wiedervereinigung sind alle Prophezeihungen der Kritiker von damals eingetreten.


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Filed on 03-10-2005, 20:08 under , & no comments & no trackbacks

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