/usr/portage

Status: on air 0

Seit einigen Tagen gibt es jetzt auch bundestagswahlblog.de. Ich überlege, mein Mitwirken an wahlblog.de aufzugeben. Der Macher von bundestagswahlblog.de verspricht, RSS-Feeds aggregieren zu können. Das käme mir sehr gelegen…
Im Übrigen such bundestagswahlblog.de noch Mitschreiber. Johannes, Kai, Matthias, Igor, euch würde ich dort gerne lesen. Habt ihr nicht Lust?

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"...zu diesem Album passt nur ein Wort: Müll!" 0

So drastisch kommentierte einer der Amazon-Kunden das Album »Tonight« von David Bowie. Na und, wird sich der geneigte Leser denken, schlechte Musik gibt es genug. Stimmt, antworte ich: aber die ganzen richtig schlechten schmeißt Amazon gerade hinaus. Als Werbegag wird das Lager entrümpelt und Angebote sind entweder Nonames, schlechte Best Of-Sampler oder eben schlechtes von bekannten Künstlern (1, 2).
Schon peinlich sowas. /usr/portage rät: einfach allen Schrott ohne viel Aufsehen entsorgen.

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Blogaholic [updated] 1

Meine Freundin will jetzt auch bloggen

Update:
Mein kleiner Bruder, Jörn, schwimmt auch mit. Seine Versuche, mit Schwimmflügelchen, hier

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»Junge Welt« braucht Abo-Kunden 3

Ich mag die Junge Welt nicht. Sie ist ein linkes Käsblatt sondersgleichen. Lieblingsthemen sind Verschwörungstheorien und antisemitische Propaganda. Nun gut, sie bietet ein zweiwöchiges Probe-Abonement an, bei dessen Bestellung man auch gleich angeben kann, dass man die Zeitung nach Ablauf dieses Abonements nicht länger beziehen möchte. Das nahm ich vor etwa vier Wochen war, nicht weil ich ernsthaft diese Zeitung lesen möchte, sondern vielmehr um ihr zu schaden. Schlichtweg.
Kurz vor Ablauf des Abonement rief mich dann eine wirklich nette Mitarbeiterin der Zeitung »Junge Welt« an, um micht nach Gründen für meine Nichtverlängerung zu befragen. Zuerst wollte sie wissen, warum die von mir angegebene Mailadresse lars-spam@lars-strojny.org gewesen sei. Ob ich erwarte, von der »Jungen Welt« Spam zu erhalten etc. Ich erklärte ihr ersteinmal getaggte Mailadressen und mein Launepegel stieg. Das könnte ja witzig werden.
Danach fragte sie nach den politische Gründen. Ich erzählte was von “Antiimperialistische Publikation”, “Hetzer-Gazette” und “Werner Pirker ist ein Reaktionär” und am anderen Ende der Leitung hörte ich es schlucken.
Sie: “Ähm, dann sei wohl die JW doch die falsche Zeitung für sie”. Ich: “Ja, mögen sie recht haben”. Glücklicherweise leben wir ja nicht in der DDR, so das ich mir aussuchen darf, was ich lese”. Das saß. Grußlos legte sie auf.

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Ausführungen zu »Unmöglichkeit von Transzendenz« - Deutschland seit Auschwitz 1

[frame]Introduktion: Transzendenz oder “transzendentes Denken”?
Transzendenz meint in der Philosophie seit Immanuel Kant, die Möglichkeit der Überschreitung des bisher Bekannten, also die Fähigkeit, Denken und Handeln vom freud’schen Über-Ich abzuleiten. Scharf zu unterscheiden ist es von der Transzendentalität, deren Bedeutung hier allerdings keine Rolle spielt (aus dem Denken die Erfahrung des Denkens möglich machen).[/frame]<p>
In meinem Artikel »Die Antideutsche Ideologie« steht folgende Anmerkung:

(…)und [Robert Kurz, Anm. d. A.] spricht von der Notwendigkeit, zugleich immanent und transzendent zu denken, wo noch nicht einmal die Möglichkeit der Überwindung gegeben ist.

Diesen Satz halte ich im Bezug auf die Kritik deutscher Verhältnisse für unbedingt ausführenswert. Somit soll dieses Traktat Anleitung und Anstoß zu einer sinnvollen Rezeption und -Kritik der speziefisch deutschen Verhältnisse sein. Hierbei soll es nicht um historische Fakten, sondern um die politische Einordnung und den ideologischen Umgang damit gehen.

Germany, the lovely ol’ wife – die Deutschen und ihre Nation
Die Nationalgeschichte Deutschlands ist insofern einzigartig, als das sich innerhalb ihrer Entwicklung ausschließlich eine Traditionslinie abzeichnet: Die reaktionären Revolution von oben zur Verhinderung von relativem Fortschritt und das Bedürfnis nach Kollektivität, nach gesamtgesellschaftlichen Lösungen. Letzteres reicht von der bismarck’schen Sozialgesetzgebung bei gleichzeitigem Verbot relativ fortschrittlicher – wenn auch weiterhin völkischer und antisemitischer Kräfte – bis hin zum »Bündnis für Arbeit«, zur Agenda 2010 oder auch das Phänomen des Atomkonsensus’. Das Bedürfnis nach Auflösung jedweden Aufflammens von Interessenspolitik und Vertretung des – teilweise sicherlich haluzinierten – Klassenstandpunkts nicht durch Austragung dieses Konflikts, sondern durch Begräbnis unter einer Schicht nationalen Selbstverständnises, dass sich nicht an historisch Erreichtem festmacht, sondern an der urdeutschen Gewissheit, im Endeffekt und a priori doch »irgendwie nur das Gleiche zu wollen«. Hierbei wird ein nicht-materialistisches Faktum virulent: das Bewusstsein wird manifest.

I’m what I’m – Identitätskonstruktion und Antisemitismus

“Vollkraft, Biederkeit, Gradheit, Abscheu der Winkelzüge, Rechtlichkeit und das ernste Gutmeinen waren seit einem Paar Jahrtausenden die Kleinode unseres Volkstums…”
Friedrich Ludwig Jahn

Aus dieser Konstellation ergibt sich das Bedürfnis nach Abgrenzung. Die Eigentümlichkeiten der Deutschen, deren Nationalbewusstsein sich immer wieder neurotisch-zwanghaft antijüdisch und später dann industrialisiert-antisemitisch formulierte. Dieser Zusammenhang sei aber an anderer Stelle erläutert. Die Konstruktion der spezifisch und genuin deutschen Identität bedarf des Bewusstseins um Eigenheiten, die dem ganzen Volk obliegen, also als Volkscharakter virulent werden. Antisemtismus ist hier willfähriges Vehikel, diese Andersartigkeit die Schwächsten, die Juden in der Diaspora, spüren zu lassen. Als unbewaffnete und (damals) staatenlose Religionsgemeinschaft eine leichte Beute deutschen Wahns.
Dem Doppelcharakter der Industrialierung folgend, ergab mit dieser eine neue Perspektive für den Judenmord: die genauestens geplante Vernichtung all dessen, was sich der deutschen Eigentümlichkeit widersetzte war damit als Möglichkeit gegeben. Es bliebt nicht bei der bloßen Möglichkeit.

Think, think, think! – linke Rezeptionen und Rezepte
Die zentrale Fragestellung lautet also heute weiterhin, sind die Deutschen ein Tätervolk und somit bezüglich emanzipatorischer Anstrengungen personi non grata oder weiterhin – je nach Klassenlage – Projektionsfläche revolutionärer Bedürfnisse – denn zu mehr reicht es so oder so nicht. Und zusätzlich, ist Auschwitz ein Produkt der Aufklärung, der bürgerlichen Gesellschaft, also nur eine Regressionstendenz dieser Entwicklung oder eine Umkehrung all des erreichten der bürgerlichen Gesellschaft. Während Robert Kurz und seine Wertkritiker deutlich zu ersterem neigen, ist für deren platte Inversion die berliner Bahamas zuständig.
Beide Positionen sind schlichtweg falsch. Wird die Bahamas leugnen, dass Ausschwitz in dieser Form jenseits der Möglichkeit, Zyklon B zu produzieren und massenweise ökonomisch zu denken, möglich gewesen wäre. Jenseits dessen, dass aus dem Christusmörder der jüdische Bankier wurde, der Betrüger und Verführer, der materielle Abhängigkeit simulierte. Was bitte sagt R. Kurz auf die Frage, warum Auschwitz nun gerade in Deutschland stattfand, also doch Produkt eines verkrüppelten, weil unterbliebenen bürgerlichen Aufklärungs- und Revolutionsprozesses war. Es gilt, Auschwitz als ein Produkt beider Entwicklungslinien zu denken, als die Symbiose aus industrieller Möglichkeit, bürgerlicher Individualität, völkischem Bedürfnis nach Kontinuität und Gemeinschaft und eben der bruchlosen Identifikation mit der Nation.</p>

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Wahlblog - die Schlacht ist eröffnet 0

Erster Eintrag

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The Krauts Live - Nigger in den Zoo! 2

Eine ganz kreative Zoodirektorin hat sich mal wieder einen prima Werbegag überlegt, der nicht nur exotisches Flair erzeugen, sondern ebenso zu Völkerverständigung beitragen soll. Das Rezept: man stelle ein paar Menschen schwarzer Hautfarbe ein, stelle diese in einen Käfig und lasse sie ein bisschen das simulieren, was sich Europäer unter einem afrikanischen Dorf vorstellen. Ihr wisst schon, Buschmann, kräftige Libido und so weiter.

Sowas gab es doch schon einmal, oder nicht? Völkerschauen, in der Zeit Wilhelm II. an der Tagesordnung. Unter dem Deckmantel anthropologischer Forschungen stellte man Schwarze zur Schau und suggerierte Wissenschaftlichkeit. Die “Gnade der späten Geburt” scheint die Deutschen echt locker zu machen: längst vergangen Gedachtes taucht – selbstverständlich unter dem Mäntelchen der Humanität – wieder auf. Völkerverständigung als neuer Kampfbegriff für rassistische Darstellungen.

Links:

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Addicted To Blogging 0

Johannes Steidl und Stefan Horning verwenden jetzt jeweils WordPress und unter neuen Domains erreichbar (jsteidl.net, blog.stefan-horning.de) erreichbar.
Ich hingegen bleibe weiterhin bei bBlog, allerdings hoffe ich mal schwer, dass sich dort in der nächsten Zeit mal einiges tut. Ansonsten werde ich das wohl forken müssen. Gibt’s denn noch andere, die an einem solchen Projekt interessiert wären?

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Preprüfungsersatzbefriedigungshandlung 0

Seit Mitte April gibt es von Tanita Tikarams neues Album »Sentimental« käuflich zu erwerben. Positiv herausgehoben sei erst einmal eine technische Nettigkeit: die CD ist nicht kopiergeschützt und kann somit völlig unproblematisch auf den heimischen Rechner gebannt werden. Auch die CD lohnt sich. Haben die 20 Jahre Pause musikalisch zwar kaum Weiterentwicklung gebracht, so ist es Tanita Tikaram durchaus wert als Klassikerin genossen zu werden. Solch eine Künstlerin darf sich wahrscheinlich gar nicht ändern. Musikalisch bringt die CD nichts neues, die Stücke erinnern an Klassiker wie »Twist In My Sobriety«, »Cathedral Song« oder ähnliche. Leider ist die CD ist recht teuer und schlägt mit 14,99€ zu Buche.

Zweites Objekt meiner Ersatzbefriedigungshandlung zur Anbebung von Laune und Motivation war der Kauf der CD »Sweet Dreams (Are Made Of This)« von den Eurythmics. Hauptsächlicher Grund war der Titelsong, den ich mir nach wie vor immer wieder gerne Mittwochs im benachbarten Waldhaus zu Ohren führe und dessen Nichtexistenz schon immer ein schmerzliches Loch in der hier existierenden Musiksammlung darstellte.
Doch nicht nur der Titelsong ist edel: ein gediegenes Elektropop-Stück folgt – dramatisch aufgebaut – dem anderen: »Love Is A Stranger« macht den Anfang, »I Could Give You (A Mirror)« steigert den Genuss, Climax bei »Sweet Dreams (Are Made Of This)« und dann legerer Ausklang mit »This City Never Sleeps«. Und da soll noch einmal jemand behaupten, die 80er hätten musikalisch [s]wenig[/s] nichts zu bieten.

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